Freitag, 8. Dezember 2023

Legalisierung wird zum Aprilscherz

Bild: Archiv Su

Legalisierung wird zum Aprilscherz. Die Legalisierung ist für den 1. April geplant – der Plan ist ein Aprilscherz.

Die Bundesregierung plant Cannabis am 1. April zu legalisieren. Der aktuelle Plan wirkt eher wie ein Aprilscherz als ein ernsthaftes Vorhaben, tatsächlich Cannabis zu legalisieren. Nicht nur wurde die geplante Legalisierung mehrmals verschoben, sondern es wurden auch immer wieder Änderungen durchgeführt, welche fernab jedweder Logik sind. So sollen Edibles weiterhin verboten sein, wie dies im eigenen Haushalt ist, ist jedoch nicht geklärt. Ebenfalls wird es weiterhin verboten sein, im Cannabis Club, wo man legal Cannabis erworben hat, dieses auch zu konsumieren. Welche Gedanken sich die Politiker dabei gedacht haben, ist weiterhin rätselhaft. 

Solange Cannabis weiterhin nicht legalisiert wurde, werden Menschen weiterhin strafverfolgt. Eine Entkriminalisierung ist nicht in Sicht. Somit gilt weiterhin für Cannabiskonsumenten, sich bedeckt zu halten. Die Gefahr, den Führerschein, den Job oder gar seine Existenz zu verlieren, ist weiterhin vorhanden. Allerdings besitzen die Richter die Möglichkeit, gewaltfreie Cannabisdelikte nicht zu bestrafen. Hier ist auf die Vernunft unseres Justizsystems zu hoffen. Bis zu 25 Gramm sollen nach dem 1. April straffrei mit sich geführt werden. Wir halten die Polizisten und Richter dazu an, Menschen wegen einer nichtigen Mengen nicht mehr zu verfolgen. Es ist eine Ressourcenverschwendung und zerstört die Zukunft von jungen Menschen. Niemand soll wegen eines Gesetzes, welches in wenigen Monaten in Kraft tritt, sich jetzt noch seine Zukunft verbauen können.  Wichtige Fragen zum Zwei-Säulen-Plan werden von Lauterbach nicht ausreichend beantwortet. Der Bundestag lässt weiterhin auf sich warten. 

Fazit

Der Bundestag wird nochmal im Dezember zur Cannabislegalisierung tagen. Ob es da zu relevanten Änderungen kommen wird, bleibt noch offen. Alles in allem wirkt der Plan wie ein schlechter Aprilscherz. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Lauterbach am 1. April verschmilzt in die Kamera bei der BPK lächelt und “April April” sagt. Seit beginn der Ampel sind über zwei Jahre vergangen. Auch wenn viel darüber debattiert und berichtet wird, die aktuelle Lebensrealität für Cannabiskonsumeten hat sich bislang noch nicht verändert. Daher liegt die Vermutung nahe, dass das ganze nur ein schlechter Scherz der Politiker ist, welche ausgerechnet den 1. April als Datum für die Legalisierung ausgewählt haben. Die Cannabislegalisierung ist wichtig und richtig. Für eine rationale Cannabispolitik – Legalisierung als Chance

Ein Beitrag von Simon Hanf

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14 Kommentare
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Rogg
2 Monate zuvor

Es sieht tatsächlich so aus als würde uns die momentane Regierungpartei SPD wiedermal verarschen und uns die Chance auf ein freies Leben nehmen. In der Presse reißen die immer bis zum Erbrechen ihr Maul auf und tun so als wären sie die Fürsprecher des kleinen Mannes. Doch dann, welch Überraschung, erweist sich deren Gelaber als faustdicke Wahlkampflüge…und sie finden immer wieder ein paar Millionen Deppen die sie wählen. Hoffentlich ist damit endlich mal Schluß. Uns verarschen und verkaufen lassen, können wir auch von den Pseudochristen von rechtsaußen. Ein peinliches Trauerspiel ala SPD. Ich möchte nur noch kotzen….

Haschberg
2 Monate zuvor

Da sieht man mal, wie gewaltig das Schmuddelimage von Hanfkonsumenten noch immer ist. Es wird von allen Seiten fast durchweg negativ auf die Heilpflanze Cannabis und deren User eingedroschen und so getan, als würde nach einer Legalisierung die Welt untergehen. Es würde durch eine Legalisierung wahrscheinlich sogar weniger Alkoholtote geben, weil manche Säufer doch so klug wären, auf eine harmlose und nicht tödliche Substanz wie den Hanf umzusteigen. Viele schrecken nur davor zurück, weil es außer Schwarzmärkten keine legalen Bezugsmöglichkeiten gibt. Man bekommt durch unsere einseitige und brandgefährliche Drogenpolitik tatsächlich den Eindruck, dass der Gesetzgeber bewußt Todesdrogen wie Alkohol und Tabak legal belässt, damit so viele Bürger wie möglich daran zugunde gehen, um die Rentenkosten zu reduzieren. Eine solche abartige… Weiterlesen »

MicMuc
2 Monate zuvor

“Solange Cannabis weiterhin nicht legalisiert wurde, werden Menschen weiterhin strafverfolgt.” Und nach einer wie auch immer gearteten “Entkriminalisierung”, “Legalisierung” oder “Liberalisierung” nota bene von Cannabis … werden Menschen weiterhin strafverfolgt … Die Zahlen der Opfer staatlichen Unrechts werden kleiner, das UNRECHT BLEIBT nach wie vor und trifft mit leiber Brutalität wie ehedem.
Aus diesem Grunde war und ist aus philosophischer Perspektive der gesamte Diskurs ein einziger großer Aprilscherz❗

MicMuc
2 Monate zuvor

@Simon Hanf Hanf: “Hier ist auf die Vernunft unseres Justizsystems zu hoffen.”
In der Theologie gibt es den topos der “begründeten Hoffnung”. Da unser Staat und unser Rechts”wesen” durch und durch korrumpiert ist und mich dieses Land sehr an den Beginn der “Götterdämmerung” mit den drei Nornen erinnert, wundert mich, woraus Du irgendwelche Hoffnungen nährst.

