Sonntag, 18. März 2018

Alte Argumente gegen die Legalisierung von Cannabis

 

Interview mit der alten und neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler.

 

Cannabis
Bild: Pressefoto von Marlene Mortler

 

Das deutschsprachige Internetradio Detektor.fm hat es nach viel Mühen und Anstrengungen der Zündfunkredaktion des Bayrischen Rundfunks erreicht, dass die neue und alte Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler zu einem Interview Zeit fand und sich über die Thematik der Cannabislegalisierung zu äußern bereit empfand. Fragen, welche die widerborstige Haltung der 62-Jährigen erklären sollten, wurden von Florian Schairer für das Sendeformat „piqd-Hintergrund“ zusammengestellt und passend nach der kürzlich erst im Bundestag stattfindenden Diskussion über Legalisierungsvorstöße von Gründen, FDP und Linksfraktion gestellt. Da als Antworten erneut nur alte Argumente gegen die Legalisierung von Cannabis vorgetragen wurden, konnte der Gesprächspartner Marlene Mortlers die kompletten Sätze jedoch mehrfach nicht in voller Länge ertragen, sondern musste der Drogenbeauftragten mehrfach ins Wort fallen, sodass sogar anschließend eine Beschwerde seitens des Referatsleiters ins Haus flatterte. Die vom Journalisten ausgesprochenen Gedanken hätten vom Deutschen Hanfverband stammen können, beklagte man sich nachträglich über den Gesprächsverlauf bei der Redaktionsleitung, weshalb dem jetzt verfügbar gemachten Gespräch vielleicht besonders gut zugehört werden sollte.

 

Das Märchen über erhöhte Wirkstoffgehalte im Marihuana, Bedenken über einen geringen zu erwartenden Wissensgewinn durch angepeilte Cannabis-Modellprojekte, sowie die Klage über die stattfindende, verharmlosende Legalisierungsdebatte lassen den Gesprächspartner Marlene Mortlers mit fundierten Gegenargumenten die Sätze der Drogenbeauftragten unterbrechen, sodass sich diese letztendlich verpflichtet sieht, auf die Einhaltung der UN-Drogenkonvention zu verweisen, welche jegliche Veränderungen in dieser Frage unmöglich machten. Das Verbot von Marihuana funktioniere auch „sehr wohl“, wird sogar auf den Hinweis geäußert, dass Cannabis trotz Prohibition in der Gesellschaft tagtäglich konsumiert würde – was eine Marlene Mortler aber dann natürlich nicht davon abhält, kurz darauf den straffreien Konsum als liberale Politik anzupreisen. Kopfschmerzen sind Zuhörern also definitiv garantiert …

 

Da mittlerweile auch Sendeformate auf großen Privatfernsehsendern über die (trotz UN-Drogenkonvention) stattfindende Cannabislegalisierung in bunten Bildern und ohne vorgehaltene Hand informieren, wird die von Frau Mortler gefürchtete Argumentationskette eines Deutschen Hanfverbandes immerhin bei uns logisch von amerikanischen Mitmenschen im Abendprogramm erklärt. Im Gegensatz zu einer gezwungen junge Menschen ansprechen wollenden Drogenbeauftragten auch ganz spontan und authentisch.

8 Antworten auf „Alte Argumente gegen die Legalisierung von Cannabis

  1. Bigjoe

    So lange Frau Mortler ihr Wein und Bier genießen kann
    werden weiter hin ihre Gehirn Zellen
    absterben und logisches Denken schweift in weiter Ferne .

    Es ist schon traurig das eine Frau so viel Geld jeden Monat erhält für Intelligenz
    Die nicht mal von Mittag bis 12 denken kann .

    Wer CSU wählt wählt halt Menschen deren IQ nicht mal zweistellig ist

  2. Lars Rogg

    Es ist die olle Mortlerin..!! So what… von der war, ist und wird in Zukunft nichts logisches, ehrliches oder gar intelligentes zu erwarten sein. Jetzt hat sie noch so einen verblendeten Augenwischer als Chef, nämlich den Herrn Spahn. Der hat sich und seine weltfremde Weltsicht auf die Verhältnisse schon wiederholt zum Besten gegeben. Als da wäre die Aussage, dass Hartz 4 ler nicht arm wären oder das es keine zwei Klassen Medizin geben würde oder eben sein Statement in einer TV Diskussion, in der er sagte, dass immer mehr Jugendliche in Suchtkliniken eingeliefert werden würden. Das ist sogar möglich…mit Psychoonkeln wie Thomasius oder Holm Hadulla bist du schneller ein gefährdeter Süchtiger als man sich einen Joint anzünden kann. Spahn hat sich im Verlauf des Gesprächs nicht gerade wissend oder objektiv über das Kraut geäußert hat. Nun mit diesen zwei Koryphäen als Gegenspieler werden wir weiter kämpfen müssen. Zumindest die nächsten 3,5 Jahre, wie gegen sehr einfältige und vorurteilsbeladene Windmühlen mit kaputten Flügeln im Oberstübchen…Gegen diese Politiker wirkt Don Quichotte wie ein Nobelpreisträger…Pech für uns !!

  3. Jointi

    Mortler und Konsorten werden uns noch einige Jahre erhalten bleiben, da Deutschland immer weiter nach rechts rückt. Soll ja selbst Kiffer geben, die sich von rechtsaußen einlullen lassen und sogar Naziparteien wie die AfD wählen..

  4. Karli

    Eine Konvention ist eine Vereinbarung, ein Abkommen, also ein Vertrag. Verträge kann man kündigen, auch fristlos. Es gibt keinen Grund an der albernen Drogenkonvention (mindestens im Bezug auf Hanf) festzuhalten.
    Die meisten Nachbarländer Deutschlands kümmern sich nicht um diese Drogenkonvention. Und das ist gut so. 😉
    Es ist also gelogen, das „… jegliche Veränderungen in dieser Frage unmöglich …“
    Die Drogenkonvention kündigen!

  5. Patrick

    Macht auf mich einen verwirrten Eindruck die Frau. Kommt rüber wie “ Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt“ Fakten werden einfach ignoriert.

  6. Der Realist ohne Kraut

    @ Rainer Sikora
    Einen Satz, der präzise auf Frau Mortler zu trifft.

    @ Karli
    Richtig! Verträge aus politischer Anlage sind heutzutage nur noch reinste Papierverschwendung! Politische Richtlinien und insbesondere Gesetze werden und wurden schon immer verletzt oder direkt gebrochen, teilweise gebeugt. Gerade die Politiker kennen sich mit Vertragsverletzungen am besten aus.

    Dass das Interview der beiden keinesfalls genauer verfolgt werden muss, zeigt schon Frau Mortlers drei, vier Standard-Phrasen in der Vergangenheit. Dass jetzt derartige lächerliche, fast naiv kindliche Rechtsfolgen gegenüber des Senders erhoben wurden, zeigt selbst mir als eher pessimistisch Veranlagten eine neue Sichtweise im Bezug darauf, dass Frau Mortler und ihre politischen Freunde aus CDU/CSU keinen wirklichen Sinn mehr sehen.
    Da wundert’s mich nicht, dass viele nur noch Sand sehen… Kopf hoch! Die Wirklichkeit sieht anders aus. Aber lieber lassen die Chrisunioner den Kopf unten…
    Wie muss sich das anfühlen, wenn man nur mit dem Rücken zur Wand steht!?

  7. Ralf

    @Der Realist ohne Kraut
    Mit dem Rücken zur Wand stehen immer diejenigen die keine Knarre und ein Gewaltmonopol haben. So war es und so wird es immer sein !

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