Freitag, 15. März 2024

Cannabisplantage in vergrabenen Containern

Bild: Archiv/Su
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Cannabisplantage in vergrabenen Containern entdeckt. Zwei Männer aus Stade bekommen Bewährungsstrafen. 

Am Landgericht Stade wurde das Urteil gegen zwei Männer verkündet. Sie hatten Container gestohlen, vergraben und mit Strom und Lüftung ausgestattet, um darin Marihuana anzubauen. Dies berichtet der NDR. Die Männer im Alter von 31 und 36 Jahren wurden am Dienstag wegen Drogenhandels und des vorangegangenen Diebstahls der Container jeweils zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, wie eine Sprecherin des Gerichts am Dienstag mitteilte. Zusätzlich müssen sie jeweils eine Geldstrafe von 4.000 Euro zahlen. Den Anklagepunkten zufolge betrieben die Männer im Landkreis Stade eine Untergrund-Plantage in den Seecontainern. Im September 2023 wurden die Container bei einer Drogenrazzia entdeckt, bei der 140 Cannabis-Pflanzen beschlagnahmt wurden.

Laut Gericht haben die Angeklagten die Vorwürfe im Prozess zugegeben, was zusammen mit ihrer Unbescholtenheit strafmildernd wirkte, wie der Richter am Dienstag erklärte. Zudem seien sie nicht dazu gekommen, das Marihuana zu verkaufen, da ihr Versteck vorher von den Ermittlern gefunden wurde. Der Richter merkte an, dass Cannabis als “weiche Droge” betrachtet wird und dass sich die Gesetzgebung in diesem Bereich derzeit ändert, wobei geringe Mengen für den Eigenbedarf sogar legalisiert werden sollen. Derzeit sieht das Gesetz für den Handel mit nicht geringen Mengen Cannabis bis zu 15 Jahre Haft vor.

Die beiden Verurteilten sollen die Container im Mai 2022 von einem Werftgelände in Hamburg gestohlen haben. Laut Polizei gruben sie die Container auf dem Grundstück des 31-Jährigen komplett ein und installierten dort eine Stromversorgung und Lüftung, um darin Marihuana anzubauen. Es wird Zeit, dass Cannabis nun offiziell legal wird. Nur noch zwei Wochen.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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6 Kommentare
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MicMuc
2 Monate zuvor

Was man unter vor-herrschenden Bedingungen sich an Arbeit und Mühen zumuten muß, um ein bißchen Gras anbauen zu können…

Rogg
2 Monate zuvor

Scheißendreck…die hatten Glück. In Süddeutschland habe ich für einen Bruchteil der Menge 3 Jahre und über 3000 Euro Strafe bekommen. Ohne Bewährung. Krass wie unterschiedlich die Ansichten und Strafen sind. Wie üblich in einem Rechtsstaat.

MicMuc
2 Monate zuvor

@Rogg:

Es gab vor zwei, drei Jahren einen Juristenkongreß, der anmahnte, die Strafzumessung bzw. – höhe einigermaßen zu vereinheitlichen, da z. B. in Bayern die Strafen um 1/4 höher ausfielen als im Schnitt. Jetzt kann man sich ausrechnen, wie das erst in BtM-Fällen gehandhabt wird.

Der Faschismus ist einfach nicht wegzukriegen …

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von MicMuc
Rogg
2 Monate zuvor
MicMuc
2 Monate zuvor

Wer immer behauptet, im “War on Drugs” sei es jemals um die Volksgesundheit oder um den Jugendschutz gegangen, den erkläre ich für ungebildet und darüber hinaus für dumm. Ich würde ihm mal den altgriechischen Begriff “pharmakon” erklären, dann kulturanthropologisch den Gebrauch gewisser Substanzen, die verkorkste Prohibition in den USA der 1920er Jahre mit all ihren verheerenden Folgen, dann den “War on Drugs” Nixons und Ehrlichmans, seine Intention und Intension und seine verheerenden Folgen weltweit. Und anhand dieser Daten würde ich ihn über das Wesen des Menschen und dessen Gemeinwesen sowie über das Wesen der Demokratie und des Faschismus im direkten Vergleich beider aufklären. Wenn er diese distinkt vorgezeichneten Zusammenhänge nicht verstehen würde, sollte ernsthaft ein Entmündigungs-Verfahren gegen diesen angestrengt werden… Weiterlesen »

MicMuc
2 Monate zuvor

ECHOKAMMER DES GUTEN

(n-tv online, 15.03.24) Im Zuge des Programms “Innenstadtoffensive gegen Kriminalität” der Landesregierung, mit dem die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürgern in den hessischen Innenstädten gesteigert werden soll”, hatte die Polizei “einen größeren Kontrolleinsatz” am Frankfurter Hauptbahnhof durchgeführt, “auch gegen Drogenkriminalität”.

Wie gut für die Sicherheit der Bürger, daß auf Geheiß der rechtskonservativautokratischen Parteien die Polizei mit aller Härte für Ordnung (“auch gegen Drogenkriminalität”) sorgt. Stets flankiert mit wohlwollender Berichterstattung seitens der Journaille.
Denn es heißt: “Tue Gutes, und laß darüber berichten,”

So lebten alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende … Und wenn sie nicht gestorben sind …