Donnerstag, 8. November 2018

Wahlsieg für Cannabis bei den Midterm Elections

 

Die USA erhalten einen weiteren Bundesstaat mit legalem Marihuana.

 

 

Die in der Nacht zum 07. Oktober stattfindenden Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten ließen Bürger in vier Bundesstaaten zeitgleich über den künftigen Umgang mit Marihuana abstimmen. Während in North Dakota und Michigan über die komplette Legalisierung entschieden werden konnte, galt es in Utah und Missouri herauszufinden, ob medizinisches Cannabis in Zukunft legal für Kranke verfügbar gemacht werden solle. Und auch wenn das Ergebnis in North Dakota nicht zum Umlenken in der Drogenpolitik genügte, gab es einen messbaren Wahlsieg für Cannabis bei den Midterm Elections in den anderen Teilen der USA.

 

Bereits neun Bundesstaaten – sowie Washington DC – besitzen derzeit schon liberale Regulierungsgesetze, welche den Konsum und Handel von berauschenden Hanfwaren aus dem Schwarzmarkt heben konnten und so zu einem in der Öffentlichkeit akzeptierten Feld umwandelten. Nun gesellt sich nach den Midterm Elections am Dienstag ein weiterer Bundesstaat hinzu, in welchem die Staatsmacht zukünftig keine Bemühungen mehr anzustellen hat, sollte von potentem Cannabis die Rede sein. Michigans Bürger stimmten via Volksentscheid mit 56 Prozent für das sogenannte Proposal 1, welches dafür Sorge trägt, dass folgend ein regulierter Markt für das Genussmittel Cannabis geschaffen werden kann. Fortan wird es Personen über 21 Jahren in Michigan gestattet bis zu zwölf Hanfpflanzen anzubauen, oder sich straffrei in einem Shop zwecks persönlichen Konsumvorhabens mit einer gewissen Menge einzudecken – sobald es diese Bezugsquellen gibt. Voraussichtlich ab 2020. 70 Gramm dürfen nun jedoch von Personen unterwegs mitgeführt werden, 280 Gramm zuhause besessen. Somit hat die zuletzt jährlich 22000 in Michigan lebenden Amerikanern die Freiheit raubende Verfolgungspolitik endlich ein Ende und wird nach Aussagen von Fachexperten dadurch die dortigen Steuerzahler um circa 94 Millionen Dollar weniger erleichtern.
Auch in Utah und Missouri werden in Bälde weniger Menschen für den Gebrauch von Marihuana ins Gefängnis müssen, da dort mit 53 Prozent beziehungsweise 66 Prozent die jeweiligen Vorschläge für Gesetzesänderung angenommen wurden, die den Einsatz von medizinischem Marihuana im Krankheitsfall erlauben. Proposition 2 und Amendment 2 führen dazu, dass fortan in 33 Bundesstaaten der USA die natürliche Medizin aus Hanf ohne freiheitsberaubende Nebenwirkungen von bedürftigen Betroffenen eingenommen werden darf.

 

Nur in North Dakota wollten die Bewohner noch nicht in die Liga der legalisierenden US-Bundesstaaten aufsteigen, wo sich ganze 59 Prozent gegen das geplante Vorhaben des dortigen Referendums während ihrer Stimmabgabe entschieden. Möglich scheint diese verwunderliche Abneigung jedoch, da weder Besitzmengen noch Anbaugrenzen in dem als Measure 3 bezeichneten Legalisierungskonzept vorgegeben wurden, noch irgendwelche ausgetüftelte Regelwerke und Regulierungswerkzeuge für den anschließend legalisierten Handel existierten.

 

Insgesamt also eine recht vernünftige Wahl.

5 Antworten auf „Wahlsieg für Cannabis bei den Midterm Elections

  1. Der Realist ohne Kraut

    Ach ja, das klingt wieder zu gut, als das es irgendwelche Auswirkungen auf Deutschland und ihre ideologische Wirrköpfe hätte.

    Nur weil in teilen der USA die Leute mehr und mehr aufwachen, bewegt sich in unserem schön(blöd)en Staat noch lange nichts.

    Die Haltung einer Mortler und der anderen Fachidioten zeigte sich doch bereits mit der Legalisierung in Kanada. Das sind alles weitere Denkanreize um mehr Hürden und um härtere Gangarten in Deutschland festzulegen.

    Man kann sich nur für die Amis wünschen, dass es dort wenigstens zur einheitlichen Vernunft bewegt und dort die Bürger über eigene Einstellung zu Caanavis freier sind, als wir arme Tropfe in Deutschland.

  2. Otto Normal

    Ich beglückwünsche die USA zu der fortschrittlichen gesellschaftlichen Entwicklung.
    Und bei uns?
    Bei uns herrscht immer noch Nazidenken politische Verfolgung von Minderheiten mit vom Alkohol abweichendem Konsummuster und geistiger Stillstand.
    In Dumm-Täuschland gehen die Uhren leider viel langsamer als in der übrigen Welt, oft bleiben sie sogar ganz stehen. Z.B. Digitalisierung: in einigen Regionen werden die Datenpakete gefühlt noch von der Post per Briefträger mit dem Dienstfahrrad zugestellt.

