Samstag, 7. Januar 2023

Fast jeder dritte Schmerzpatient nutzt Cannabis

Foto:Su/Archiv

Fast jeder dritte Schmerzpatient nutzt Cannabis, ist das Ergebnis einer JAMA Network Open durchgeführten Umfrage.

Cannabis gewinnt an immer mehr Popularität. Es hat ein breites Wirkspektrum, was es auch für Menschen mit diversen Erkrankungen interessant macht. Gerade für viele Schmerzpatienten ist Cannabis sehr hilfreich. Fast jeder dritte Schmerzpatient, der befragt wurde, nutzt Cannabis zur Therapie seiner Schmerzen.
Mehr als die Hälfte der 1.724 Erwachsenen, die befragt wurden, gaben an, dass sie dank Cannabis ihre Schmerzmedikation reduzieren konnten. Es konnten sowohl die Opioide als auch frei verkäufliche Schmerzmittel reduziert werden. Cannabis hatte aber auch Auswirkungen auf nichtmedikamentöse Therapiemethoden. Bei einigen Patienten führte der Cannabiskonsum dazu, dass sie ihre Physiotherapie reduzieren, einige andere Patienten machten aber mehr Physiotherapie, wenn sie Cannabis konsumierten.

„Die Tatsache, dass Patienten berichten, dass sie Schmerzmittel durch Cannabis ersetzen, unterstreicht so sehr die Notwendigkeit der Erforschung der Vorteile und Risiken der Verwendung von Cannabis bei chronischen Schmerzen.“ sagte Mark Bicket, M.D., Ph.D., Assistenzprofessor in der Abteilung für Anästhesiologie und Co-Direktor des Michigan Opioid Prescribing Engagement Network.

Cannabis ist ein wichtiges und mittlerweile auch schon etabliertes Medikament. Es wird Zeit, dass die deutsche Regierung endlich die Krankenkassen dazu verpflichtet, Cannabis zu bezahlen. Tee mit Cannabis kann auch gegen Schmerzen helfen.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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4 Kommentare
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haschberg
21 Tage zuvor

Auch ich nutze das wunderbare Cannabis schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich gegen eine ganze Reihe von gesundheitlichen Unwägbarkeiten und Schmerzen.
Dabei ist die orale Einnahme zweifelsfrei die für den Körper zuträglichste Dareichungsform, die den Organismus auf schonende Weise von innen heraus heilt und ins perfekte Lot bringt.
Ein hilfreicheres Mittel kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Deshalb sollten viel mehr potente Cannabissorten in Umlauf gebracht werden, die den Menschen nicht nur körperlich, sondern auch durch ihre bewußtseinserweiternde Wirkung weiterhelfen.

Ramon Dark
21 Tage zuvor

@ haschberg Dem kann ich wirklich nur zustimmen. Bekomme seit der Zeit, da es extreme Probleme mit der Lieferung von Medizinalhanfblüten gab hausärztlicherseits für Osteochondrose, Arthrose und gegen die damit einhergehenden Depressionen Dronabinoltropfen verschrieben. Aber manchmal reicht dieser reine THC-Extrakt einfach für die Schmerzen auch nicht aus – im Gegensatz zu kräftigen Hanfblüten- und -harzen. Auch ist bei den Tropfen der spirituelle Effekt im Gegensatz zu den naturbelassenen pflanzlichen Ausgangsprodukten etwas begrenzt. Etwas verbessern lässt sich die Wirkung der Tropfen durch gleichzeitige Einnahme kräftiger CBDblüten und -harze die es bei uns zur Zeit in einer Tankstelle gibt. Ist aber immer noch nicht so wirksam wie THC-reiche Blüten oder Harze selbst mit ihrem natürlich gewachsenen Cannabinoid- und Terpenverbund. Orale Einnahme hat… Weiterlesen »

Heisenberg
20 Tage zuvor

Jeder Cannabispatient soll selbst entscheiden dürfen,ob Blüte oder Gebräu.Wenigstens da könnte was besser werden.

Ramon Dark
20 Tage zuvor

@Heisenberg Das finde ich auch. Aber es lag und liegt nicht am Hausarzt, sondern an Erhältlichkeit und Zahlung durch die Krankenkasse. Bin gerade am erforschen, mit welcher rechtswirksamen Begründung ich nach der langen Zeit wenigstens den zahlenden Umstieg auf Blüten von der Kasse fordern kann ohne dort rechtlich begründbare vollständige Zahlungsverweigerung auszulösen. Ausserdem sollten auch Medizinalhaschischsorten gesundheitsrechtlich eingeführt werden. Schliesslich gibt es individuelle Unterschiede bei der Wirksamkeit der Cannabisprodukte.