Montag, 24. Juli 2023

Giftige Cannabis-Gase lösen Katastrophenalarm aus

Es stinkt zum Himmel – nach Cannabis. Evakuierung der Bevölkerung und Feriengäste des oberbayerischen Ferienparadieses Breit im Winkl geplant

Cannabis

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Niemand weiß Genaues nicht, und die Gemeindeverwaltung im oberbayerischen Breit im Winkl schweigt sich aus. Nichts, rein gar nichts ist zu hören aus dem Rathaus des Ferienortes nahe der österreichischen Grenze. Und das, obwohl derzeit eine unsichtbare Giftwolke aus Cannabis-Dämpfen das Dorf einnebelt und die Gesundheit vieler Menschen gefährdet. Aus gutinformierten Kreisen ist zu hören, dass Bürgermeister Alois Grasbichler (CSU) in die Landeshauptstadt gereist ist, um in der Staatskanzlei jemandem zu finden, der ihm sagen kann, was zu tun ist. Bis dahin gilt eine Nachrichtensperre, und die Medien sind angehalten, nichts von der Umweltkatastrophe zu berichten, um die Bevölkerung in Bayern und Österreich nicht zu beunruhigen.

 

Die augenblickliche Lage in Breit im Winkl ist mehr als besorgniserregend. Begonnen hat alles letzte Woche Donnerstag, als sich aus heiterem Himmel im ganzen Ort ein intensiver Cannabis-Gestank ausbreitete und bei Einwohnern und Touristen Übelkeit und leichten Schwindel verursachte. Dass es sich bei der Ausdünstung um Cannabis-Gase handelt, ist unstrittig. Mehrere bei unverdächtigen Personen durchgeführte Drogenschnelltests bestätigten den Anfangsverdacht, dass die Luft des Luftkurorts hochgradig THC-geschwängert ist und alles andere als guttut.

 

Im Laufe des Tages meldeten sich immer mehr Personen in den Ambulanzen und Arztpraxen, die über körperliche Beschwerden aller Art klagten und medizinisch versorgt werden mussten. Nicht wenige der Patienten mussten in die umliegenden Krankenhäuser verbracht werden, um sie intensivmedizinisch weiter zu behandeln. Die Krankheitsbilder der Cannabis-Gasvergiftung umfassen neben Unwohlsein und Kreislaufversagen vor allem Orientierungslosigkeit und kompletten Gedächtnisverlust.

 

Inzwischen gleicht Breit im Winkl einer Geisterstadt. Kampfhubschrauber der Bundeswehr kreisen am Himmel, und auf den umliegenden Bergen sind Journalisten aus aller Welt und andere Gaffer in Stellung gegangen. Polizei, Staats- und Verfassungsschutz sowie Einheiten der Gebirgsjäger haben das Tal weiträumig abgeriegelt. Niemand wird hinein- bzw. hinausgelassen. Bei Zuwiderhandlungen wird von der Schusswaffe gebraucht gemacht. Im Dorf selbst sind alle Häuser verrammelt und verriegelt, und für Bewohner und Feriengäste gilt bis Weiteres eine strikte Ausgangs- und Kontaktsperre. Freiwillige des Technischen Hilfswerks und Beamte des Katastrophenschutzes bereiten bereits eine Evakuierung der Bevölkerung und Urlauber vor.

 

Aus Polizeikreisen ist zu hören, dass sich die örtliche Bürgerwehr grünes Licht gegeben hat, um in Eigenregie nach der Quelle der austretenden Cannabis-Gase zu suchen. Unterstützung leisten zwei Urlauber aus Sachsen, die ihre Pitbull Terrier als Drogenspürhunde zur Verfügung gestellt haben. Derzeit wird jedes Haus vom Dachboden bis zum Keller durchkämmt und jede Ritze ausgeleuchtet, in der Hoffnung, stellvertretend für die untätige Polizei dem Spuk ein schnelles Ende zu bereiten und den oder die Übelstäter ohne viel Federlesen abzustrafen.

 

Unbestätigten Gerüchten zufolge geht derweil in den sozialen Netzwerken ein Videoschnipsel viral, das den Verursacher der Cannabis-Gasverseuchung zeigen soll. In einer kurzen Sequenz ist eine Gruppe nicht bayerisch aussehender Jugendlicher zu sehen, die verdeckt hinter einem Gebüsch im Freibad auf der Liegewiese chillt und dabei mutmaßlich eine Haschzigarette raucht. Der Verdacht, dass die Jugendlichen schuld an der Luftverpestung mit Haschisch- und Marihuana-Dämpfen sind, ist durchaus begründet. Laut Aussage des Schwimmmeisters Sepp Obatzda (66) handelt es sich bei der Gruppe um schwererziehbare Jungen und Mädchen aus Berlin, die in den dortigen Freibädern wegen fortlaufender Missachtung der Hausordnung mit einem Hausverbot belegt worden sind und deshalb von der Abteilung Jugendförderung des Bezirksamtes Neukölln zur Läuterung nach Breit im Winkl geschickt wurden.

