Mittwoch, 19. April 2017

Erster legaler Cannabis Smoke-in im Görlitzer Park

 

Patiententreffen am 4/20-Day in Berlin.

 

Bild: Archiv / Schmiddie

 

Berlin ist eine Reise wert. Besonders wenn es um Cannabis geht. Nicht nur jeder zweite Berliner rennt gefühlt ununterbrochen mit einem Joint im Mundwinkel umher, auch häufen sich die Events rund um das diskussionsträchtige Kraut in der Hauptstadt. Nachdem nun die verstaubte CDU-Regierung auch endlich nicht weiter Kiffer in extra eingerichteten Null-Toleranz-Zonen jagen lassen kann, erobern die Bürger ihre beliebten Ausflugsziele zurück. Eine bekannte Kreuzberger Grünfläche beispielsweise wird am morgigen Weltcannabiskulturtag von Medizinalhanfpatienten aufgesucht, damit ein erster legaler Cannabis Smoke-in im Görlitzer Park Premiere feiert.

 

Der Deutsche Hanfverband informierte zeitnah, dass man via Facebook zu einer ersten legalen Medizinalhanfdemonstration aufriefe, um den morgigen 4/20-Day gebührend zu zelebrieren. Da die nicht ganz verfassungsmäßige Verfolgung von zumeist Nicht-Deutschen Cannabishändlern seit zwei Jahren rassistische Tendenzen versprüht, gemeine Konsumenten wegen Miniaturmengen Marihuana vor einen Haftrichter geführt werden können, will man mit dem stattfindenden Smoke-in gegen das polizeiliche Vorgehen etwas Paroli bieten. Cannabispatienten besitzen schließlich das Recht auf den Einsatz ihrer ärztlich verschriebenen Medizin und können somit demonstrativ in den derzeit noch geltenden Null-Toleranz-Zonen Cannabis konsumieren. Daher ruft der DHV alle Berliner Hanfpatienten auf, sich um 16:00 Uhr am Pamukkale Brunnen im Görlitzer Park zu versammeln, damit um Punkt 16:20 alle Konsumformen der grünen Medizin pünktlich zum Einsatz kommen können. Neben Postern, Bannern und den verschriebenen Heilkräutern sollen auch möglichst viele Rauchgerätschaften mitgebracht werden, die den Redebeiträgen und der musikalischen Untermalung passenden Auftrieb verleihen.
Natürlich sind auch alle gesunden Menschen mit Verstand in den Görlitzer Park eingeladen, sich dem ersten legalen und polizeilich angemeldeten Smoke-in in Berlin anzuschließen und damit ihrer Solidarität ein bisschen Ausdruck zu verleihen.

 

Wem diese Reise in die Hauptstadt jedoch zu kurzfristig erscheint, der hat noch eine weitere Chance, sich am Weltcannabiskulturtag am 20.04.2017 mit der Thematik näher zu beschäftigen. So wird auch in Heidelberg um 16:20 im Neuen Hörsaal der Theoretischen Physik ein Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde stattfinden, bei dem Roland Hoffmann und Dr. Christoph Lehner vom Hanfverband Rhein-Neckar über das Thema “Cannabis legalisieren?” referieren werden. Die Adresse: Albert-Ueberle-Str. 7, 69120 Heidelberg.

 

Fourtwenty in Germany – time to legalize!

7 Antworten auf „Erster legaler Cannabis Smoke-in im Görlitzer Park

  1. Berlin Peace Accords

    BERLIN PEACE ACCORDS
    Wir, die Menschheit des Jahres 2017…
    Erklären hiermit unser unveräußerliches Menschenrecht auf Anbau, Medikation und Konsum der Pflanze mit dem Namen Cannabis ohne jegliche staatliche Einschränkung. Verlangen, dass unsere Pflanze keine anderen Auflagen und Einschränkungen als eine Tomatenpflanze hat. Stellen unter unsere eigene Kontrolle, was wir unserem Körper zuführen. Bestehen auf unser Grundrecht, diese Pflanze zu benutzen ohne die Androhung von Freiheitsberaubung und ohne Nutzungsbeschränkungen. Es ist unser Grundrecht, auf verschiedenste Arten Zugang zu Cannabis zu haben und keine kommerziellen Interessenverbände das Recht auf exklusive Nutzung oder Rechtsanspruch erhalten. Seit Urzeiten haben die Menschen die Segnungen unserer Pflanze genutzt.
    Mit meiner Unterschrift lege ich hiermit Zeugnis ab über meinem Wunsch, dass „wir, die Menschen“ das Recht besitzen, unsere Pflanze nach unseren Wünschen zu benutzen.

