Mittwoch, 11. April 2018

Verkauf von Cannabis in Kalifornien durch Hürden gehemmt

 

Hochrechnungen lassen Prognosen weiten Vorsprung.

 

 

In regelmäßigen Abständen erscheinen auf Finanznachrichtenportalen beste News über die stattfindende Legalisierung von Cannabis in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Rubel rollt, Unmengen an Steuergeldern werden geschaufelt sowie dringend benötigte Jobs geschaffen und eine riesige Industrie wächst unter Obhut des Gesetzes heran. Nun wird man jedoch erstmals von einem Wirtschaftsanalyseunternehmen durch Hochrechnungen über die wirklichkeitsnahen Geldeinnahmen informiert, die durch legalen Handel mit Cannabis von Anfang Januar bis Ende Februar in einem Bundesstaat gemacht wurden, der Marihuana für Genusszwecke zum 01.01.2018 erlaubte. Da der Verkauf von Cannabis in Kalifornien durch Hürden gehemmt würde, enttäuschten die nun erwarteten Zahlen etwas, wären aber unter den bestehenden Umständen dennoch als recht positiv zu werten.

 

Offizielle Schätzungen sprachen in der Vergangenheit von ungefähr 283 Millionen Dollar monatlich, die mit legalem Cannabis in Kalifornien verdient werden müssten. Das Marktforschungsunternehmen BDS Analytics will nun jedoch anhand der ihnen zur Verfügung liegenden Daten hochgerechnet haben, dass seit dem Vorhandensein eines legalen Cannabismarktes nur 339 Millionen Dollar innerhalb der ersten beiden Monate gemacht worden wären. Somit wäre es schwierig die prognostizierte Summe von 3,4 Milliarden Dollar im ersten Jahr des legalen Handels zu generieren. Gründe hierfür seien in der bürokratischen Bewältigung der Lizenzverteilung gegeben – die schlicht viel zu langsam vonstattenginge – sowie in den hohen Steuersätzen, mit denen die berauschenden Naturgüter belegt wurden. Mit fortschreitender Legalisierung und dem nun anstehenden Sommer gäbe es laut Analytiker Greg Shoenfeld jedoch keinen Grund zur Sorge, weil weitere Abgabestellen für mehr Verkäufe sorgten und in anderen Bundesstaaten wärmere Temperaturen bisher immer für ein Ansteigen der Nachfrage gesorgt hätten. Auch diskutierte man bereits in Kalifornien über die zu hohen Steuersätze, welche somit dem Schwarzmarkthandel in die Hände spielen würden. Offizielle Zahlen über den wirklichen Absatz von legalem Cannabis wird von offizieller Seite erst Mitte Mai erwartet, doch da von circa 6000 agierenden Marihuanahändlern bis Februar 2018 nur 580 Unternehmer vom Staat eine Lizenz erhielten, dürfte der Verlust an legal eingenommenen Dollar immens werden.
Vor diesem Hintergrund wirkten die von BDS Analytics hochgerechneten Zahlen daher dennoch positiv, weil trotz der angesprochenen Hürden im legalen Marihuanabusiness in Kalifornien ein beachtlicher Betrag in die langsam zählende Staatskasse geflossen wäre.

 

Wie der amerikanische, kanadische, israelische, deutsche und restliche Cannabismarkt besser zusammenarbeiten kann, um in Zukunft bei ähnlichen Weichenumstellungen gesetzlich gesetzte Hürden mit mehr Leichtigkeit zu überwinden, beraten viele Teilnehmer des grasgrünen Geschäftsfeldes unter anderem ab morgen auf der ICBC 2018 in Berlin. Prognosen umsetzen lernen.

2 Antworten auf „Verkauf von Cannabis in Kalifornien durch Hürden gehemmt

  1. Ralf

    Warum wohl? Weil die prohibitionistischen Menschenrechtsverbrecher das was sie für Recht halten, mal wieder vom größten Teil der verdummten Bevölkerung legitimiert, mit der Knarre durchsetzen dürfen und auch noch ein Monopol darauf haben. Die hinterlassen eher verbrannte Erde als nachzugeben, das haben die bei uns schon so gemacht als sie ihre grünen Uniformen gegen schwarze mit Totenkopf eingetauscht haben!

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