Montag, 18. September 2017

Martin Schulz will nun doch keine Cannabis-Freigabe

 

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, schüchtert Kanzlerkandidaten der SPD ein

 

Cannabis
Bild: Archiv

 

 

Eine tagesaktuelle Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Noch vor wenigen Tagen hatte der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, Martin Schulz, großspurig verlauten lassen, er wolle die Legalisierung von Cannabis zur Gewissensfrage machen und im Bundestag darüber abstimmen lassen, ohne dass die Abgeordneten den Fraktionszwang einhalten müssen. In einem Interview mit Youtube-Stars hatte der SPD-Chef angekündigt, im Falle einer Kanzlerschaft über alle Fraktionen hinweg eine Initiative zu starten, mit dem Ziel, der Cannabis-Prohibition ein Ende zu bereiten und alle Kriegshandlungen gegen die Hänflinge einzustellen.

 

Doch Pustekuchen! Nachdem sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), zu Wort gemeldet und Schulz wegen seiner Aussagen massiv kritisiert hatte, ruderte der Möchtegernkanzler zurück. Offenbar hat er sich Mortlers Rüffel zu Herzen genommen, so dass er es nun für falsch halte, sich im Namen der Sozialdemokratie für eine Befreiung der Cannabis-Konsumenten einzusetzen. Dies äußerte Schulz in einem Gespräch mit dpa-Reporterin Anja Stein für die „Radiozentrale“, die für 47 Privatradios die Aktion „Hörer fragen Kandidaten“ veranstaltete.

 

Marlene Mortler, die einen erbitterten Kampf gegen alle Menschen führt, die das illegalisierte Heilige Kraut als Balsam und Genussmittel verwenden, freut der Sinneswandel. Hat ihre Mahnung an Martin Schulz doch tatsächlich gefruchtet und den rückgratlosen SPD-Opportunisten wieder auf Spur gebracht.

„Die Entscheidung über den richtigen Umgang mit Cannabis ist nun wirklich keine Gewissensfrage“, hatte die CSU-Politikerin den „Passauer Neuen Presse“ diktiert. „Ich habe keine Ahnung, was die SPD beim Thema Cannabis eigentlich will. Manche treten für die Legalisierung ein, andere sind dagegen, und Herr Schulz weiß nicht, wie er entscheiden soll.“

 

Für die Anti-Hanf-Kriegsherrin der CDU/CSU gibt es für eine pauschale Legalisierung weniger Gründe als je zuvor. Die gnadenlose Prohibitionistin aus dem Freistaat der Biertrinker wirft überdies den Grünen, Linken, der FDP und Teilen der SPD „völlig verantwortungslose“ Positionen in der Cannabis-Diskussion vor.

 

Das heißt im Klartext, verantwortungsvoll handelt nur der, der den Krieg gegen den Hanf bis zum Sankt Nimmerleinstag führen will und dabei Millionen unschuldige Menschen zu Freiwild der Strafverfolgungsbehörden macht. Auch Martin Schulz will künftig verantwortlich denken und handeln – ganz im Sinne von Marlene Mortler, die einen erbarmungslosen Vernichtungskrieg gegen die Hänflinge führt und in ihrem Eifer gar nicht merkt, dass sie schwere, sehr schwere Schuld auf ihre schwarze, sehr schwarze Seele lädt.

 

32 Antworten auf „Martin Schulz will nun doch keine Cannabis-Freigabe

  1. Revil O

    Solche Aussagen von solch einer politischen Nullnummer wie Martin Schulz sind absolut bedeutungslos.
    Für mich sind schon seit Dekaden die Sozialdemokraten keine wirkliche Alternative mehr zum sog.neoliberalen Dünnschiss&Co.
    Man darf diese Aussage von Herrn Schulz eher als Bittstellung ansehen für weitere 4 oder bald sogar 5 Jahre der politische Wurmvorsatz für die CDU /CSU und Frau Merkel zu sein und so weitere 4 oder 5 Stillstand und Schlechtigkeiten mit zu verantworten.
    Mein persönliches Fazit: Noch zwei-oder drei Legislaturperioden dann sind diese Möchtegernsozen ein für alle mal Tod weil bis dahin der Letzte politisch interessierte Bürger erkannt hat wie überflüssig sich diese Partei seit wirklich vielen Jahren selbst gemacht hat.

    Greetz

  2. X-KIFFER

    X-Kiffer, so geht das nicht, Bruder! Dein Hasspost musste entfernt werden. Deine Wortwahl ist unterstes Niveau. Das ist die Sprache des Nazipöbels und eines Haschbruders nicht würdig.
    Völlig absurd auch Deine Aussage, dass ausgerechnet das Spießerpack der AfD das ersehnte Ende der Prohibition einläutet.

