Samstag, 27. Mai 2023

NRW will keine Modellregionen

Bild: su/Archiv

NRW will keine Modellregionen. Damit zeigt das Bundesland, dass es kein Interesse an einer fortschrittlichen Drogenpolitik hat.

Nachdem Bayern sich wenig überraschend gegen Modellregionen gestellt hat, zieht nun auch NRW nach. Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf hält weiter an dem sinnfreien Dogma der “Hirnschäden durch Cannabis” fest. Das Gesundheitsminserterium meinte, “gerade auch mit Blick auf die Gefahren Cannabis-bedingter Hirnschädigungen bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre”, berichtete der WDR.

Es ist besonders enttäuschend zu hören, gerade weil Städte wie Köln, Münster und Bonn bereits Interesse an solchen Modellprojekten gezeigt haben. Damit hat NRW sich einfach aus einem sinnvollen Diskurs gestohlen und macht nichtmal die Anstalten an einem offenen Diskurs interessiert zu sein. Aus den Reihen der Grünen kommt auch scharfer Gegenwind. “Es ist noch überhaupt nicht klar, ob bei dem Bundesgesetz das NRW-Gesundheitsministerium überhaupt ein Mitspracherecht haben wird”, sagt Ralf Unna, gesundheitspolitischer Sprecher. Ebenfalls wirft er dem Gesundheitsministerium eine “gewisse Anmaßung” vor.

Es ist absolut unersichtlich, warum das Gesundheitsministerium in NRW so irrational und peinlich argumentiert. Es ist ein Armutszeugnis einer gescheiterten Drogenpolitik. Jetzt bleiben noch 14 Bundesländer übrig, die beweisen können, dass sie die Sinnhaftigkeit der Cannabislegalisierung erkannt haben. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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Rogg
9 Monate zuvor

alte, schwarze, christliche Heuchler…zum Aussterben verdammt. Alles ne Frage der Zeit. Irgendwann werden wir gewinnen….

Zuletzt bearbeitet 9 Monate zuvor von Rogg
Haschberg
9 Monate zuvor

Dort wo der ewig gestrige Ungeist der schwarzen Pseudochristen herrscht, werden die Menschen wohl weiterhin mit den asozialen Mörderdrogen Alkohol und Tabak zurecht kommen müssen, denn wer was edles und anständiges wie die Heilpflanze Cannabis konsumieren möchte, soll weiterhin als Staatsfeind gejagt werden. Das ist Idiotismus der übelsten Art im 21. Jahrhundert. Und das in einem Land, welches an seinem eingefleischten Faschismus schon fast erstickt wäre. Dass nun der Ärztepräsident als eindeutige Pharmamarionette auch noch dagegen hält, zeigt, dass auch er keinerlei Ahnung von den Vorzügen des wunderbaren Hanfs hat und beabsichtigt, der Bevölkerung auch in Zukunft ihren einseitigen, billigen Pharmadreck überzustülpen, der sie nur noch anfälliger für weitere Krankheiten macht und die eigentlichen Ursachen oftmals nicht oder nur unzureichend… Weiterlesen »

Fred
9 Monate zuvor

Kiffende Bundesbürger passen einfach nicht in das Weltbild dieser Partei. Dabei interessiert es offensichtlich niemanden, ob Grundrechte von ein paar Millionen Menschen zu Unrecht eingeschränkt, bzw nahezu komplett eingestampft werden. Auch die Tatsache, das die Schwarzmärkte prächtig gedeihen und stetig grösser werden, wird einfach ignoriert. Hauptsache man sieht diese kiffenden Leute auf der Straße nicht. Und dafür sorgt dann die Gesetzgebung, die ja bekanntlich zum Verstecken zwingt. Modellversuche sind da aus Sicht der Union nun wirklich nicht förderlich. Man stelle sich vor, nach 5 Jahren evaluiert man das ganze und im Ergebnis erfüllen sich die Ziele, die die Bundesregierung mit ihrem Vorhaben erreichen will. Schwindende Schwarzmärkte, sinkende Kriminalität und weniger kiffende Jugendliche. Nein, da ist man lieber von vornweg gegen… Weiterlesen »

Fred
9 Monate zuvor

Hier ein Suchtforscher der mal keine Panik schiebt und von einer normalen Ebene berichtet.

https://www.n-tv.de/wissen/Wie-gefaehrlich-ist-Cannabis-fuer-die-Jugend-article24116216.html

Fred
9 Monate zuvor

Hier ist dann noch ein Mensch mit ziemlich schräger Sicht auf die Entkriminalisierung. Der Ärztekammerpräsident ist gegen die Pläne der Ampel, weil er nicht glaubt dass das Vorhaben den Schwarzmarkt verdrängt. Als ” mahnendes Beispiel ” führt er Kanada an. Dort ist der Schwarzmarkt ja auch noch zu 40 % existend.

Ich werte eine Aussage wie diese als eine Art Bankrotterklärung in der Argumentation gegen die Entkriminalisierung. Einen umwerfenden Erfolg der in Kanada umgesetzten Legalisierung ins Gegenteil umzuwidmen ist schon ein starkes Stück. Einen solchen Unsinn gibt man nur noch von sich, wenn einem nichts anderes mehr einfällt.

https://www.deutschlandfunk.de/aerzte-praesident-reinhardt-gegen-legalisierung-von-cannabis-100.html

Haschberg
9 Monate zuvor

Hallo Fred. Danke für den Tip dieses sehr interessanten Interviews mit einem ausgesprochenen Kenner dieser Materie. Stöver und Werse – stets am Puls der Zeit – gehören meines Erachtens ohnehin zu den Topfachleuten in Sachen Cannabis. Dagegen muten die endlos schrägen Ansichten dieser altbackenen konservativen Kritiker, zu denen anscheinend nun auch dieser Ärztepräsident gehört und dessen Kritik ja momentan wie ein Lauffeuer durch unsere Medien geistert, wirklich wie einseitiger, zu kurz gedachter Müll an. Die Fernsehzuschauer werden nach wie vor ganz gezielt mit ständig schlechten Nachrichten über Cannabis gefüttert. Befürworter kommen dagegen kaum zu Wort. Es wird alles getan, um die geplante Legalisierung vollends auszubremsen. Da müssen wir uns noch ganz schön auf die Hinterbeine stellen und aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse… Weiterlesen »

Fred
9 Monate zuvor

@ Haschberg

German Angst ist das Schlagwort. Es ist nahezu völlig egal was sich im Land ändern soll…..Die Angsthasen melden sind immer zuerst und in Regimentsstärke zu Wort.

Die Angst vor Veränderungen ist in Deutschland allgewärtig. Fortschritt wird grundsätzlich als etwas negatives betrachtet. Und gibt es dann noch Vorurteile wie gegen Cannabis, dann ist in diesem Land die Hölle los.
Hast aber völlig recht. Man muss dagegen halten, mit allem was da ist.

Rainer
9 Monate zuvor

Die Modelprojekte

Rainer
9 Monate zuvor

Die Entkriminalisierung ist vorrangig geplant.Beides ist irgendwie auf der Agenda.Gibt noch lange Zoff.