Montag, 26. Februar 2024

Cannabis-Gesetz lässt Finanzhaie hungern

Cannabis-Anbaugenossenschaften sind purer Kommunismus und bedrohen deutsches Wirtschaftswachstum

Cannabis
Bild: freeimages-kris79.png

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Das im Deutschen Bundestag mit großer Mehrheit beschlossene Cannabis-Gesetz ist nicht nur ein Stich ins Herz der herzlosen Verbotspolitiker aus den Reihen der rechtskonservativen und rechtsextremen Parteien, sondern auch ein Todesstoß für jene irregeleiteten Schlafschafe, deren Lebensphilosophie darauf fußt, die Welt mit Dollaraugen zu sehen. Für diese Zeitgenossen geht gerade dank der linksgrüngelb versifften Gendergagaregierung die schöne monetäre Welt unter. Mit dem Cannabis-Gesetz wird die Büchse der Pandora geöffnet. Der Ungeist des Kommunismus wird aus der Flasche gelassen, obwohl die Geschichte gelehrt hat, dass nur der Kapitalismus in der Lage ist, Mutter Erde in blühende Landschaften zu verwandeln.

 

Der Jammer ist verständlich. Für Finanzjongleure und Profitjäger bedeutet das Gesetz ein Berufsverbot. Herstellung und Vertrieb dubiosen Cannabis-Anbauvereinigungen zuzuschanzen und den Kapitalmarkt außen vor zu lassen, ist aus Sicht der Raffkes ein folgenschwerer Verstoß gegen alle moralischen Werte, die sich die Menschheit seit Menschengedenken angeeignet hat, um einigermaßen friedlich miteinander auszukommen.

 

Statt das Cannabisgewerbe in Deutschland, wie es sich gehört, der Pharma-, Agrar- und Chemiebranche und deren Aktionären zu überlassen, sollen sich nun irgendwelche dahergelaufenen verlausten Hippies und haschgiftsüchtige Rastafaris zu Non-Profit-Anbauclubs zusammenschließen und rund 80 Millionen Deutsche zuverlässig mit Haschisch und Marihuana versorgen. Die kritische Infrastruktur eines milliardenschweren Geschäfts wird völlig verpeilten Taugenichtsen in die Hände gelegt, und die Angst ist nicht unbegründet, dass plötzlich ganz andere Neureiche nur noch Champagner und Austern schlürfen.

 

Gut aufgestellte und akkurat geführte Aktienkonzerne werden hingegen gezielt aus dem Business herausgehalten, obwohl sie sich mit Herstellung, Vertrieb und Verkauf von Genussmitteln und Suchtstoffen bestens auskennen und wissen, wie man die Konsumenten am Nasenring durch die Manege führt, um aus Dreck maximalen Profit zu erwirtschaften. Blackrock und andere Finanzinvestoren gucken in die Röhre – zum Leidwesen jener systemrelevanten Eliten, die die Bürgerinnen und Bürger zum Wohle des Volkes vor zu viel Wohlstand bewahren müssen. Futsch ist die fette Kohle, die man den Kiffern hätte aus der Tasche ziehen können. Die Geldspeicher der Reichen und Schönen können leider nicht bis zum Anschlag mit legalem Drogengeld gefüllt werden.

 

Doch so schön der politökonomische Wahnsinn der Ampelregimes auch ist, dem Kommerz eine Absage zu erteilen und den Kiffköppen die Selbstversorgung zuzugestehen, die Hyäne des Kapitalismus wird weiter um den Fleischtopf des Cannabis-Business herumschleichen. Mit gefletschten Zähnen lauern sie darauf, jederzeit zuzuschnappen und die Genossenschaften wegzubeißen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Politik dem Druck des Kapitalmarktes nachgibt und die Produktionsmittel der kiffenden Bevölkerung wieder entzieht.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat es ja in seiner abschließenden Bundestagsrede zum Cannabis-Gesetz angekündigt, langfristig den kanadischen Weg zu gehen, um den bösen Schwarzmarkt schlussendlich in den guten Kapitalmarkt zu überführen.

 

 

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5 Kommentare
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Rogg
1 Monat zuvor

Jaaaaa, das ist aber ein zweischneidiges Schwert. Wir kleinen Dummkiffer haben keine echte Lobby…zumindest keine die die Politiker beeindrucken würde. Nichts gegen das Engagement von Georg und dem DHV.
Wären die Möglichkeiten für finanzstarke Unternehmen etwas besser, könnten die in 18 Monaten besser Druck bei den schwarz- braunen Alpenaffen und ihren Schwestern ausüben, als es wir Hedonisten es Vermögen. Den Hetzern aus der schwarz- braunen Ecke traue ich jederzeit zu, den Fortschritt in Deutschland wieder ins Mittelalter zu drehen. Wir sind weder interessant noch werden wir ernst genommen oder gar angehört. Bei finanzstarken, einflussreichen Unternehmen könnte das anders sein und unser Grasfrühling Zukunft haben….abwarten.

Fred
1 Monat zuvor

Nicht schlecht @ Rogg, sehe ich ähnlich. Obwohl die Idee mit den Vereinen was sehr reizvolles hat. Wenn man mal von der Verlauterbachung dieser Idee absieht.

Rogg
1 Monat zuvor

@Fred
sieht so aus, als sollen wir um unsere “Legalisierung” betrogen werden. Zumindest hab ich das Gefühl, wenn ich die Neuigkeiten ernst nehme. Sollte es jetzt tatsächlich nochmal verschoben werden, werden sie die “Legalisierung” bis zur nächsten Wahl verzögern, uns den Stinkefinger Zeigen, sich ein Bier und ne Zigarette gönnen und sich freuen, dass die Polizei und Justiz weiterhin mit lächerlichen 180.000 gefickten Kiffern im Jahr ihre wertvolle Zeit verschwenden darf. Viel besser als in der Zeit sinnvolle Polizeiarbeit zu leisten.
Dann gehen sicher locker 100-200 Kiffer auf die Strasse, um dagegen zu demonstrieren. Also alles gut….

Fred
1 Monat zuvor

@Rogg Das man das ganze bis zur nächsten Wahl verschleppen will, glaube ich nicht. Das in der digitalen Wüste Deutschland die Strafakten händisch bearbeitet werden müssen…..ich habe nichts anderes erwartet. Und wenn man jetzt erst beginnt, kann man sicher nicht am 1.4 durch sein. Die Frage ist, warum hat man nicht früher angefangen ? Dass das Gesetz kommt, war schon länger klar. Das ist mal wieder diese lahme Verwaltung in diesem Land. Es macht mich schlicht rasend, das wir immer noch wie in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhundert arbeiten. Da schafft man ein aus dieser Zeit stammendes Gesetz ab, und die Umsetzung verzögert sich, weil hier noch mit Papier hantiert wird. Nicht zu fassen. Aber warten wir es ab,… Weiterlesen »