Samstag, 3. Dezember 2022

Die Familie die Gras im Darknet verkaufte

Bild: Archiv/Su
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Die Familie, die Gras im Darknet verkaufte, muss sich nun einem Ermittlungsverfahren stellen. Sie sollen mindestens 60.000 Päckchen verkauft haben.

Eine Berliner Familie soll Cannabis im Darknet verkauft haben. Dabei haben sie Millionenumsätze erwirtschaftet. Dies geht auf einen Bericht des Tagesspiegels zurück. Laut Anklage soll die Familie 60.000 Cannabis-Sendungen per Post verschickt haben. Ein 31-jähriger gilt als Chef der “Bande”. Seine beiden Eltern im Alter von 63 Jahren sowie zwei weitere Männer sind mitangeklagt. Das Verfahren gegen die Mutter des Beschuldigten wurde vom Berliner Landgericht wegen gesundheitlicher Probleme der Frau eingestellt.  Der Sohn gab an, im Mai 2021 mehrere Drogen-Onlineshops betrieben zu haben. Allerdings seien die Umsätze deutlich geringer, als die Staatsanwaltschaft angenommen hat. Der Sohn habe wegen seines Drogenkonsums Geldsorgen gehabt und sei verschuldet. Der Online-Drogenhandel sei die Möglichkeit gewesen, gegen diese Verschuldung anzugehen.

Die Staatsanwaltschaft geht von bandenmäßigen und bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln aus. Dabei schätzte sie den Gesamtumsatz auf etwa 4,8 Millionen Euro.  Über sieben Shops im Darknet wurden jeweils zwischen 5 und 30 Gramm Cannabis verschickt. Der Bedarf wurde durch eine eigene Aufzuchtanlage der Beschuldigten befriedigt. “Im Juni 2022 fand die Polizei bei Durchsuchungen bei den Verdächtigen Drogen, Waffen, Munition sowie etwa 450 000 Euro Bargeld”, heißt es laut Tagesspiegel.

Dieser illegale Drogenhandel ist weiterhin in der Hand von Kriminellen. Es ist nicht nur der kriminelle Drogendealer an der Straßenecke, sondern das meiste findet online im Darknet statt. Dort ist das ganze noch schwieriger zu kontrollieren. Gerade im Darknet nimmt der Drogenhandel stetig zu.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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2 Kommentare
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haschberg
1 Monat zuvor

Gerade weil die Schwarzmärkte nun auch im Darknet florieren, ist es allerhöchste Zeit, endlich legale Bezugsquellen für Hanfprodukte aller Art zu schaffen.
Ein Staat, der so gefährliche Killerdrogen wie Alkohol und Tabak im öffentlichen Handel beläßt, sollte sich bei einer uralten, nicht einmal tödlichen Heilpflanze, die bei legaler Abgabe mit Beipackzettel sehr gut zu dosieren ist, nicht in die Hose machen.

Ramon Dark
1 Monat zuvor

Wenn das Cannabis bester Qualität und vielleicht sogar Outdoor war wäre eigentlich das Bundesverdienstkreuz angemessener als Bestrafung und Raub der Restware. Mit so einem Schwarzmarktumsatz sind Waffen leider schon fast notwendige Selbstverteidung, die sich bei legalen Absatzmöglichkeiten erübrigen könnten. Bei einer Alkoholprohibition würden sich in grösserem Massstab betätigende Weinbauern, Brauereien, Schnapsbrenner und ihre Händler im Untergrund wegen existierender mafiöser Strukturen auch bewaffnen. Die USA der 30er Jahre kann ein Lied davon singen. Prohibition fördert schon immer auch den Waffenhandel.