Samstag, 16. Februar 2019

Morgen Kinder wird’s was geben!

Nach 2020 kommt legales Gras auch aus Deutschland.


Viele Tausend Kranke in Deutschland sind seit März 2017 ihrem Arzt auf die Pelle gerückt und haben ihren Mediziner des Vertrauens auf die veränderten Umstände im Land aufmerksam gemacht, die die Nutzung von Marihuana bei den unterschiedlichsten Leiden betreffen. Seitdem erhält ein gewisser Prozentsatz dieser Menschen das Gegenmittel gegen starke Pharmazeutika per Krankenschein und darf sich endlich etwas glücklicher schätzen, effektiv etwas gegen Schmerzen, Migräne und viele andere Symptome auf reiner Naturbasis anstellen zu können. Solange der Import von medizinischem Cannabis durch ausländische Lieferungen abgesichert ist, lohnt sich der Gang mit einem Rezept in der Hand zur Apotheke meist, doch noch zu häufig führte genau dieser Weg ins Leere, weil nicht genügend Gras aus dem Ausland verfügbar war. Da die mit der Verteilung von Anbaulizenzen betreute Cannabisagentur bereits mehrfach systematische Fehler in dem komplizierten Ausschreibungsverfahren machte, wird es auch weiterhin für den einen oder anderen Kranken schwierig sein, zukünftig die ärztlich verschriebene Arznei zum notwendigen Zeitpunkt in Empfang nehmen zu dürfen. Ende Januar hat sich die unter BfArM-Führung gegründete Agentur dazu in einer Pressemeldung zu Wort gemeldet und bestätigte, dass frühestens erst Ende 2020 mit einer ersten Ernte von Cannabis zu medizinischen Zwecken aus heimischen Gefilden gerechnet werden kann, was die Situation für den wachsenden Klientenstamm nicht rosiger erscheinen lässt.

Über drei Jahre nach der oft nur als Kurzschlussreaktion der Regierung bezeichneten Medizinalhanffreigabe wird schließlich nicht die benötigte Menge für deutsche Krankenkassennutzer produziert werden, sondern nur ein bereits als zu geringer Anteil beschriebener Tropfen auf dem heißen Stein eingefahren werden können – falls überhaupt. Bislang konnte die sogenannte Cannabisagentur schließlich bloß das Ausschreibungsverfahren abschließen und möchte nun – nach der Beendigung eines noch laufenden Gerichtsverfahrens – zur Tat schreiten, und die Genehmigungen zu Produktion von Medizinalhanf an die fähigsten Bewerber verteilen. 13 Lose, welche zwingend zur Herstellung von insgesamt 2600 Kilogramm Marihuana pro Jahr benötigt werden, sollen unter 79 Bietern aufgeteilt werden, welche zusammen 817 Angebote eingereicht hatten. Fraglich dürfte bei der anstehenden Lotterie werden, inwieweit sich die Handhabung der Thematik seitens der genannten Agentur verbessert hat und wie fair die Verteilung vonstattengehen wird. Erst anschließend dürfen alle von Lieferengpässen betroffenen Patienten hoffen, dass es künftig zumindest eine weitere Quelle der benötigten Medizin im Schrank des Apothekers zu vermelden gibt.

Immerhin ist in den vergangenen Monaten aber in anderen Ländern der Groschen jedoch so weit gefallen, dass man den Export der immer begehrteren Naturmedizin als eine lukrative Einnahmequelle erkannte, sodass der hiesige Pflanzensektor immer mehr an Bedeutung verlieren könnte, bevor er überhaupt in Fahrt gekommen ist. Dies könnte letztendlich zum Vorteil für die mit einem Cannabisrezept ausgestatteten Personen werden, da in diesem Falle – nach weiteren Importbemühungen – wenigstens mit qualitativ hochwertigen Produkten aus den verschiedensten Teilen der Erde gerechnet werden darf. Etwas, was das deutsche Medi-Weed im Jahr 2020 erst noch im Praxistest unter Beweis stellen muss. Läuft es hierzulande jedoch ähnlich wie beim Berliner Flughafen, dem Dieselskandal oder den gerichtlich verteidigten Fernseh- und Rundfunkgebühren einfach weiter, ist jedoch bereits jetzt schon abzusehen, dass noch mehr Ungereimtheiten und Hürden lange vor einer ersten Ernte des grünen Gesundheitsgoldes in Sichtweite gelangen. Daher verhält es sich beim Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken ähnlich wie mit den anderen offensichtlichen politischen Fehlleistungen im Land, die einzig nur noch an eines erinnern – an einen ausgeklügelten Schildbürgerstreich.

Menschenskinder.

