Mittwoch, 4. April 2018

Tod durch synthetisches Cannabis

 

Rattengift in K2 nachgewiesen.

 

Spice
Foto: Archiv

 

Schon oft wurden merkwürdige Verhaltensweisen kleinerer Menschenmengen der Wirkung synthetischer Cannabinoide zugeschrieben, die dank Laborkreation einen vervielfachten Rauscheffekt natürlicher Hanfgewächse imitieren. K2, Spice und andere Kräutermischungen, welche wohl auch mit dem von Pfizer hergestellten AMB-Fubinaca behandelt wurden, sorgten bei Konsumenten schon häufig für ungewollte Ausfälle und dann oft anschließend zu einem dem gemeinem Hanf zugeschriebenen Krankenhausaufenthalt. In den USA hat der Konsum von synthetischem Cannabis wohl nun zwei Menschen das Leben gekostet, da noch weitere unerwünschte Stoffe in dem „Legal-High“ vorhanden waren: Tod durch synthetisches Cannabis – Rattengift in K2 nachgewiesen.

 

In Illinois wurden über fünfzig Personen mit schweren körperlichen Leiden in Hospitale eingeliefert, nachdem sie die dubiosen Kräutermischungen konsumierten. Alle Patienten litten laut Gesundheitsbehörde unter den gleichen Symptomen, die sich in schrecklichen Auswirkungen zeigten. Blut aus Nase, Mund, Ohren, den Atemwegen und im Urin soll bei den Betroffenen geflossen sein, von denen nachträglich neun Personen positiv auf das Rattengift Brodifacoum getestet wurden. Ein 22-Jähriger verstarb, nachdem er K2 zu sich genommen hatte und unter inneren Blutungen litt, doch ein Test muss erst noch vollständige Gewissheit erbringen – in 20 bis 30 Tage wisse man mehr. Ein weiterer Mann in den Zwanzigern verstarb ebenso während des Ausbruchs der sich häufenden Symptome, doch es gibt noch keine genauen Aussagen über dessen Verscheiden. Aufnahmehemmungen des Vitamins K, die durch Brodifacoum hervorgerufen werden, ließen sich aber nach dem Konsum der kontaminierten Räuchermischungen nicht durch regulär erhältliche Vitamin-K-Quellen beheben, sondern benötigten teils Monate fachmännischer Behandlung, teilt man zu Sicherheit mit.

Die Behörden in Illinois warnen daher auch die Öffentlichkeit via Mitteilungen vor dem Konsum der synthetischen Substanzen und suchen weiterhin nach Händlern, die das kontaminierte Rauschmittel verkaufen. Drei Beteiligte sind bisher von der alarmierten Polizei festgenommen worden, von denen neben Geldmengen in Höhe von 280000 Dollar auch gleich knapp fünf Kilogramm der besagten Kräutermischungen beschlagnahmt werden konnten. In angrenzenden Bundesstaaten, die wie Illinois auch keinen legalen Zugang zu Marihuana gewähren, wartet man daher bereits geduldig auf ähnliche Fälle, von denen auch schon zwei in Indiana gemeldet worden sind.

 

Da erste wissenschaftliche Studien an synthetischen Cannabinoiden eigentlich keine großen gesundheitlichen Risiken implizierten, zeigt auch der schamlose Schwarzmarkthandel in Übersee beeindruckend, was man sich mit dem sinnfreien Festhalten an prohibitionistischen Zuständen alles zusätzlich ins Haus holt. Natürliches Cannabis aus volksgesundheitlichen Gründen zu legalisieren, würde für viele angesehene Berufsgruppen wohl aber einfach viel zu langweilig …

 

… bis hin zum Totengräber.

