Mittwoch, 13. Juli 2016

Menschenmenge erlebt Überdosis K2 in New York

 

Synthetisches THC ließ über 30 Menschen schüttelnd zu Boden fallen

 

Spice
Foto: Archiv

 

Da auch im Staate New York noch kein Cannabis reguliert im Handel erhältlich ist, bedienen sich unachtsame Kiffer immer häufiger künstlich hergestellter Cannabinoide – den sogenannten Legal Highs. Synthetisches THC ließ über 30 Menschen in New York nun schüttelnd zu Boden fallen, wie unterschiedliche Nachrichtenportale berichten. Eine Menschenmenge erlebt eine Überdosis durch K2.

 

Wie der Guardian berichtet, sind in New York über zwei Dutzend Personen durch den Konsum von synthetischem Cannabis in Form von K2 auffällig erkrankt und deshalb in ein Hospital eingeliefert worden. Dienstagmorgen waren die ersten Hinweise bei der Polizei eingegangen, dass Menschen an einer Straßenecke in Brooklyn auf dem Boden herumlägen, an Bäumen Halt suchten und sich dazu schüttelten. Die Daily Mail zitiert in ihrer Überschrift die Aussagen eines Augenzeugen, der den Zustand mit einer Episode der TV-Serie „The Walking Dead“ verglich. Videos liefern bewegte Bilder des Ereignisses.

 

Der Kiez der Bedford-Stuyvesant Nachbarschaft in Brooklyn habe sich nach Bewohnerbeschreibung zu einem Hotspot für den Missbrauch der künstlich produzierten Substanz entwickelt, welcher nur schwer unter Kontrolle zu bringen wäre. Wohl auch aufgrund strenger Drogentests hätte sich unter den Menschen der Trend zur synthetisch hergestellten Droge entwickelt. Genauso wie die leicht veränderten Molekülstrukturen einem Verkaufsverbot in regelmäßigen Abständen entgegenwirken, erkennen die Drug-Screenings der Arbeitgeber die modifizierten und wohl länger an den Gehirnrezeptoren haftenden Wirkstoffe nicht.

 

Über 6000 Menschen wurden seit 2015 in dem Gebiet um New York aufgrund des Konsums von Legal Highs in Krankenhäusern behandelt; zwei Personen verstarben.
Eine unglückliche Situation.

4 Antworten auf „Menschenmenge erlebt Überdosis K2 in New York

  1. Cosmo

    Ach. All die Berichte über Probleme der Drogenprohibition. Wer sagt mir den nicht, dass dahinter die Pharmaindustrie steckt. Die haben die Mittel, die Produktionsstätten und die Vertriebswege. Wo Geld ist, wird immer Geld sein. Der einzig wahre Glauben ist der ans Geld und die einzig wahre Religion der an den Kapitalismus. Stellt euch mal vor, Medikamente wären illegal, dass gäbe einen Schotter….

  2. Surak

    Wäre „shaking“ hier nicht viel treffender mit „zitternd“ übersetzt? Oder waren das lauter Whiskeymixer?

  3. X-KIFFER

    Die Menschen haben ein Bedürfnis nach Rausch, sogar Tiere haben das. Auch Frau Mortal und Herr Tortenguss berauschen sich am Alkohol. Egal wie die Gesetzeslage ist, die Menschen finden einen Weg an den Rausch zu kommen. Wenn nicht legal dann illegal oder eben mit gefährlichen Substanzen. Es ist wie die Geschichte mit dem Hasen und den Igeln. Der Gesetzgeber wird immer hinterherhinken. Prohibition ist Verantwortungs- und wirkungslos, ebensogut könnte man Geschlechtsverkehr verbieten und nur noch künstliche Befruchtung erlauben. Die Menschen würden es dennoch tun.
    Die Strategen die Prohibition durchsetzen sind nach meiner Meinung Schwerstverbrecher und Mörder! Sie haben die Opfer auf dem Gewissen. Jeder der nichts dagegen unternimmt leistet Beihilfe durch Schweigen.

    BTMG? Drauf geschissen!!!

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