Dienstag, 19. Dezember 2017

Handel mit Cannabis-Stecklingen in Österreich bald verboten?

 

 

Die von Konservativen und Rechtspopulisten geführte Regierung will der Cannabis-Branche die Lampen ausknipsen

 

 

 

Cannabis
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Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

 

Das ist eine schöne Bescherung für die Hanfcommunity Österreichs – so kurz vor Weihnachten. Gestern wurde in der Wiener Hofburg die neue Regierung von ÖVP und FPÖ von Bundespräsident Alexander Van der Bellen vereidigt – einer Regierung, deren Programm nichts Gutes für die Grund- und Freiheitsrechte in der Alpenrepublik verspricht. Unter der Überschrift „Zusammen. Für unser Österreich“ listet die türkis-blaue Regierungskoalition ein paar „Prinzipien“ auf, die bei genauer Betrachtung jedem Humanisten die Haare zu Berge stehen lassen.

 

Nun gut, die Wählerinnen und Wähler in Österreich haben es gewollt, dass ein rotwangiges Kind Bundeskanzler und ein angeblich geläuterter Vollblutnazi dessen Stellvertreter wird. Nun dürfen sich die Bürger auf all das freuen, was sie sich in ihrer künstlichen Aufregung gewünscht haben: einen Staat, der kackfrech zu Gunsten der Reichen und Schönen Sozialabbau betreibt, Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen die Ersparnisse stiehlt und die Südtiroler heim ins Reich holen will – um nur einige Ungeheuerlichkeiten zu nennen, die die Österreicher die nächsten fünf Jahre zu ertragen haben.

 

Auch der Hanfcommunity stehen schlechte Zeiten bevor. Denn mit der Inthronisierung des jüngsten Kanzlers aller Zeiten (JüKaZ) wurde bereits das erste Wahlversprechen gebrochen. Vor der Wahl hat sich Sebastian Kurz gegen seinen wesentlich älteren Komplizen Heinz-Christian Strache von der FPÖ gestellt und sich für einen zeitgemäßen Umgang mit Cannabis ausgesprochen. Doch plötzlich will der 31-jährige Grünschnabel davon nichts mehr wissen. Auf Seite 44 des Regierungsprogramms haben sich wie von Zauberhand sieben Wörter eingeschlichen, die eine klare Ansage machen: „Verbot des Verkaufs von Hanfsamen und Hanfpflanzen“. Offensichtlich hat sich das Bastilein von Meister Strache belehren lassen, dass eine rechtsnationale Regierung niemals ihren Frieden mit dem Hanf machen wird. Und das gilt nach FPÖ-Verständnis für jedes Wachstumsstadium des Pflänzchens – selbst wenn es noch nicht geschlüpft ist.

 

Inwieweit die Androhung, den Handel mit Cannabissamen und -Stecklingen unter Strafe zu stellen, in die Tat umgesetzt werden kann, lässt sich schwer einschätzen. Die ARGE CANNA, ein Verein zur Unterstützung von Cannabis-Patienten in Österreich, hat sich darüber den Kopf zerbrochen und ist zu dem Schluss gekommen, dass die geplante Novellierung des Suchtmittelgesetzes nicht durchzusetzen ist, da der wirtschaftliche Schaden einfach zu groß wäre. Überdies ist der Halbsatz im Regierungsprogramm viel zu unpräzise, um daraus ein Gesetz zu basteln, das den Gerichten die rechtliche Grundlage gibt, aus braven Steuerzahlern mal eben Suchtgiftverbrecher zu machen.

 

Bleibt also abzuwarten, wohin die Reise der rechtsnationalen Regierung unter Strache/Kurz in Sachen Cannabis geht. Das angekündigte „Verbot des Verkaufs von Hanfsamen und Hanfpflanzen“ könnte schneller als gedacht zum Rohrkrepierer werden, wenn sich die parlamentarischen Gremien damit befassen und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile Meister Strache und seinem Lehrling eine Abfuhr erteilen.

 

 

4 Antworten auf „Handel mit Cannabis-Stecklingen in Österreich bald verboten?

  1. Rainer Sikora

    Hab mich schon gewundert,weil zum Beispiel Deutschland noch nicht gemeckert hat,wegen der Gefahr einer Pflanzenseuche in Österreich.Aufatmen bei vielen Prohibitionisten.Bald darf es auch dort nicht mehr leben und vor allem nicht mehr Wachsen.Weihnachten kann kommen.Prost.

  2. Cannapot Hanfshop

    Ein absoluter Horror was die Dösis hier gewählt haben – aber die Mehrheit will es leider so, die Mehrheit will eine „Starke Hand“ die einem sagt wo es hinlaufen soll.

    Das ist das besch***** Regierungsprogramm ever, nicht mal vor knapp 20 Jahren als es schon Schwarz/Blau gab, war es so arg. Es sind nicht nur die Hanfsamen und die Stecklinge, diese Regierung verarscht den ‚kleinen Mann‘ … genau die die diesen Sumpf an Rechtspopulisten gwählt haben, genau die werden nun zur Kasse gebeten.

    Ist wirklich erstaunlich was hier im Alpenland abläuft – die Überwachung wird auch verschärft und und und…für unser Biz ist das geplante Verbot wirklich hart ABER das ist längst nicht alles, warm anziehen in den nächsten Jahren…

  3. Ralf

    Und wieder dreht sich das Rad der Zeit, und wieder mal rückwärts, das habe ich alles schon vor Monaten voraus gesagt, auch was in den USA unter Dump und diesem Sessonsarschloch jetzt läuft war absehbar und ist erst der Anfang.

  4. Matthias

    Wer Gesetzte braucht der geht wählen. Es ist leider nicht jeder Österreicher korrekt und gescheit. In gegenteil. Mehr als die hälfte sind Gesetztesbrecher (Kein Wunder wenn man seine Familie ernähren will und gerade genug Lohn für seine Grundkosten bekommt und das ganze Monat Hungern muss). Eine andere hälfte der Österreicher ist wiederum so dumm, dass es Gesetzte braucht um sich selbst vor dummheiten zu schütze oder andere zu unterdrücken um sich selbst in ein besseres Licht dazustellen. Wir sind alle Sünder. Das weis jeder von sich selbst. Aber diese Gesetzt gegen die Natur ist einfach nur unnötig. Kann auch Samen grosszüchten und mit Stecklingverkauf gewinn machen. Samen lassen sich leicht Schmuggeln. Die einzigen die das Ärgern wird sind die Industriehanf Bauern. Jedes Gesetzt trifft auch unschuldige. Aber macht euch keine Sorgen wegen Stecklinge. Die wird man genau so leicht bekommen wie ein Joint in einer Wiener Hauptschule. Gesetzte sind machtlos ausser es sind Gottes gesetzte. Jeder weis selbst was Richtig und Falsch ist. Wir sind keine Kinder mehr und man kann uns nicht alle einsperren.

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