    Auf eine erneute wirksamere Entnazifizierung unseres Justizapparates und der Regierung brauchen wir nun 70 Jahre nach dem WW II nicht mehr zu hoffen der Zug ist längst abgefahren, die ehem. Allierten haben da auch keinen Bock mehr drauf (zu teuer), zumal die auch nimmer alle so dolle Freund sind. Die Nazis die noch leben gehen auf die 100 zu. Da bringen lebenslange Haftstrafen nur noch soviel das man sie ohnehin auf Bewährung aussetzen muß. Die staatliche Strafvereitelung hat in diesem Bereich bisher hervorragend funktioniert.

    Wahrscheinlich werden wir warten müssen bis uns die Allierten nach dem nächsten Weltkrieg eine neuere modernere Verfassung schreiben und bei dieser Gelegenheit die menschenrechtswidrige Prohibition beseitigen. Denn bei der Anektion der DDR – wo eine neue Verfassung Pflicht gewesen wäre – waren unsere Politiker zu korrupt oder zu feige dazu, die Ossis froh das sie endlich Bananen und einen VW-Golf kriegen und die Wessis zu satt und zu faul um für eine Modernisierung oder Neuauflage einer gesamtdeutschen Verfassung zu demonstrieren.

    Nunja an der Sache mit dem nächsten Krieg in Europa wird ja längst gearbeitet. Man beachte den Rechtsruck der EU-Staaten besonders in Ost-Europa und bei uns kämpft an der Heimatfront der Europafeindlichkeit schon die Demokratie-Abrißbirne AFD dafür. Wir sind da also längst aktiv, geht halt heutzutage nicht so schnell einen Krieg anzuzetteln wie damals.
    Gut Ding will eben Weile haben.

    Aber können wir uns auf die Amerikaner unter Donald Trump denn noch verlassen das die hier auch erneut geordnet einmarschieren, die Regierung, Mortler und Thomasius verhaften und alles wieder neu auf Demokratie zurückstellen ohne uns dabei eine unbezahlbare Rechnung aufzumachen?
    Zu frisch sind noch die Erinnerungen an „Ami go home!“

  3. Rainer Sikora

    Was eigentlich normal sein,und leicht verständlich sein müßte,wird soweit kompliziert,daß gar nichts mehr leicht erscheint.

  4. Ralf

    “ Möglich scheint diese verwunderliche Abneigung jedoch, da weder Besitzmengen noch Anbaugrenzen in dem als Measure 3 bezeichneten Legalisierungskonzept vorgegeben wurden, noch irgendwelche ausgetüftelte Regelwerke und Regulierungswerkzeuge für den anschließend legalisierten Handel existierten.
    Insgesamt also eine recht vernünftige Wahl.“???????
    So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Wer hat denn diesen Mist wieder geschrieben?
    Dieser blödsinnige Regulierungswahnsinn schafft nur wieder neue Monopole und damit legale Mafia. Beim Alkohol war das auch nicht nötig, da hat es gereicht dieses blösinnige Gesetz einfach zu streichen,finito.

    So kriegen wir den Hanf niemals mehr zurück auf alle Äcker, wo er wie Weizen und Kartoffeln auch wachsen und die CO2 Bilanz verbessern helfen und unsere Böden entgiften kann. Ich kann nur immer wieder sagen, unter donnerndem Applaus geht die Freiheit unter, und der Dummdeutsche ist da führend. Der ist so dämlich daß er sich die Fesseln auch noch selbst anlegt.

  5. Krümel

    Hallo Hanf Journal,
    Südafrika hat quasi legalisiert, in Georgien geht man anscheinend auch lockerer mit Cannabis um.
    In Kanada ist Cannabis inzwischen erlaubt. Als Südkoreaner muss man sich dort den Cannabisgenuss so, wie es aussieht verkneifen, will man nach der Rückkehr in sein Heimatland bei einer möglichen Kontrolle nicht possitiv getestet werden.
    Uruguay hat legalisiert (allerdings nur für die Einheimischen).
    Auf den Nördlichen Marianen gibt es 50.000 freie Menschen mehr.
    Mexiko wird wahrscheinlich legalisieren.
    In den Niederlanden oder auf Jamaika ist es halb- oder dreiviertels legal, während man in Ländern wie Malaysia oder auf den Philippinen hingerichtet wird.
    In vielen Ländern ist mittlerweile medizinisches Cannabis legal, teilweise zumindest. Doch auch hier gibt es große Unterschiede.
    Wie sind die Bestimmungen bei medizinischem Cannabis?
    Bei welchen Krankheiten darf es eingesetzt werden, und wie wird in der Regel wirklich damit umgegangen? Reicht ein Rezept des Arztes, oder wird (wie z.B. in D-land) von den Krankenkassen entschieden, wer Cannabis bekommt – wenn er es nicht aus eigener Tasche bezahlen kann? Wie hoch sind die Preise für med. Cannabis – in D-land, bzw. im Ausland?
    So manch einer kann da schon mal den Überblick verlieren.

    Deshalb wäre es sehr nett von Euch, wenn Ihr eine aktualisierte Cannabis-Weltkarte veröffentlichen würdet.
    Es wäre toll, wenn Ihr dann in regelmäßigen Abständen (evtl. einmal im Quartal oder mindestens einmal im Jahr) diese Weltkarte aktualisieren würdet, um einen Verlauf der aktuellen Hanf-Politik zu veranschaulichen.
    Wenn Ihr Euch die Mühe machen wollt, bedanke ich mich (wohl auch im Namen der Hanflegalisierungsbefürworter) im Voraus.
    LG Krümel

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