Freitag, 23. Juni 2017

Straßensicherheit durch eine Legalisierung von Cannabis nicht negativ beeinflusst

 

Erneut kein messbarer Anstieg von Unfällen mit tödlichem Ausgang.

 

Ganz entspannt: Sativex-Patienten hinter dem Steuer, Grafik: marker

 

Marihuanakonsumenten mit einem Führerschein haben oft ein sie ständig begleitendes Problem. Obwohl sie weder berauscht noch auffällig im Straßenverkehr unterwegs sein können, werden ihnen oft bei stichprobenartig durchgeführten Verkehrskontrollen Urinproben unter dem Druck der Gesetzeshüter abverlangt, die anschließend zum Verhängnis in Form des Führerscheinentzuges führen. Auch wenn Beobachtungen aus Amerika eher Zusammenhänge zwischen Cannabiskonsum und einer verantwortungsbewussten Fahrweise feststellten, wird hierzulande immer noch unverhältnismäßig hart gegen Kiffer vorgegangen, die sich nach Wochen eines Hanfrausches nüchtern hinters Steuer klemmen. Selbst der angesehene Chef der Berliner Ärztekammer forderte daher bereits eine Amnestie für alle Autofahrer, denen trotz unberauschten Fahrens die Papiere entwendet wurden. Rückendeckung bekommen Marihuana konsumierende Fahrzeugführer nun auch erneut durch glaubhafte Studienergebnisse, welche wieder bestätigen, dass die Straßensicherheit durch eine Legalisierung von Cannabis nicht negativ beeinflusst wird.

 

NORML berichtet über aktuelle Erkenntnisse der amerikanischen Public Health Association, welche die tödlichen Verkehrsunfälle verschiedener Bundesstaaten über einen längeren Zeitraum miteinander verglich. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Zahlen der Unfälle mit Todesfolge nach drei Jahren legalem Cannabiskonsum in Colorado und Washington in keiner aussagekräftigen Weise von anderen Bundesstaaten unterscheiden würden, in denen der Genusskonsum noch immer verboten wäre. Werte von 2009 bis 2015 sind aus den beiden liberalen Bundesstaaten verwendet worden, welche mit Zahlen desselben Zeitraums aus acht anderen Bundesstaaten in einen Vergleich gesetzt wurden. Paul Armentano von NORML kommentierte das Forschungsergebnis über die Verkehrstüchtigkeit von legal kiffenden Autofahrern in den USA wie folgend: „Diese Schlussfolgerungen sollten auf alle Gesetzgeber und diejenigen in der Öffentlichkeit beruhigend wirken, die bislang Bedenken haben, dass eine Regulierung der Marihuana-Nutzung unter Erwachsenen die öffentliche Sicherheit versehentlich gefährden könnte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche Ängste unbegründet sind und dass derartige Bedenken Gesetzgeber und Wähler in anderen Ländern – die Cannabis legalisieren – nicht übermäßig beeinflussen sollten.

 

Um dagegen die hierzulande zu Unrecht durchgesetzte Gesetzeslage übermäßig zu beeinflussen, können bitter betroffene Führerscheinverlierer ihrer albtraumhaften Erfahrungen mit der Verkehrspolizei weiterhin dem Deutschen Hanf Verband schildern, der sich aktuell verstärkt dieser diskriminierenden Situation auf unseren Straßen annimmt.