4 Antworten auf „Tod durch synthetisches Cannabis

  1. train

    Geehrte Frau Mortler, auch wenn Sie diesen Kommentar wohl zu 99,9% nicht lesen werden, fühle ich mich verpflichtet Sie um ein Umdenken zu bitten.
    Wenn es Ihnen nur gelingen würde ihre bisherige Überzeugung das Kinder und Jugendliche durch eine Legalisierung leichter an Cannabis kommen würden über Board zu werfen und einmal mehr über den Tellerrand zu schauen, natürlich sind wir Erwachsenen von Natur aus stur und halten an den eigenen Vorstellungen und Idealen fest.
    Ja ich weiß aus eigener Erfahrung warum Cannabis eine Einstiegsdroge ist, wenn nämlich der Dealer nur einmal kein Cannabis hat, aber einem stattdessen etwas anderes anbietet, dann wird jeder noch so heilige Vorsatz „ich fasse das andere Zeugs ( Crystal, Heroin ,Crack) niemals an“ über Bord geworfen.
    Natürlich neigen wir Erwachsenen dazu stur zu unseren eigenen Idealen und Überzeugen zu stehen und sich Fehler

  2. train

    Geehrte Frau Mortler, auch wenn Sie diesen Kommentar wohl zu 99,9% nicht lesen werden, fühle ich mich verpflichtet Sie um ein Umdenken zu bitten.
    Wenn es Ihnen nur gelingen würde ihre bisherige Überzeugung das Kinder und Jugendliche durch eine Legalisierung leichter an Cannabis kommen würden über Board zu werfen und einmal mehr über den Tellerrand zu schauen, natürlich sind wir Erwachsenen von Natur aus stur und halten an den eigenen Vorstellungen und Idealen fest.
    Ja ich weiß aus eigener Erfahrung warum Cannabis eine Einstiegsdroge ist, wenn nämlich der Dealer nur einmal kein Cannabis hat, aber einem stattdessen etwas anderes anbietet, dann wird jeder noch so heilige Vorsatz „ich fasse das andere Zeugs ( Crystal, Heroin ,Crack) niemals an“ über Bord geworfen.
    Wäre die Prohibition nicht, hätten wohl viele Leute niemals mit den härteren Sachen angefangen,
    wie im Artikel beschreiben weichen die Leute auf diese Kräutermischungen aus, weil diese eben immer neu erfunden und so nicht verboten werden können und weil man sie eben leicht bestellen kann und nebenbei kann man dann auch gleich ecstasy und amphetamin ähnliche Pulverchen (Badesalz) gleich dazu bestellen und von hier besteht doch die weitaus größere Gefahr.
    Sie haben bedenken das Canabis unterschätzt wird, das danach die Jungendlichen denken naja so schlimm sind Drogen im allgemeinen ja gar nicht, aber das stimmt nicht, Jugendliche wissen genau wie Crystal Meth- Süchtige schon nach kurzer Zeit aussehen und das will wirklich niemand.
    Was bringt es denn die Leute unnötig zu bestrafen und sie so aus der Gesellschaft zu drängen, denn so schlimm sind Kiffer doch gar nicht, oder ? Bei Crystal-Meth versteht wirklich jeder warum es verboten ist.
    Bitte denken Sie um, damit würden sie ganz Deutschland überraschen und wahre stärke zeigen.

  3. Lotus

    Jetzt mal ganz im ernst ,kein gesund denkender Mensch auf der ganzen Welt würde jemals freiwillig
    eine künstliches Cannabis Immitat rauchen,wenn man das Original (Cannabis) in guter sauberer Form zu verfügung hat.
    Da ist dann doch die Frage,was nicht sonst noch alles passieren muß,
    bis die Verantwortlichen einlenken, bzw. weltweit merken ,
    was sie durch ihre unmenschliche Drogenpolitik anrichten…
    ist ja nicht das erste mal,das so etwas passiert,
    ich wünsche den betroffenen gute besserung und hoffe das sich so etwas wie Spice und Co in Zukunft
    nicht mehr verkauft,weil Cannabis dann überall legal ist.

    Peacezeichen gruß an alle Legalisierer,Patienten und Freizeitkonsumenten ;D

  4. Patrick

    Ich habe das Zeug auch mal probiert vor 3 Jahren und es hats mir übel besorgt, mit optics und all sonem Kram was man eigentlich gar nicht haben möchte. Dann kamen paar Gesetze (was gut und richtig war) und vor nem halben Jahr hatte ich mal wieder was bei nem Kumpel probiert und war überrascht wie nah das dem Original kam. Nichts desto trotz muss son Kram nicht sein,wenn man sowas aus der Natur bekommen kann. Aber es ist auf jeden Fall eine Begleiterscheinung der dummen und sinnfreien Prohibition.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.