Samstag, 5. November 2022

Cannabisverkauf doch in der Apotheke?

Foto: Su/Archiv

Kommt der Cannabisverkauf doch in der Apotheke? Zwei Drittel können sich die Abgabe in der Apotheke vorstellen.

Aus einer neuen Umfrage geht hervor, dass sich zwei Drittel der Befragten den Cannabisverkauf zu Genusszwecken in der Apotheke vorstellen können. Nur etwa die Hälfte war für den Verkauf in lizenzierten Fachgeschäften. 27 Prozent konnten sich aber auch die Abgabe durch staatlich gewählte Institutionen vorstellen. 

Wenig überraschend ist jedoch, dass 54 Prozent für eine Höchstabgabemenge pro Person sind. 

34 Prozent sind den Eckpunkten der Bundesregierung gegenüber positiv eingestellt. Fast genauso viele, nämlich 38 Prozent, finden die Eckpunkte nicht gut und kritisieren diese. Eine große Differenz gibt es aber bei den Altersgruppen. Die Legalisierung finden circa 80 Prozent der 18 – 29 Jährigen gut, bei den über 70 Jährigen sind es immerhin noch 51 Prozent. 

Das Thema der Cannabislegalisierung wird aber gespannt von der Bevölkerung verfolgt. Es sind in der allgemeinen Bevölkerung 70 Prozent und bei der Altersgruppe der 18 – 29-Jährigen sogar 87 Prozent die den Prozess gespannt verfolgen.

Cannabis wird in der Gesellschaft immer mehr anerkannt. Das Stigma fällt selbst in der Personengruppe der Senioren. Cannabis wird normalisiert und das ist auch gut so. Die Legalisierung ist längst überfällig und sollte schleunigst von der Bundesregierung umgesetzt werden.

Ein Beitrag von Simon Hanf

4 Antworten auf „Cannabisverkauf doch in der Apotheke?

  1. Heisenberg

    Da fällt mir das Ende der neunziger Jahre ein.Wir dachten,der Verkauf in Apotheken wird in Kürze Wirklichkeit.Es verlief wie Wasser im Sande.

  2. Ramon Dark

    Würde mich mal interessieren, wieviel von den Befragten selbst Cannabis konsumieren und aus welchen Gründen sie den Verkauf als Genussmittel dort gegenüber dem Verkauf in lizenzierten Fachgeschäften und Cannabis Social Clubs vorziehen würden. Alkohol wird schliesslich in Apotheken auch nur in Form des 100%igen Weingeistes sehr teuer verkauft und nicht als Schnaps, Wein oder Bier. Die Sache mit den Eckpunkten hat Georg Wurth vom DHV letzthin gut auf einen Punkt gebracht: Sie sind lediglich ein Schritt in die richtige Richtung, aber immer noch zu restriktiv.

  3. haschberg

    Das Cannabis künftig nur in Apotheken zu verkaufen, halte ich auf Dauer für nicht durchführbar.
    Die sind ja schon jetzt alle vollgestopft mit hunderten von Mittelchen der Pharmaindustrie.
    Wo soll da noch Platz sein für die große Theke eines Fachgeschäftes nach amerikanischem Vorbild mit den jeweiligen unterschiedlichen Sorten?
    Oder soll Cannabis nur in einer Ecke der Apotheke mit wenigen Sorten präsentiert werden?
    Das wäre nichts Halbes und nichts Ganzes.
    Außerdem fehlt den mehrheitlich cannabisfeindlichen Apothekenmitarbeitern bislang ohnehin das Fachwissen über diese vielfältige Heilpflanze.
    Ohne Fachgeschäfte wird sich der Verkauf von Cannabisprodukten wohl schwerlich umsetzen lassen.

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