Donnerstag, 8. Juni 2023

1,5 Milliarden Gramm unverkauftes Cannabis

1,5 Milliarden Gramm unverkauftes Cannabis
Foto: Su/Archiv

Die Kanadischen Cannabisunternehmen haben eine beträchtliche Menge an Cannabis produziert, die nicht verkauft wurde. Kanadas Bestand an unverkauftem Cannabis ist auf stolze 1,5 Milliarden Gramm angestiegen. Insgesamt spiegelt dies die aktuellen Herausforderungen wider, mit denen die kanadische Cannabisindustrie konfrontiert ist. Die Unternehmen sind bestrebt, Lösungen zu finden, um diese Situation zu bewältigen und ihre Geschäfte profitabel zu machen.

Die Ursachen für diesen unverkauften Bestand sind vielfältig. Zum einen hat Kanada seit der Legalisierung von Freizeit-Cannabis im Jahr 2018 eine beträchtliche Anzahl von lizenzierten Produzenten, was zu einer übermäßigen Produktion, einem starken Wettbewerb und Preisverfall geführt hat. Laut dem Consumer Price Index von Statistics Canada ist der Einzelhandelspreis von Cannabis seit 2018 um fast 30 % gesunken. Die sinkenden Preise setzen Unternehmen in der gesamten Cannabis-Lieferkette in Kanada unter Druck.

Zusätzlich haben regulatorische Herausforderungen und Engpässe bei der Lizenzierung von Einzelhandelsgeschäften in einigen Provinzen die Verbreitung von legalen Verkaufsstellen behindert. Dies hat dazu geführt, dass die legalen Anbieter mit einer begrenzten Anzahl von Vertriebskanälen konfrontiert sind, um ihre Produkte zu verkaufen.
Darüber hinaus hat die COVID-19-Pandemie die Situation verschärft. Geschäftsschließungen, Reisebeschränkungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben den Verkauf von Cannabisprodukten beeinträchtigt. Die Lieferketten wurden unterbrochen, und einige Einzelhandelsgeschäfte waren zeitweise geschlossen.

Die Unternehmen in der Branche haben versucht, mit Preisnachlässen und anderen Werbeaktionen die Nachfrage anzukurbeln, um das unverkaufte Inventar abzubauen. Der unverkaufte Bestand hat weitere finanzielle Auswirkungen auf die Unternehmen, da sie hohe Lagerhaltungskosten tragen müssen. Einige Unternehmen haben bereits Abschreibungen auf ihren Bestand vorgenommen, um die Auswirkungen auf ihre Bilanzen zu mildern.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, suchen die kanadischen Cannabisunternehmen nach alternativen Absatzmärkten. Sie erkunden Möglichkeiten im Exportgeschäft und suchen nach Chancen in anderen Ländern, in denen Cannabis legal ist. Ein weiterer Aspekt des Problems ist dabei natürlich die begrenzte Möglichkeit, überschüssiges Cannabis aus Kanada zu exportieren. Obwohl Kanada Cannabis legalisiert hat, bleibt der internationale Markt begrenzt, was bedeutet, dass die Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre überschüssigen Bestände außerhalb des Landes zu verkaufen. Darüber hinaus hoffen sie auf eine Verbesserung der Nachfrage auf dem inländischen Markt durch die Einführung neuer Produkte wie Esswaren und Getränke, die im Oktober 2019 legalisiert wurden.

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7 Kommentare
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buri_see_käo
11 Monate zuvor

Alternative Absatzmärkte? Na hier (DE), das Verbrennen alles Unliebsamen hat hier, historisch belegt, Tradition.
Nur mit dem Verbrennen von Müll tat man sich hier (DE) schwer…, ca. >25 Jahre her, da wurde der Müll mit LKWs nach DK gekarrt, die Dienstleistung DKs bezahlt…, DK hat das Zeugs (ganz regulärer Müll, Haushalte u.s.w.) getrocknet und dann unter Ausnutzung der Verbrennungsenergie verbrannt…, zur Energiegewinnung.
Ähh, hab’ ich das Thema Cannabis jetzt vergessen? Nein!, konservative Brachial-Idiotie, damals unter Helmut Kohl.
mfG  fE

Zuletzt bearbeitet 11 Monate zuvor von buri_see_kaeo
Rogg
11 Monate zuvor

Die haben zuviel Gras..?? Wo kann man seine Adresse hinterlegen…?? Tolle Marktwirtschaft…bei zuviel Ware sinkt normal der Preis…das hat sich zu den Deutschen Apotheken noch nicht durchgesprochen…

Rainer
11 Monate zuvor

Da wo man ungestört kaufen und verkaufen kann,ist das nichts Besonderes.Aber unerhört,daß so viele Menschen an sowas interessiert sind.Da braucht es Prävention,damit die lernen,daß man abstinent leben muß.So wie es hier gelehrt wird.

Rainer
11 Monate zuvor

Wieviel wird da umgesetzt? Habe ich falsch verstanden.

Krauter
11 Monate zuvor

Hier sollte Frau von der ähm Leyen einen Einkauf per SMS tätigen. Mit den Impfstoffen hat es doch auch geklappt. 1,5 Milliarden Gramm verquarzt die EU bzw. Europa locker in einem Jahr.

Zuletzt bearbeitet 11 Monate zuvor von Krauter
Haschberg
11 Monate zuvor

Wenn die Europäische Union nicht eine so konservativ durchseuchte Vereinigung wäre, die ständig versucht, jeden Fortschritt in Sachen Cannabis auszubremsen, hätten die Kanadier einen guten Absatzmarkt.
Die könnten es sogar als saubere, zertifizierte Medizin anbieten, dann hätten die Apotheken in der EU wenigstens mal was Vernünftiges in ihren Verkaufstheken anzubieten.
Aber hier stehen wieder absurde, dumme, von kranken Hirnen geprägte Vorschriften im Wege, die so sinnlos und überflüssig sind, wie dem Papst seine Eier.
Die Menschheit auf unserem Kontinent hat es trotz enormer Technisierung und Aufklärung noch immer nicht begriffen, in welch einseitige Dunkelheit sie sich unablässig von gemeinen, erzkonservativen Staatsorganen manövrieren lässt.

Fred
11 Monate zuvor

Ist doch fein wie die Regeln der Marktwirtschaft funktionieren. Es gibt ein Überangebot und der Preis schmiert ab. Nicht nur für legales Gras, sondern selbstverständlich auch auf dem Schwarzmarkt. Sinkende Marktanteile und Preise, die sich fast gedrittelt haben. Im Ergebnis wird der illegale Markt immer unattraktiver, zumal es ja auch deftige Strafen für illegalen Handel setzt. Alle Zweifler, die ja sogar vor Wachstum auf der illegalen Seite warnen, sollten sich setzen und die Strategie ” dagegen ” dringend überdenken und vernünftigerweise aufgeben. Kanada ist der Beweis für den Irrtum. Denn natürlich funktionieren die Marktregeln auch in Deutschland. Die CSCs produzieren ausschließlich kostendeckend. Ein Gewinnerzielungsabsicht liegt nicht vor. Somit sind die CSCs natürlich in der Lage, zu wahren Dumpingpreisen die Erzeugnisse… Weiterlesen »