    Gruß
    Sadhu van Hemp

  3. COSMO

    Wird mit der AFD aber nicht passieren. Letztlich bleibt es Aufgabe der Gesellschaft, für Umbrüche zu sorgen. Es gibt aber genug zufriedenen in diesem Land. Ich sehe das größte Problem in unserem Wahlsystem.
    Durch die 5 % Hürde werden viele Meinungen unterdrückt. Dadurch entsteht Frustration in der Gesellschaft, man Gewinnt den Eindruck, man kann sowieso nichts verändern. Wahlbeteiligung sinkt dadurch. Kombiniert mit dem Koalitionszwang entsteht eine Situation, in der die CDU über gesellschaftliche Themen entscheiden, als hätten sie den Rückhalt von mehr als der Hälfte der Stimmen. (Real 0, 55 ( Stimmen CDU +SPD ) x 0.6 ( Wahlbeteiligung) ~0.35 also 35 % Volksmeinung. Mit einem Drittel regieren als habe man mehr als die Hälfte. Deutsches Wahlsystem… Deswegen wird es direkte Demokratie und die Senkung der Wahlschwelle niemals geben…

  4. Contra

    Martin Schulz ist genauso unglaubwürdig wie seine Partei. Aber wer heute noch SPD wählt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Diese so genannte Drogenbeauftragte der CSU sollte sich für ihre Politik schämen. Ihre mittelalterlichen Vorstellungen spielen der organisierten Kriminalität in die Hände. Diese greift die Einnahmen ab, die dem Staat durch seine ablehnende Haltung gegenüber einer Legalisierung und Cannabis-Besteuerung flöten gehen. Und das vor dem Hintergrund von fast 3 Millionen armutsgefährdeten Kindern in diesem Land! Das nenne ich verantwortungslose Politik.

  5. JohannM

    Die Wahl von Schulz ist nichts anderes als die Verlängerung von Merkels Amtszeit.
    Die Fortführung der Groko wird so wohl leider das Ergebnis sein.

    Meine Stimme geht dieses Mal an Grün, um damit wenigstens für eine möglichst starke Opposition zu sorgen.

    Mit einer Änderung der Cannabis-Politik wird es aber sicher auch in den nächsten 4 Jahren nichts. Die Schwarzmarkt-Mafia kann erst mal aufatmen …

  6. U-G

    Die Christliche Dumping Union = CDU

    Die Christliche Schwester Union = CSU

    Die Schwarzen Peter Demokraken = SPD

    Die Freien Dollar Perversen = FDP

    Addi und Steinzeit Fuck Für Deutschland = ASS(I)FFD

    Rot Rot Grün ist die Liebe, Schwarz ist das Loch, ob „DU“ wählst oder nicht, entscheidet dann jemand anderes, in deinen Namen über „Dich“…
    Um eine wirtschaftliche Katastrophe zu vermeiden, gilt es Neo-Faschismus zu vermeiden. M.M.n.

    Als Beispiel.:
    Trump meinte durch seine Experten-Persil-Technisch abgesegneten „Lüge“ vom „Heiligen Vater“=GOTT persönlich…Es gebe keinen Welt-Klima-Wandel…
    Dann kam die „Heilige Irma“ mit 230 Km/h über sein „Toupet“ gefegt…
    „Halleluja“ sag ich nur…

    Und zu guter Letzt…noch etwas aus der “ Bibel „…

    liest du hier…

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/nachdenken-ueber-judas-wir-sind-alle-verraeter.1124.de.html?dram:article_id=382871

  7. o-ton

    Wann kommen die Legalisierer endlich mal von ihrem ermüdenden „Wir haben die besseren Argumente“-Trip runter? Naiv ohne Ende.

    Es geht nicht um Argumente sondern um Interessen. Alkohol- Tabak- und Pharma/Gesundheitslobby sowie Arbeitgeber und Eltern haben kein Interesse an einer Legalisierung, darum werden die Politiker diese auch nicht umsetzen.

    Hanf hat keine Partei und keine Lobby, nur den Hanfverband und der spielt das Spiel brav mit.

