Freitag, 3. Februar 2023

Die Legalisierung von Cannabis wird bewusst hinausgezögert.

Foto: Su/Archiv

 Die Legalisierung von Cannabis wird bewusst hinausgezögert. Drei bigFM Moderatoren fahren in einen Coffeshop nach Amsterdam.

Amsterdam und bigFM

Die Cannabislegalisierung ist aktuell ein heißes Thema und wird breitflächig diskutiert. Von den öffentlich-rechtlichen bis über private Radiosender berichtet jeder mittlerweile über das Thema Cannabis. So auch bei dem Jugendsender bigFM, dort sorgte das Thema Cannabis diese Woche für hitzige Diskussionen. Die Radiomacher zogen nach Amsterdam um, um dort ihre Morgensendung zu starten. So konnten sie live vor Ort in einem Coffeeshop und die Cannabislegalisierung berichten.  

Die Cannabislegalisierung steht fest im Koalitionsvertrag der Ampelregierung. Somit sind auf dem Papier SPD, Grüne wie auch die FDP für die Cannabislegalisierung zu Genusszwecken für erwachsene Menschen. Laut Recherchen des News-Team von bigFM wird aber die Einführung offenbar immer weiter herausgezögert. Cannabis-Lobbyisten gehen nicht von einer Legalisierung vor dem vierten Quartal 2024 in Deutschland aus.

Die drei BigFM-Morningshow-Moderator:innen wollten wissen, was mit einer Gesellschaft passiert, in der Cannabis frei verfügbar ist. Was macht es mit der Gesellschaft, wenn Gras jederzeit zugänglich ist? Rolf Vogl, Kristina Fixemer und Fabian Kapfer senden deshalb ab Februar diesen Jahres aus Amsterdam. Jeden Morgen um 7 Uhr, wenn der Coffeshop öffnet, stehen die drei Moderator:innen bereit, um zu kiffen und zu moderieren.

Kommentare und Gedanken des Teams

Die drei Radiomacher:innen: “Wir sind selber sehr gespannt, was das mit uns macht und wie sich unsere körperliche Verfassung verändert”.

Rolf Vogl sagte uns im Interview: Wir wollen weiter über die Legalisierung von Cannabis sprechen. Wie ist es in einem Land, in dem Cannabiskonsum zum Alltag gehört? Wir wollen den Blick über den Tellerrand wagen und das Thema aus der Schmuddelecke holen. Wir wollten den Menschen einen anderen Blickwinkel auf das Thema geben. Das niederländische Modell ist dabei keine Lösung. Cannabis ist eine bewusstseinsverändernde Droge, wir wollten es nicht verherrlichen, sondern offen darüber berichten. Wir wollen sowohl über die positiven wie auch die negativen Seiten berichten.

Isabell Schrich, Diplom-Psychologin und Sucht-Therapeutin kommentiert: “Grundsätzlich wird eine Sucht bestimmt allein durch dieses Verlangen, konsumieren zu müssen, konsumieren zu wollen. Vielleicht hilft es abzugrenzen zwischen Substanzen, Missbrauch und der Abhängigkeit. Die Abhängigkeit ist dann da, wenn ich weiter konsumiere, obwohl ich schädliche Folgen habe, das heißt, wenn der Führerschein schon weg ist. Wenn ich schon die dritte Abmahnung habe, weil ich morgens verpennt habe und trotzdem weiter konsumiere, dann spricht das für eine Sucht”.

Patrick Morgan (bigFM Programmleiter) unterstützt sein Morningshow-Team: “Uns ist es wichtig, unseren Nutzer:innen zu zeigen, wie es in einem Land ist, in dem der Konsum von weichen Drogen zum Alltag gehört. Der rege Austausch mit unserer Community zeigt mir, dass die Hörer:innen Informationen und Erfahrungsberichte zum Thema Legalisierung suchen.”

Fazit zu bigFM

bigFM ist die führende nationale multimediale Medienmarke in Deutschland und stellt ein Programm für junge musikinteressierte Erwachsene zusammen. Zu hören ist bigFM in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in weiten Teilen von Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie in den Ballungsräumen Hamburg und Berlin. BigFM hat sich als Trend-Navigator für  junges, abwechslungsreiches Entertainment etabliert. Durch unterhaltsame und informierende Stories, aktuelle News und Musik ist bigFM für seine Community eine feste Instanz, die sich vom Mainstream absetzt. bigFM erreicht gerne mal 2,14 Millionen Hörer pro Tag (ma 2022 Audio II) und generiert dabei 7,525 Millionen Online Audio Sessions pro Monat (ma 2022 IP Audio IV). Produziert und verantwortet wird das Programm von der Audiotainment Südwest.

bigFM hat sich durch seine enorme Zuhörerzahl fest in den deutschen Medien als Radiosender etabliert. Durch ihre junge Zielgruppe können sie das Thema der Cannabis-Legalisierung gut bearbeiten. Durch bekiffte Moderator:innen wird das Thema amüsant an die Zuhörer weitergegeben. Fürs kiffen bezahlt werden und in einem Amsterdamer Coffeshop mit Kollegen zu quatschen klingt nach einem absoluten Traumjob. Die Cannabislegalisierung wird dadurch Mainstream und dies erhöht den Druck auf die Regierung, endlich Cannabis zu legalisieren. Wenn der Druck aus der Bevölkerung da ist, kann die Regierung sich dem Thema nicht mehr verweigern und ist gezwungen, die irritierende Salamitaktik endlich zu beenden. Wir fragen uns wie lange das noch dauert. Dazu trägt bigFM auch seinen Teil bei. Deshalb big up und Respekt von unserer Seite. Macht so weiter!

Ein Beitrag von Simon Hanf

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2 Kommentare
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David
1 Monat zuvor

Die Sucht-Therapeutin liegt bei Ihrer definition von Sucht definitiv falsch. Ist für mich nichts neues. Mir wollte auch schonmal ein Psychotherapeut erzählen (der 15 Jahre Sucht-Experte mit Auszeichnungen hatte) das wenn ich mehr als 1 mal im Monat Cannabis konsumiere, ich süchtig sei.

Besser ist einmal selber nachzulesen. So ist Sucht nach ICD-10 definiert das 3 von 6 Faktoren gleichzeitig auftreten müssen. Nach DSM V gibt es 11 Kriterien und man utnerscheidet in leicht, moderat und schwere Abhängigkeit.

Siehe dazu: https://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-a/abhaengigkeit/

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von David
buri_see_kaeo
1 Monat zuvor

Äh, dieser Psychotherapeut,
Hat er ein ein rundes, aber am Kinn eher schmal verlaufendes Gesicht?
Hat er eine, mit Ausnahme über den Ohren, ausgebildete Glatze?
Sind seine Augenbrauen außen etwas nach oben geschwungen?
Ist seine Nase eher etwas breit?
Grinst er bei öffentlichen Auftritten stets etwas verschmitzt?

Dann isser’s, ein medizinisches Phänomen, denn dem fällt die Defäkationsausbeute aus dem Mund; Du hättest Dir dessen Äußerungen besser schriftlich geben lassen sollen, igittigitt.
mfG  fE