Mittwoch, 6. September 2017

Martin Schulz würde als Bundeskanzler über eine Cannabisfreigabe abstimmen lassen

 

Kanzlerkandidat der SPD findet salomonischen Weg kurz vor der Wahl.

 

Cannabis
Bild: stroinski / freeimages

 

Martin Schulz würde als Bundeskanzler über eine Cannabisfreigabe abstimmen lassen, melden unterschiedliche Medien, die sich die gestrige Fragerunde des SPD-Kanzlerkandidaten auf der Videoplattform Youtube näher anschauten. Dort wurde während eines Liveinterviews mit einigen populären Selbstdarstellern erneut danach gefragt, wie sich der trockene Alkoholiker ein Eingreifen zwecks positiver Veränderung der aktuellen Cannabispolitik unter seiner Führung vorstellen könnte. Da Schulz in der Vergangenheit der Legalisierungsthematik gegenüber eher skeptisch eingestellt schien, verwundert sein neuer salomonischer Lösungsansatz – den er so kurz vor der Bundestagswahl eingeschlagen hat – nun etwas.

 

Während Martin Schulz noch Anfang August seine eigenen legalen Drogenerfahrungen mit Alkohol auf die illegale Nutzung von Cannabis und die Gegebenheiten der Konsumenten eichen wollte und daher eine Freigabe von Marihuana für Erwachsene eher skeptisch betrachtete, scheint ein Wandel in den vergangenen vier Wochen beim Herausforderer Angela Merkels vonstattengegangen zu sein, der nun auf einmal doch vernünftigere Wege einzuschlagen verspricht als seine bekannte Konkurrentin. Nach der Wahl der Abgeordneten würde sich Martin Schulz dafür einsetzen wollen, dass eine Abstimmung im Bundestag unabhängig von Parteilinie stattfände, die darüber entscheiden solle, ob Cannabis zukünftig von der Verbotsliste des BTMG gestrichen werden kann.

 

Auch wenn die Wahl des viel versprechenden Herren nicht ganz aussichtsreich, eine mögliche Abstimmung mit positivem Ergebnis für Marihuanagenießer ebenso träumerisch klingt, wären die Auswirkungen für das Land nur zu befürworten. Unter veränderten Bedingungen könnten Nachrichten über Kinder, die ihre Eltern wegen geheimer Hanfzucht bei der Polizei anzeigen, glücklicherweise schnell der traurigen Vergangenheit angehören. Es müsste dafür vielleicht wirklich nur ein kräftiger Schulzzug durch unser Land gehen – zur Abwechslung einmal mit wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnissen über Marihuana vollgeladen.

4 Antworten auf „Martin Schulz würde als Bundeskanzler über eine Cannabisfreigabe abstimmen lassen

  1. Ralf Blandowski

    da war doch was in drei wochen? ach ja die bundestagswahl……von daher alles nur show

  2. rainer sikora

    Mit solch einer Abstimmung ginge er auch keinerlei Risiko ein.Weder wird Schulz gewählt noch gibt es eine Abstimmung ohne Aussicht auf eine Mehrheit für legalisieren,aber vielleicht hilft das Versprechen 1 oder 2 Prozent mehr zu kriegen.

  3. Fred

    Nennt mich naiv, aber auf sowas habe ich gewartet. FDP, Grüne und Linke sind einer Veränderung, zumindest jetzt vor der Wahl, nicht abgeneigt. Und eine SPD die ohne Fraktionszwang abstimmen lässt…. das könnte es gewesen sein. Ein paar aufrechte und denkende SPDler wird es wohl geben.
    Und den Kanzler müsste die SPD natürlich auch nicht stellen um eine solche Abstimmung herbeizuführen.
    Hängt wohl alles vom Wahlergebnis ab. Schlecht wäre in diesem Szenario nur ein Erdrutschsieg der CDU / CSU und ein zu hohes Abschneiden der AFD.
    Also, alle wählen gehen und nur kein Kreuz bei C&A.

  4. Hermes

    Klingt schön und gut, ich bin auch für eine Legalisierung und die hoffe weiterhin auf rot rot grün.
    Leider hat Herr Schulz sich vor 8 Stunden persönlich gegen eine cannabis Legalisierung ausgesprochen (google Stichwort „cannabis schulz“ und die bei suchoptionen „letzte 24 Stunden“ bzw „letzte Woche“).
    Ob das jetzt gleichzeitig, in einer rot-rot-grünen Regierung, ein parteilinien unabhängige neubetrachtung des Themas cannabis Legalisierung gibt, wird sich zeigen.

    Leute denkt dran, geht bitte wählen.
    Die Leute die sagen das es nichts bringt, gehen selbst nicht hin, um zu „boykottieren“ (Fail, an dieser Stelle).
    Die uninformierten wählen einfach aus gleichmut und ja und amen die CDU/CSU
    Der Rest der hingeht macht entweder bei den paar richtigen Parteien die Kreuze, oder bei den falschen.
    Wird nicht gewählt, ändert sich erst recht nichts, und die Lobbyisten unserer autokratie gewinnen wieder.
    Leute, wir dürfen (weltweit betrachtet) froh sein mitreden (wählen) zu dürfen.
    Mit der rot rot grünen Regierung kommt vielleicht auch das was wir wirklich brauchen, in Deutschland, nämlich „Den Volksentscheid/Volksabstimmung“ (bitte nicht falsch verstehen, so ist der Begriff leider).
    Genug geschrieben erstmal, nehmt den Rat des deutschen Hanf Verbandes an, wen ihr wählen solltet, für eine Legalisierung.
    Und vergesst nicht, wählen gehen am 24.09.2017
    Mfg Hermes

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