    DHV-Mitgliedschaft kündigen und das gesparte Geld für Anwalt/MPU etc. zur Seite legen sowie das korrupte Politgesocks durch Nichtwählen abstrafen ist alles was einem bleibt. Die ÖR-Mafia und die Krankenkassen gehören ebenso boykottiert aber das macht ja mittlerweile auch nur noch für diejenigen Sinn bei denen es nichts zu pfänden gibt

  8. rainer sikora

    Das ungleiche Kräfteverhältnis verhindert ein vorwärtskommen.Die Befürworter werden sogar wieder zurückgeschoben.Es sah schon mal erfolgversprechender aus.Wenn sich nichts ändert ist der Kampf aussichtslos.

  9. E.B.

    Freigabe wollte Schulz doch eh nicht, hat er ja auch vollumfänglich erklärt: Weil er mit Alkohol nicht klarkam, sollen andere nicht mit einer anderen Droge klarkommen. Is klar…

    Schaue gerade https://www.youtube.com/watch?v=VMjUR_cY8g4, Herr Gabriel erklärt, wofür die SPD seit 154 Jahren steht: dass der Einzelne ohne Unterdrückung sein Leben frei gestalten kann. Soso…

  10. Hermes

    Moin.
    Wenn ich das also richtig sehe, dann sollte man Die Grünen/Die Linken wählen, für eine starke Opposition, laut Hanf Verband.
    Aber wie stehen denn dafür die Chancen? Wie wahrscheinlich ist Rot-Rot-Grün?
    Die FDP scheint ja auch eine liberale Cannabis Politik zu haben, aber deren Parteiprogramm ist nicht mein Fall.
    Weshalb haben wir nochmal keinen Volksentscheid? Stimmt ja, dann müssten die Politiker ja tun was die Mehrheit Deutschlands will.
    Mfg Hermes

  11. flegel45

    CDU/CSU, die SPD und die deutsche Drogenmafia sind sich also einig, keine Freigabe von Cannabis in dem Land wo wie gut und gerne leben!!! :):):)

  12. Dude

    Volksentscheide müssen her dafür. Das wird sonst alles nichts mehr mit der Legalisierung. In 100 Jahren nicht. Selbst wenn der erste Volksentscheid fehlschlägt, wie damals in Kalifornien, dann nach ein paar Jahren erneut eine Volksbefragung.

  13. ADHSPatient

    @Dude
    Bin für Volksentscheide!

    Ein Volksentscheid ist nicht zwangläufig nötig wie man an Kanada sieht. Bei uns muss eigentlich nur noch die SPD umfallen, dann gibt es die Legalisierung früher oder später über das Parlament.

    Hoffe darauf, dass die SPD bei der Wahl richtig abgewatscht wird und eine neue Generation dort die Führung übernimmt. Dann kann sich deren Politik in Sachen Cannabis durchaus zum Guten wandeln. Der Burkhard Blienert ist ein Beispiel für einen Politiker in der SPD, der die SPD auf den richtigen Pfad bringen will. Es dauert nun mal leider seine Zeit bis die alten Köpfe der SPD „in Rente“ gehen.

    Volksentscheide brauchen allgemein, nicht nur wegen Cannabis.

  14. COSMO

    Ihr habt Deutschland nicht verstanden.
    Ein Volksentscheid würde die Machtstrukturen der Minderheitsregierung stark gefährdet, wie weiter oben dargestellt.
    Es funktioniert für die Machtgierige Elite doch gut. Diese werden nie etwas ändern. Und wenn die demente Omi immer wieder CXU wählt, weil Opa dies immer wählte, kann sich nichts ändern.

  15. ADHSPatient

    @COSMO
    Das Generationenproblem löst sich von selbst. Dauert nur ne (zu lange) Weile. Die jungen Leute verstehen diese Dinge heute meistens.

    Also Volksentscheide kommen nicht nie, sondern erst spät. Sagen wir 10-20 Jahre wird das noch dauern.

  16. Lukas

    Deshalb wähle ich links. Man wird ja wohl noch von Frank Tempel als Drogenbeauftragten träumen dürfen. 🙂

  17. COSMO

    @ Lukes
    Geht mir genauso. Aber ich glaube, dass es diese Legislaturperiode schwer für ihn werden könnte, da er wohl das Direktmandat aus seinem Wahlkreis benötigt…

  18. rainer sikora

    Ich glaube nicht,daß sich die Grünen und FDP nochmal an ihr Versprechen bezüglich Cannabis erinnern werden.Das hat auch nicht wirklich interessiert.

  19. Leo

    Prinzipiell bin ich auch für Volksentscheide. Ich glaube jedoch, dass das beim Thema Legalisierung nach hinten losgeht. So wie ich die deutsche Geselschaft einschätze kommt dabei ein NEIN raus. Ich denke, es müsste erst mal sachlich und objektiv informiert werden. Dann käme beim Volksentscheid evtl. ein positives Ergebniss pro Legalisierung raus.
    Ach ja…bevor ich es vergesse: Schulz ist genau so ne Schlappe wie die Merkel!