8 Antworten auf „Morgen Kinder wird’s was geben!

  1. R. Maestro

    2020 wird es nichts werden, mindestens ein Jahr, um eine gleichbleibende, stabile Sorte zu züchten.
    Jahr um Jahr wird es sich verzögern, (hinaus geschoben).
    Glauben würde ich gerne daran, aber danach steht man als Illusionist, Fantast oder gutgläubiger Trottel, mit leeren Händen da. Also, besser nicht träumen.
    Die Verteilung der Lizenzen, haben wir nicht zufällig, irgendwo vielleicht einen Dr. Rainer Rizinus, o.ä. Es muss, soll und wird ja unabhängig von statten gehen! HA! Ein Schenkelklopfer!
    Und Modellprojekte. Fast jedes Bundesland hat sich zumindest regional, ins Gespräch gebracht. Verkauft als Bürgernähe. Mit dem Wissen, dass sich sowieso nichts daraus ergibt,
    kann man die Klappe schon aufreissen.
    Die Regionalpolitik jedes Bundeslandes, alle Fürsprecher, Juristen, Kriminaler, LEAP, Mediziner usw..
    Eine einzige Person, braucht nicht in die Waagschale spucken, wenn auf der anderen Seite ein ganzer Eimer voll Schleim steht.
    Die gesamte Energie, könnte etwas bewirken und die Ünterstützung seitens der Konsumenten, bzw., Patienten, wäre Euch sicher.
    Vielleicht ändert sich in zehn Jahren mal etwas.
    Ca. 740.000 Alkoholtote später.
    Uruguay und Kanada haben es richtig gemacht. Sie haben auf die Meinung der WHO einen Dreck gegeben. dass es richtig war, hat sich vor Kurzem gezeigt.
    Mit unserem bisherigen, halbherzigen, zögerlichen Scheiß, stehen wir in Jahrzehnten auf dem gleichen Punkt, als heute.

  2. Andreas

    Deutschland oder besser unsere Regierung ist einfach dumm. Einfach nur dumm. Die werden es nie kapieren das sie die letzten auf der Welt sind medizinisches Cannabis selbst im Land von deutschen produzieren zu lassen. Die Mengen werden eh nicht langen!!!!!

  3. Otto Normal

    Um die gerechte Verteilung der Lizenzen braucht sich keiner Sorgen zu machen.
    Sie wird sehr gerecht und ausgewogen aussehen.
    Man hat da noch gewisse Erfahrungen aus der DDR
    Deshalb werden die öffentlich rechtlichen Medien davon nichts berichten.
    Da sind Profis am Werk die machen das nicht erst seit gestern, keine Sorge.

    Vllt. sind die 12 Jahre Merkel-Regierung die Rache für 40 Jahre DDR.

  4. Andreas

    Es wird Zeit alle Menschen jeden Alters in der besten Zeit des Fernsehens aufzuklären. Das würde viele Menschen zum umdenken bringen. Aufklärung, JUGENSCHUTZ, neues aus vielen Ländern die es kapiert haben Cannabis als Medizin zu nutzen und auf Tabletten und weitere Medikamente der Pharmaindustrie verzichtet werden kann die süchtig machen und viel zu viele Nebenwirkungen haben. Das wäre eine gute Aufgabe des Journals. Man sollte für diese Sache Spenden sammeln. Endlich von allen Vorteilen zu berichten. Wir müssen nur alle zusammen halten. Also liebes hanf journal packen wir es an denn wir sind 4 – 5 Millionen die für diese Sache stehen. Macht einen Aufruf für eine Spende zu dieser Sache. Vielen Dank

  5. Irgendwer

    Habt Ihr’s mitbekommen, was der Spahn abzieht ?
    Notausgang. Im metaphorischen Sinne eine Art Heißluftballon („Konversionstherapie“ für Homosexuelle verbieten lassen) damit will er wohl von der Fahrerlaubnisabzocke und gerichtlichem Verknacken zu „Suchttherapien“ ablenken. Die Abzocke mit MPU usw. ist praktisch das selbe wie
    das:

    Im Unterschied zur Kriminalpolizei konnte die Gestapo jederzeit Schutzhaft gegen schwule Männer anordnen. Diese Willkürmaßnahme wurde z. B. nach einem Freispruch angewandt oder wenn die bereits verbüßte Haftstrafe als zu milde bewertet wurde.<

    Bei Zeit online ist die Redaktion durchgedreht mit Löschwut.
    Noch nicht gesehen sowas dort. Alles soll sich nur auf den „Heißluftballon“ fixieren

  6. Gerrit Haase

    Ein Streich, auch die der Schildbürger, ist wenigstens lustig, im Gegensatz zur Deutschen Politik und Bürokratie, das ist leider nur armselig.

  7. Harald

    @ Irgendwer
    Ob Spahn bei der „Krankheitspolitik“ oder Klöckner im „Agrarverseuchungsgewerbe“ , oder Scheuer als aktiver „Umweltkiller“ oder Merkel , als die personifizierte Lüge auf zwei Beinen, oder der „Spiegel“ und „Zeit online“ als „Drecksblättchen“ einer programmierten Leitkultur und Hüter und Bewerter „des gesellschaftlichen Wohlverhaltens“ des Einzelnen oder von Gruppen. Wo ist der Unterschied zwischen all denen. Es gibt keine Unterschiede, sondern nur Gemeinsamkeiten und diese sind Menschen-und Naturfeindlich. Diese „Arbeitsgemeinschaften“ waren noch nie gut für unser Land und die Menschen und werden auch nie sein. Das sieht man an allem was diese „Seilschaften“ veranlassen, tun, oder tun wollen. Die Liste der Mittäter lässt sich endlos fortsetzen, genauso wie die der Menschen, die sich all das gefallen lassen. Es wird immer wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben, um die Gesellschaft von der tatsächlichen Problemen abzulenken und noch so viel wie möglich absahnen zu können bevor es………….

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