Rainer
2 Monate zuvor

Wenn sich am 1.April, oder auch später, irgendetwas zum Besseren verändern sollte, wäre das eine unvorstellbare Sensation.Wie kaputt das Ganze wäre, wäre dann zweitrangig.Es wäre wenigstens etwas passiert,und das erwarte ich nicht.Aber ein wenig hoffe ich.

Ramon Dark
2 Monate zuvor

Die Gedanken der Politiker bei ihrem äusserst halbherzigen Aprilscherz der Cannabishalbentkriminalisierung sind offensichtlich: Dem legalen Besitz, Konsum und Handel möglichst viele bürokratische Steine in den Weg legen, so den Schwarzmarkt stärken um dann irgendwann unter dem Vorwand der”gescheiterten Legalisierung” wieder die Prohibition einführen zu können (anstelle der konsequent möglichen Legalisierung als gerechteste Lösung). Ein guter Ausgangspunkt für potenzielle Koalitionen mit noch reaktionäreren Parteien. Damit bleiben auch die Interessen der dabei ungerechterweise bürokratisch bevorzugten Alkohollobby im Kern unangetastet.

Richard
2 Monate zuvor

Eine Nachfrage: am Ende des Berichtes ist von einer Tagung des Bundestag zum Thema CannG die Rede. Gibt es hierzu weitere Informationen?

Hänfo
2 Monate zuvor

Ich verfolge schon Ewigkeiten den fortschritt der Legalisierung, aber der Fortschrittsbalken hat gelernt Rückwerts zu rennen . Ich kann den Gedankengang verstehen, dass man nicht in Hanf Clubs Kiffen darf, ich fange ja auch nicht meine Kiste Bier nach der Kasse an auf ex zu nehmen vor den Mitarbeitern ist nur assig den Leuten gegenüber. -Wer im Club sich wegdröhnt, weil er den Wald vor lauter Kraut nicht mehr sieht, belastet andere und das Personal muss Babysitter spielen. -Edibles ist eine andere Baustelle, da Konsumiert man ja wohl “in heimlicher form” Hanf und könnte die mit in den Zug, Flieger oder Bus “schmuggeln” und in der letzten reihe futtern. (Ich weiß nicht wie streng abgekühlte Brownies nach Hanf riechen). Würde… Weiterlesen »

Ralf
2 Monate zuvor

Tut mir leid aber ich muss es leider mal los werden, das habe ich alles schon lange vorher gewusst.
Wie ist die Definition von Wahnsinn nochmal?
Wenn man immer wieder das Selbe tut (zur Wahl gehen und Grüne oder überhaupt wählen) und dabei andere Ergebnisse erwartet ist man definitiv verrückt.
Nun, ich grüsse euch alle, euch Verrückte.

Ralf
2 Monate zuvor

@Ramon Dark
Genau so ist es, und wer wird das dann machen? Meine Prognose, ein Bundeskanzler März zusammen mit der AfD, innerhalb von einem Monat nach Machtergreifung. Ich Wette 100 Euro (vorausgesetzt es tut sich wider erwarten im April doch etwas) Wer hält die Wette?

Ralf
2 Monate zuvor

@Haschberg
“Viele schrecken nur davor zurück, weil es außer Schwarzmärkten keine legalen Bezugsmöglichkeiten gibt.”
Nein, blödsinn,die schrecken davor zurück weil sie Angst vor den Bullen, die nichts weiter als Nazischergen sind, haben.

Ralf
2 Monate zuvor

@Hänfo
“-Wer im Club sich wegdröhnt, weil er den Wald vor lauter Kraut nicht mehr sieht, belastet andere und das Personal muss Babysitter spielen.”
Wer sich in der Kneipe vollsäuft, weil er seinen auf den Boden oder in die Hose gehenden Pissstrahl nicht mehr sieht, belastet andere und das Personal muss für ihn den Krankenwagen rufen.

Che
1 Monat zuvor

Abgesehen davon, dass das eh zu Erwarten war von der Kombination Grüne & SPD ( haben es 1998 ja genauso gemacht..) sollte man sich als Cannabisconnaiseur damit abfinden, dass es keine Partei gibt, die eine Legalisierungbestrebung ernsthaft vertritt, ausser ein halbes Jahr vor Bundestagswahl. der Einfluss der Pharmamafia ist einfach zu groß. hat man ja die letzten 3 Jahre während dieser Plandemie gesehen. die wollen wenn dann Drogen, die die Leute kaputt machen, so dass die daran Geld verdienen können. also genau die, die legal sind: Alk, Tabak, und Co. wahrscheinlich würde man Crystal Meth insofern schneller legalisiert bekommen. Dazu passt es halt auch nicht zum Trend nach mehr Militarisierung.. einerseits Cannabislegalisierung und gleichzeitig Werbung für die Bundeswehr an allen… Weiterlesen »