Montag, 26. September 2022

Schwere Verluste im Anti-Cannabis-Krieg

Spanische Strafverfolgungsbehörden zerschlagen Cannabis-Handelsorganisation in Cádiz

Cannabis

 

 

Eine tagesaktuelle Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Im Vernichtungskrieg gegen kiffende Menschen haben Guardia Civil und Zoll die sogenannte „El-Tomate-Bande“ zur Strecke gebracht. Das Raubgut der Anti-Drogenkrieger umfasste 14.380 Kilogramm Haschisch; 49 mutmaßliche Bandenmitglieder konnten widerstandlos festgenommen und in Kriegsgefangenschaft genommen werden.

 

An der seit Dezember 2021 laufenden paramilitärischen Operation waren rund 400 Beamte der spanischen Strafverfolgungsbehörden beteiligt. Am Freitag stürmten bis unter Zähne bewaffnete Polizeisöldner 37 Objekte in Sanlúcar, Chipiona und Trebujena in Cádiz sowie im Dorf El Rocío in Huelva. Bei dem staatlich legitimierten Terrorüberfall auf das Cannabis-Handelsunternehmen wurden laut Polizei überdies diverse Schusswaffen und Munition, ein dreimotoriges Highspeed-Schlauchboot, Treibstoffflaschen, Dokumente und Mobiltelefone konfisziert.

 

Zur großen Freude der spanischen Anti-Cannabis-Streitkräfte konnten bei der „Operation Baree“ auch der bereits mehrfach vorbestrafte Cannabis-Importeur Antonio Romero alias „El Tomate“, der erst im März 2020 aus dem Gefängnis entlassen wurde, und sein Compagnon Eloy el Candela in Eisen gelegt werden. Nach Angaben der Behörden führten beide die Handelsorganisation an.

 

So schön der Gewinn der Schlacht von Cádiz für die spanischen Anti-Cannabis-Krieger auch ist, zeigt die „Operation Baree“ doch, dass sich der internationale Cannabis-Handel trotz aller Kosten und Mühen nicht einfach so „beseitigen“ lässt. Der Erfolg ist nur eine Bestätigung für die Funktionalität der Schmuggler-Netzwerke und die Lieferketten bis hin zum Endverbraucher.

 

Nach Behördenangaben haben „El Tomate“ und seine Mitarbeiter monatlich rund 20 Tonnen Haschisch aus Marokko nach Spanien eingeführt. Das heißt im Klartext, dass seit Ermittlungsbeginn annähernd 200 Tonnen Haschischharz am Zoll vorbei auf den europäischen Schwarzmarkt gelangt sind. Der Gewinn des Handelsunternehmens dürfte sich also auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen.

 

Die Frage, die sich nach dem Megabust ist Andalusien stellt, ist, wieso Deutschland die spanischen Streitkräfte an der Front des Anti-Cannabis-Krieges seit Jahrzehnten alleine, also im Stich lässt. Wäre es angesichts der schrecklichen Kampfhandlungen, aus denen die Cannabis-Handelsunternehmen zumeist als Sieger hervorgehen, nicht längst die oberste Pflicht Deutschlands, die spanischen Truppen mit schwerem Kriegsgerät zu unterstützen? Warum liefert die Bundesregierung keine Hubschrauber und Kampfjets, keine Kriegsschiffe und U-Boote, keine Tretminen und ABC-Waffen, um nach über einen halben Jahrhundert das gesteckte Kriegsziel einer vollständigen Vernichtung der Hanfkultur zu erzwingen? Spanien gehört zu Europäischen Werteunion, ist NATO-Bündnispartner und hat (noch vor der Ukraine) ein verbrieftes Recht darauf, mit Hightech-Rüstungsgütern made in Germany beliefert zu werden. Ebenso längst überfällig ist die Entsendung deutscher Soldaten zur Unterstützung der auf verlorenem Posten stehenden spanischen Kombattanten.

 

Ferner sollte die Bundesregierung dem spanischen König und seinem Volk anbieten, beim Bau eines Anti-Haschisch-Schutzwalls an Spaniens Mittelmeer- und Atlantikküste behilflich zu sein. Es muss ja nicht gleich eine Berliner Mauer mit Selbstschussanlagen und Todesstreifen sein, aber ein hübsch abgesicherter Maschendrahtzaun altgermanischer Bauart an den Goldstränden der iberischen Halbinsel hätte sicher eine abschreckende Wirkung auf all jene Unholde, die Westeuropas Bevölkerung mit Cannabis vergiften wollen.

 

Deutschland sollte stets bedenken, dass EU-Recht den Handel mit Haschisch und Marihuana unter schwerster Strafandrohung verbietet, hingegen den Einsatz deutscher Soldaten auf NATO- und EU-Territorium zur Abwehr böser Mächte zwingend gebietet.

 

 

2 Antworten auf „Schwere Verluste im Anti-Cannabis-Krieg

  1. Crossfire V6

    Seit dem Aufschrei der deutschen Regierung für die Legalisierung (die inzwischen auf Grund des UN war on drugs wieder revidiert wurde)
    Wird der Ton hier immer aggressiver und richtig sarkastisch. Wahrscheinlich weil ihr auch nicht an die Legalisierung glaubt.

  2. buri_see_kaeo

    Aber nachlassen werde ich nicht. Hr. Weil (Ministerpräsident von NDS, SPD) hatte kürzlich in einem Interview (Auszüge bei DHV-Video #351) klargestellt, dass eine Zustimmung zu den Legalisierungsvorhaben unter seiner Landsregierung keinesfalls sicher sei…, somit brauch auch die SPD bei der LT-Wahl meine Stimme nicht. Meine korrekt! ausgefüllten Briefwahlunterlagen werde ich als Foto der SPD mit einer Begründung meines Wahlverhaltens zukommen lassen – also alles wie gehabt.
    Anfang Januar werde ich 63, und ich werde schleunig Rente beantragen. Durch Corona waren bisher erforderliche Vorbereitungen zur Umsiedlung in den äußersten Norden Thailands nicht möglich, verschiebt sich etwas. Das heisst, Eure Legalisierung betrifft mich nicht mehr, werde sie aber von dort aus unterstützen.
    Glauben an die Legalisierung? Die aktuelle Legislaturperiode dürfte (Unkraine-Ausrottung -> Ernergieprobleme) durch die Attacken von Schwarzbraun gegen besonders Hr. Habeck vorzeitig beendet werden; dann ist der Michel die nächsten 16 Jahre wieder den realitätsblinden Reaktionären ausgeliefert, denen er das Ausmaß der Energieknappheit zu verdanken hat…, und ab 2040 bin ich 80, Fragen?
    mfG  fE

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