    We the people of the Year 2017 do…
    Hereby declare that it is our inalienable basic human right to have the freedom to grow, medicate and enjoy the plant we call Cannabis, without any governmental limitations.
    We demand our plant has no more regulations or limitations than a tomato plant.

    It is our basic human right to have control of what we choose to put into our body.
    It is our basic human right to have the ability to enjoy this plant without fear of incarceration or limitations on its commerce.
    It is our basic human right to have multiple ways to enjoy, grow and medicate with our plant and we demand that no commercial organization be provided exclusive use or rights.
    For 10,000 years humans on our planet have enjoyed the benefits provided by our plant. With my signature below I do hereby attest it is my wish that “we the people” have the right to consume our plant as we wish.

    12 April 2017

    Berlin, Germany

    FOR IMMEDIATE RELEASE:

    On the closing day of the International Cannabis Business Conference in Berlin, advocates from throughout the world ratified the BERLIN PEACE ACCORDS that call for an immediate end to the world war on cannabis.

    Citizens of the world who are in support of the BERLIN PEACE ACCORDS are urged to print these Accords off, sign them, place them at their home or office, and share them with others.

    If you are interested in becoming involved or have any questions, please contact phil@cenedella.de.

    Presidents Trump, Tusk and Thomson and Chancellor Merkel are interested to know if people in the year 2017 really feel this way.

    Now is the time for you to show you do.

    IF YOU AGREE PLEASE SIGN PETITION ONLINE HERE: https://www.openpetition.eu/petition/online/berlin-peace-accords-putting-an-end-to-the-world-war-on-cannabis Thank you, Gracias und Dankeschoene!

    peace,

    The Advocates of the

    BERLIN PEACE ACCORDS

  2. Gasterl

    In Bayern traut man sich solche ein Smokein selbst als legale Patienten nicht…..da wird erst gehandelt und dann gefragt…..

  3. chico

    Ein Holland wird das nur begrüßen können, die sind auch nicht deren Krankenhaus
    😉

  4. Mike

    “In Bayern traut man sich solche ein Smokein selbst als legale Patienten nicht…..da wird erst gehandelt und dann gefragt…..”

    Das ist richtig.

    Andererseits steht in der Münchner Fußgängerzone seit Wochen zwischen Stachus und Marienplatz ein großer Informationsstand an dem für eine Petition zur Legalisierung Unterschriften gesammelt werden und der sehr detailliert über Cannabis und Medizin informiert. Ich war ein paarmal dort und das Interesse ist groß.

    Leider kommt von den bundesweiten “Fachmedien” kaum Unterstützung.

    Es ist toll, dass es in Berlin vorangeht, aber gerade im wohl restriktivsten Bundesland festigt sich bei Aktiven und Interessierten der Eindruck, dass man bundesweit eher allein steht und kaum auf Solidarität und Unterstützung zählen kann. was läuft da schief?

  5. Ralf

    @Mike
    Wenn du mit bundesweit die Unterstützung der Hanfanhänger meinst, kann ich dir das aus meiner beschränkten Sicht beantworten. Die Legalisierungselite in Berlin hat einen stillen Deal mit den Staatsmafiosi gemacht, der in etwa so lautet: Ihr bekommt in möglichst langsamen Schritten legales Gras welches wir zu überhöhten Preisen die Böcke(Farmabüttel Apotheken) verticken lassen, die unser Kraut über Generationen hinweg ausrotten wollten und sich jetzt gerade, zu Gärtnern “wandeln”, und wir behalten unsere “alten” Opfer (die ja nur dafür gesorgt haben daß Cannabis nicht ausstirbt und dafür einen Extraarschtritt kriegen) weiter als kriminelle Drogenverbrecher ohne Anspruch auf Wiedergutmachung in unseren Dateien.
    Wieso sollten ich und andere seit Jahren schon kriminalisierten und an Leib und Leben geschädigten Opfer das unterstützen? Noch sind wir am Leben, und solange sich dieses Problem für die regierende Staatsmafia nicht (wie fast immer) auf “biologische” Art und Weise erledigt hat, werden Menschen wie ich versuchen die mit Doktortiteln und anderen Insignien und Geld ausgestatteten Täter in Amt und Würden nicht wieder einfach so davon kommen zu lassen und für die ganze Wahrheit kämpfen.
    Diesen Text widme ich dem von hinten durch eine Polizeikugel in den Hinterkopf ermordeten und leider schon vergessenen Andre B.

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