 

Ob sich der Verdacht gegen die Berliner Jugendlichen erhärtet oder ein anderer Grund ursächlich für die Luftverpestung mit Cannabis-Gasen ist, bleibt abzuwarten. Das Hanf Journal bleibt dran.

 

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Salah Eddine
10 Monate zuvor

Breit im Winkl

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Salah Eddine

MicMuc
10 Monate zuvor

Wer wissen möchte, auf welcher Grundlage das BtMG fußt und wie die Öffentlichkeitsarbeit der Medien diesbezüglich funktioniert, der schaue sich diese Photostrecke an …

https://www.merkur.de/deutschland/berlin/aus-die-bilder-der-gefaehrlichen-suche-nach-dem-raubtier-loewen-alarm-loest-grosseinsatz-in-berlin-zr-92413106.html

Ramon Dark
10 Monate zuvor

Nehme an, wenn die dortige total versoffene, verängstigte und mainstreammedial manipulierte Bevölkerungsmehrheit von der CSU keinen Dunst einer baldigen Problemlösung serviert bekommt bräunt sie sich demnächst bei den verschissenen Arschlöchern Für Deutschland.

buri_see_kaeo
10 Monate zuvor

Heute vor 9 Jahren erlag der cannabisassoziierte André Borchardt der Schießwut eines Aktivisten eines Freimörderkorps.
Und am heutigen Tag wird über die Interpretation eines Gutachtens der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages durch einen Hr. Pils(l)inger bei:
https://meta.tagesschau.de/id/169729/gutachter-sehen-europarechtliche-grenzen-bei-cannabis-legalisierung
kommentiert. Etwas Hoffnung besteht, denn die sonst bei diesem Thema massenhaft aus ihren (Blasen-)Löchern hervorkriechenden “also, ich arbeite in einer psychotherapeutischen Einrichtung, mit tausenden ganz, ganz jungen Cannabisopfern, bla, bla, bla”-Schreiberlinge melden sich wohltuend wenig zu Wort.
mfG  fE

MicMuc
10 Monate zuvor

Heute habe ich auf t-online von Florian Harms einen klugen, selbstkritischen Kommentar zu Friedrich Merz, das Klima, die AfD gelesen mit dem Fazit: Wir betrügen uns gern selbst … Die Liste ließe sich endlos fortführen auf allen Politikfeldern. Gefährlich wird es, wenn der kollektive Selbstbetrug normative Kraft erhält und die Wahrheit als auch jene, die sich ihr verbunden sehen, unter die Räder institutionalisierter Lüge geraten Hier ein zusammenfassender Ausschnitt: “Der Scheuklappenblick ist zur vorherrschenden Perspektive geworden. […] Unsere Sicht auf die Welt ist egozentrisch, und die tägliche Selbsttäuschung kennt keine Grenzen. Merkwürdigerweise ist diese Schwäche in den aufgeklärten Bevölkerungen westlicher Demokratien kaum weniger verbreitet als in Diktaturen, wo die Menschen von Staats wegen belogen werden. Hierzulande legen wir großen Wert… Weiterlesen »

buri_see_kaeo
10 Monate zuvor

Und ich bin heute aufgewacht mit einer Nachricht im Radio, dass 6 Medizinervereinigungen vor der Legalisierung von Cannabis warnen:
https://www.rnd.de/politik/cannabis-legalisierung-kinder-und-jugendmediziner-warnen-vor-gesundheitsgefahr-3AW5ARASKRCNBEFY5NMHUTVY7A.html
Ich wundere mich überhaupt nicht, dass aus deren Kreisen jegliche Kritik zum “begleiteten Saufen ab 14” unhörbar bleibt. Studien, deren Quellen wie immer geheim bleiben, würden belegen, dass in legalisierten Ländern die Kinder und Jugendlichen massive Gehörnschäden erleiden. Dementgegen muss es sich auf die Entwicklung der Kinder maximal positiv auswirken, wenn Erwachsene/Eltern aufgrund ihres Cannabis-Konsumes stra[f/mm]rechtslich verfolgt werden und deren wirtschaftliche Existenz ruiniert wird.
mfG  fE