3 Antworten auf „Straßensicherheit durch eine Legalisierung von Cannabis nicht negativ beeinflusst

  1. Ewa

    Ich selber bin Cannabis Patient seit Mai und fahre auch Auto. Ich fahre seit 11 Jahren Unfallfrei und Cannabis beeinflusst keineswegs Negativ meine Fahrweise.
    Im Gegenteil, da ich vorrausschauender und vorsichtiger fahre da ich mir denke, dass es ja die Reaktion beeinflussen kann.
    Früher bin ich viel aggressiver Gefahren und hatte auch manchmal fast Unfälle auch wo ich schuld gewesen währe.
    Nachdem nun Cannabis mein Medikament ist lasse ich es ruhiger angehen.
    Ich passe mich an Geschwindigkeiten an und fahre nie schneller wie angegeben oder dicht auf, da ich keinen Unfall riskieren möchte.
    Ich mache diese Maßnahmen nicht weil ich mich “stoned“ oder bekifft fühle oder so, ich bin ein sehr guter Autofahrer.
    Sondern einfach aus Vorsicht und Aufmerksamkeit weil ich immer mit Fehlern von anderen rechnen muss.
    Wenn jemand in mich reinbrettert und sich verletzt wird Automatisch Blut abgenommen und sowas kann ich nicht gebrauchen.

  2. Lars Rogg

    Nun, dass sind ja Tatsachen…also nix was unsere Regierung interessiert.
    Die ignorieren ja sogar die Tatasache, dass die deutsche Drogengesetzte dem deutschen Grundgesetzt widersprechen, oder jetzt die Überwachung der whatsapp Dienste…alles im Parlament durchgewunken und im Fall der Drogen seit Jahrzehnten Usus.
    Die Tatsache das fast nur noch effektive Gesetzte zum Schutze der Reichen und zu deren Gunsten verabschiedet werden, ist auch nicht interessant für die Masse der kriechenden Bevölkerung, Medien oder das Gro der Politiker. Statt dessen dürfen wir uns für dumm verkaufen lassen und haben kein effektives Mittel unsere Lobby, der der armen, abgehängten, ausgestossenen und kiffer, irgendwie Gehör zu verschaffen. Damit meine ich, dass im Parlament. Sinnvolle Vorstöße, wie jetzt der so oft von mir gescholtene Özdemir, einfach aus gebremmst werden. Wir werden von einer abartig blinden oder extrem dummen und lobbyhörigen Politikerriege aus CDU/CSU und natürlich den Arbeiterverrätern regelmäßig verarscht. Komplett desinteressiert an den Belangen derer die keine Finanzstarke Lobby ihr eigen nennen…so what….Legalisierung in Deutschland ?? guter Witz…Ironie aus !!! Vernunft und Menschlichkeit gehen immer schneller den Bach runter…scheiß Spiel !! Deutschland im Jahre 2017….

  3. Ralf

    @Ewa
    Ich fahren jetzt (zur Zeit nur noch im Ausland) 40 Jahre Unfallfrei und bin nur durch Besitz gebrandmarkt, nie im Straßenverkehr aufgefallen und trotzdem in Deutschland fahrerlaubnislos. Ich akzeptiere aber die Macht deutscher Unrechtsgesetze im Ausland nicht. Es gibt auch kein einheitliches EU- Fahrerlaubnisrecht. Dieses einzuführen ist unter anderem auch daran gescheitert, daß die anderen Länder die deutschen Machenschaften nicht mitmachen wollen. Deswegen habe ich ihnen meinen, nach wie vor in der EU gültigen Führerschein, nicht gegeben, sondern im Ausland deponiert, da die FeV nur in Deutschland gilt.
    Durch dieses Unrecht in Deutschland ist, zu einem sehr großen Teil, auch meine Familie geschädigt, denn die muß statt ihren freien Tag zu genießen, nachdem sie sich für diese Gesellschaft, mit ihren korrupten Politikern und Verwaltungsnazis den Arsch aufgerissen hat, für mich den Chauffeur machen. Das Leben mehrerer Personen ist durch dieses Staatsverbrechen massiv beeinträchtigt, was mal wieder an die Sippenhaft derNazis erinnert. Man kann es drehen und wenden wie man will, es führt für mich immer wieder zu den selben Lehrmeistern !
    Und noch etwas, daß hier mal (auch dem Chef der Berliner Ärtztekammer, der Teil dieses Systems ist, auch wenn er legalisieren will) gesagt werden sollte: ICH BRAUCHE VON DIESEN DRECKSVERBRECHERN KEINE AMNESTIE, die können sie sich in ihren prohibitionsverbrecherischen Arsch schieben, was ich brauche ist mein RECHT !!!!

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