Montag, 16. Januar 2017

Linke Präsidentschaftskandidaten bekennen sich zu Cannabis

 

Legalisierung ein Topthema in Frankreich.

 

RE-Legalisierung in Sicht
Artwork by mark marker

 

Der Flügel linker Parteien in Frankreich versucht während verschiedener Debatten zu entscheiden, welcher sozialistisch eingestimmte Politiker sich am wirkungsvollsten bei der Präsidentschaftswahl gegen die aufgestellten Kontrahenten anderer politischer Richtungen durchsetzten könnte. Während der zweiten Vorstellungsrunde der Kandidaten am gestrigen Abend wurde offensichtlich, dass die Legalisierung ein Topthema in Frankreich darstellt. Linke Präsidentschaftskandidaten bekennen sich zu Cannabis.

 

Auch wenn andere Bereiche wie die Atomkraft, Europa, Migranten und Säkularismus große Teile der Debatte ausgemacht haben sollen, beginnen französische Webseite ihre Berichte lieber mit den Einzelheiten über die Stellung der unterschiedlichen Personen zur Frage des zukünftigen Umgangs mit Marihuana. Sieben Kandidaten unterschiedlicher links gerichteter Parteien gaben ihre Sicht der Dinge wider und offenbarten teils überraschende Geständnisse, weshalb das Medienecho verständlich scheint.
So sind sich zwar nicht alle linken Politiker einig, Cannabis zukünftig frei für Erwachsene erhältlich zu machen, doch ein Teil erkennt die Notwendigkeit eines Umschwunges in Frankreich an. Benoit Hammon von der Parti Socialiste und ehemaliger Bildungsminister verstehe beispielsweise nicht, warum man 535 Millionen Euro in den wenig erfolgreichen Drogenkrieg stecke, anstatt das Geld für Prävention zu verwenden, die Drogensüchte im Vorfeld verhindere. Sylvia Pinel von der Parti radical de gauche sähe bei stattfindender Entkriminalisierung staatliche Ressourcen in der Verbrechensbekämpfung frei werden, die anderweitig sinnvoller eingesetzt wären, weshalb sie einen Umschwung in der Cannabispolitik unterstütze. Am stärksten überraschte jedoch der Gründer und Vorsitzende der Partei Front Democrate Jean-Luc Bennahmias, der seinen Ärger über die vierzig Jahre andauernde Heuchelei kundtat und sich zugleich als Gelegenheitskonsument von Cannabis outete.

 

Hoffnungen für Frankreichs Kiffer.

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8 Kommentare
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Rainer Sikora
Rainer Sikora
5 Jahre zuvor

Von den Linken in Täuschland hört man zu diesem Thema in offiziellen Medien rein gar nix mehr.

Testi
Testi
5 Jahre zuvor

@Rainer Sikora: Dann solltest du vielleicht öfter mal die „offiziellen Medien“ sichten.

zum Beispiel:
http://www.morgenpost.de/politik/article209097847/1004-Menschen-duerfen-in-Deutschland-legal-Cannabis-kaufen.html

http://www.ikz-online.de/staedte/menden/podiumsdiskussion-freigabe-von-cannabis-gefordert-id209269721.html

Die Linken und insbesondere Frank Tempel sind top.

Egal
Egal
5 Jahre zuvor

Ja, Ja die Politik und der Hanf!!
In einigen Ländern viel bla bla und es kommt nichts raus.
In anderen Ländern wird es tot geschwiegen oder wie ein ungeliebten Stiefkind behandelt.
Was Politiker nicht alles für stimmen fang machen.
Auch wenn ich lese das der Gründer der Partei Front Democrate Jean-Luc Bennahmias, als Gelegenheitskonsument von Cannabis outete.
Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen muss.

U-G
U-G
5 Jahre zuvor

Vorsicht Frau Merlene Mortler von der CSU ist in Berlin unterwegs…und wenn man das liest… wundert es mich nicht wie einige Staats-Journalisten recherchieren…Medizinische-Märchen verbreiten…die nur einem Dienen und bestimmt nicht den Kranken helfen…sondern Frau Marlene Mortler und Konsorten…

http://www.dw.com/de/cannabis-auf-rezept-rückt-näher/a-37147926

Rainer Sikora
Rainer Sikora
5 Jahre zuvor

@Testi Danke für die Hinweise.Mir ist bekannt daß es schon oder erst über tausend sind und sowas kann man auch in einigen Zeitungen lesen .Die Diskusionen darüber ob und unter welchen Umständen und warum in wie weit legalisiert werden müßte,drehen sich auch seit langer zeit im Kreis.Es sind auch einige Abstriche zum unbeschwerten freien Erwerb eingeflossen.Wenn ich in meiner Tageszeitung über Pläne,Programmme und Vorhaben der Linken lese ,findet das Thema keine Erwähnung.

Miss Schlauschlau
Miss Schlauschlau
5 Jahre zuvor

@Rainer Sikora,

Ich kann dich verstehen, die Linken machen wirklich nicht viel getöse. Aber sie arbeiten an unserem Thema. Google mal nach Frank Tempel und Cannabis und klicke auf News. Wenn wir Cannabis legal haben wollen, müssen wir alle, Konsumenten und Befürworter, egal wie unsere Politische Meinung ist, bei der Bundestagswahl Grün oder Links wählen. Mit dehren Mehrheit im Bundestag wird es legal. Danach, also vier Jahre später kann jeder wieder wählen was er will. Was legal ist, ist legal.

Lichtgott
Lichtgott
5 Jahre zuvor

Das Verbot ist zu 100% unverhältnismäßig.

U-G
U-G
5 Jahre zuvor

Hallo liebe Hanffreunde und Hanffreundinnen, letztes Jahr hatte ich eine E-Mail an Herrn Gregor Gysi geschrieben und ihn zur Rede im Bundestag beglückwünscht. Als Ermutigung zu seiner Arbeit und Argumenten gegenüber der CDU/CSU SPD, was denn schief läuft in dem Hardcore-Kapitalismus, schlug ich ihn letztes Jahr vor als Bundeskanzler zu kandidieren. Leider wechselte ich 2-3 Emails mit seinem Sekretär, aber er versicherte mir das sich Herr Gysi darüber gefreut hatte. Nun wurde Herr Gregor Gysi von den Linken im Europa-Parlament zum Vorsitzenden gewählt. Das dazu und das man zwar vielleicht nicht direkt mit einem Politiker schreiben kann oder austauschen über ein unfassbares Verbot einer Pflanze die es länger gibt als Menschen mit Gehirn… Als „Krimineller Drogensüchtiger Hanfliebhaber Alkoholiker“ verstehe nichts,… Weiterlesen »