Montag, 15. Januar 2024

Cannabis-Grower halten Polizisten gefangen

Spurlos verschwundener Gendarm nach Hinweis aus der Bevölkerung aus Partykeller einer österreichischen Cannabis-Verbrecherbande befreit

Bild/Collage: Su

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Drei lange Jahre dauerte das Martyrium eines in Graz diensthabenden Polizisten, bis es seinen Kollegen endlich gelang, das Verlies des Entführungsopfers ausfindig zu machen. Die andauernden Ermittlungen führten nach einem Hinweis aus der Bevölkerung zu einem Einfamilienhaus in Graz, in dem der Polizist fernab seiner ursprünglichen Heimat in einem Partykeller gefangen gehalten wurde.

 

Am Samstagnachmittag rückten die Gendarmen zur Rettung ihre Kollegen Vinzenz aus und hielten Nachschau. Und tatsächlich – im Partykeller des Hauses hatten die Entführer den treudienenden Freund und Helfer wie einen leblosen Gegenstand gehalten – und das nur zum Spaß und zur Belustigung der Partygäste. Stumm und regungslos fristete er das Dasein eines jeglicher Würde beraubten Anschauungsobjektes, ohne jede Hoffnung, eines schönen Tages wieder unter anständige Leute zu kommen und beherzt seinen systemrelevanten Dienst am Volk tun zu können. Tatenlos musste er arme Kerl zuschauen, wie seine Entführer ihren verbrecherischen Handwerk der Cannabis-Produktion nachgingen, um große und kleine Menschen in Graz und Umgebung mit Suchtgift zu vergiften.

 

Bei der Hausdurchsuchung wurde neben rauchfertigem Marihuana eine Indoorplantage mit einer hohen zweistelligen Zahl an Zuchttöpfen sowie eine nicht geringe Menge getrocknete Cannabispflanzen entdeckt. Zum Vorschein kamen auch – wie sollte es bei Cannabis-Verbrechern anders sein –erschreckend viele Airsoft-. Luftdruck- und Schreckschusspistolen.

 

Als Beschuldigte gelten drei nicht so helle Männer im Alter von 26 Jahren, die geständig sind und ein Strafrechtsverfahren mit satten Urteilen zu erwarten haben.

 

Kollege Vinzenz hat die drei Jahre seines Martyriums weitgehend unbeschadet überstanden und befindet sich bereits wieder im Dienst – und das zur Freude vieler Kinder und Eltern. In alter Frische steht er wie gehabt rund um die Uhr als Blechpolizist vor Schulen und Kindertagesstätten, um als Aufsteller für verkehrserzieherische Maßnahmen den Kraftverkehr auszubremsen.

 

 

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2 Kommentare
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MicMuc
1 Monat zuvor

Warum sollte einem der Schergen in Blau nicht mal jenes Schicksal ereilen wie zahlreichen unschuldigen Opfern ihrer Repression und Verfolgung⁉️

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von MicMuc
MicMucistnichtnett
1 Monat zuvor

Wow, hart wie man einem Menschen, der einfach nur seinen Job macht, sowas wünschen kann.
Klar, wer erwischt wird kommt in Österreich halt in den Keller, so jetzt hab ich mich zu dir herabbegeben, zufrieden ?