  20. X-KIFFER

    Ich bitte höflich um Entschuldigung für meinen Hasspost und dafür daß ich Euch in die Situation gebracht habe zu Zensieren bzw. meinen Kommentar löschen zu müssen.

    Ich habe 2013 mit Cannabiskonsum aufhören müssen und substituiere es mit Alkohol (meist Korn oder Gin), der mich zwar aus der Illegalität herausgebracht hat, sich aber leider nicht so gut mit den übrigen Medikamenten die ich einnehmen muß verträgt und mich zusätzlich ab einem bestimmten Pegel extrem aggressiv macht.

    Ich bin oft selber erschrocken welche dunkle Seite dann zum Vorschein kommt, ich im I-Net Hasstexte absetze, oder wenn meine Nachbarn mir die Handyvideos zeigen auf denen ich zu sehen bin wie ich über den Dorfplatz taumele das halbe Dorf zusammenbrüllend.

    Als ich noch „KIFFER“ war (also ohne das „X“) hatte ich diese Probleme nicht.

    Einige meiner Freunde die mich trotzdem noch mögen haben mir geraten mit trinken aufzuhören und wieder mit Kiffen anzufangen, aber das ist ja illegal.

    Die Löschung meines Post war notwendig und völlig richtig!

    Habe mir jetzt vorgenommen mich zu ändern und mir auferlegt nicht zu trinken wenn ich schreibe bzw. nicht zu schreiben wenn ich trinke.

    Danke für euer evt. Verständnis

    ———————————–
    Alle sehen wenn ich besoffen bin, niemand sieht wenn ich Durst habe.
    (kam mir gerade noch in den Sinn)

  21. ADHSPatient

    @StepPatientCannabis

    Von denen, die im Bundestag landen:
    Grüne, FDP, Link
    Linke, FDP, Grüne
    FDP, Grüne, Linke
    Linke, Grüne, FDP
    FDP, Linke, Grüne
    Grüne, Linke, FDP

    Das waren jetzt alle erdenklichen Permutationen. Konnte mich nicht entscheiden, welche Reihenfolge am besten ist.

    Bei den Kleinstparteien gibt es z.B. die Piraten und bestimmt noch die ein oder andere.

    Ich werde die Grünen aus taktischen Gründen wählen. Da sie als einzige Legalisierungspartei zumindest in der Theorie koalitionsfähig mit allen anderen sind. Mit einer Stimme für die Grünen wird die Jamaikakoalition etwas wahrscheinlicher. Mit einer für die FDP macht man Schwarz-Gelb wahrscheinlicher. Und bei der FDP weiß man nicht, ob sie sich nach der Wahl an die Versprechen erinnert. Bei den Grünen zwar auch nicht, die haben bei dem Thema dafür wenigstens mehr zu verlieren (da das Thema für die eigenen Wähler wichtiger ist als bei der FDP). Und die Linken setzen sich zwar gut ein für die Legalisierung (wie die Grünen), nur haben sie nicht den Hauch einer Chance auf eine Regierungsbeteiligung.

    Ich werde die Grünen zudem wählen weil ich nicht will, dass sie unter die 5% Hürde fallen. Auch wenn ich mit den Grünen bei vielen Themen nicht einer Meinung bin haben sie es für mich verdient im Bundestag zu bleiben.

  22. Greenkeeper

    @ADHSPatient

    Sehe ich genauso. Die Jamaika-Koalition (Union, FDP, Grüne) ist nach Stand der Dinge ein realistisches Szenario. Mit diesem Bündnis gibt es zumindest eine minimale Chance, dass in den nächsten vier Jahren ein Fortschritt in Sachen Legalisierung erzielt werden kann. Man sollte jedoch nicht allzu große Hoffnungen auf die Politik setzen. Andererseits: Wählen gehen, Demonstrieren, Petitionen unterschreiben, DHV unterstützen, sich mit anderen Befürwortern vernetzen. Das ist das Mindeste, was man tun kann. Und das sollte man auch tun! Ansonsten: Abwarten und (Hanf-)Tee trinken und entspannt der Legalisierungswelle in den USA zujubeln. Der Cannabismarkt ist ein schlafender Riese. Wenn ich Geld hätte, würde ich investieren. Kopf hoch, Leute. Das wird schon. Und Sonntag: Arsch hochkriegen und wählen gehen!

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