Dienstag, 16. August 2022

Pfarrkirchen: Erneute Strafanzeige gegen junge Männer

Foto: Su/Archiv

Pfarrkirchen: Erneute Strafanzeige gegen junge Männer. Drei junge Männer wurden in Pfarrkirchen mit Cannabis erwischt – Strafanzeige.

Am Freitag gegen 22:30 Uhr erhielt die Polizei in Pfarrkirchen eine Meldung wegen Ruhestörung. Es sollen laut eines Berichts von PNP Jugendliche im Bereich des Holzstegs an den Rottauen für unnötigen Lärm gesorgt haben. Als die Polizei an besagter Stelle antraf, konnten sie keine weitere Lärmbelästigung feststellen. Sie fanden drei junge Männer, zwei waren 20 Jahre alt und einer war 21 Jahre alt.

Zwar konnte die Polizei die Jugendlichen nicht bei der Lärmbelästigung erwischen, dafür jedoch mit etwas viel schlimmeren – Cannabis. Es waren sogar zwei ganze Tüten Cannabis und dazu noch ein Grinder. Dieser schockierende Fund, rechtfertigt natürlich das Einschreiten der Polizei. Die Beamten konfiszierten die Tüten. Ebenfalls erwartet die drei junge Männer jetzt auch ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dies ist auch verständlich. Den was soll sonst getan werden, die jungen Männer aufklären und sie dann ziehen lassen? Nein schließlich müssen die Leben der jungen Männer mit einem Strafverfahren belastet werden, weil sie es gewagt haben Cannabis zu besitzen und vermutlich auch zu konsumieren. Cannabis ist für Jugendliche nach der Legalisierung schwerer erhältlich. 

Ein Beitrag von Simon Hanf

4 Antworten auf „Pfarrkirchen: Erneute Strafanzeige gegen junge Männer

  1. buri_see_kaeo

    Aber das liegt doch in (Nieder-)Bayern…
    Und daher ist nicht ausgeschlossen, dass man sich mit dem Strafmaß an dem der USA Basketballspielerin Brittney Griner in Russland orientieren wird. Anstatt jahrelang am ganz, ganz großen Rad zu drehen (evtl. vergeblich -> Falle Bundesrat), hätte die Bundesregierung längst die straffreie geringe Menge zur Verbindlichkeit machen sollen und die Abbauprodukte-FE-Ersatzbestrafung in Richtung „wirksamer Substanz Nachweis“ auf eine belegbare Begründung stellen sollen. ImO bisher nur versagt!
    mfG  fE

  2. Ramon Dark

    Wahrscheinlich waren sie nach dem Konsum des ersten Dübels etwas cooler und leiser, als wie wenn sie sich mit Alk oder Chemoscheiss zugedonnert hätten. Und mit 20 bzw. 21 Jahren Lebensalter sind es auch keine Jugendlichen mehr, sondern erwachsene junge Männer die wissen, was sie tun und garantiert auch keine Aufklärung und vor allem keine lebenszerstörenden Strafmassnehmen mehr benötigen. Scheiss Prohibition! Bei dem Ausmass an Ungerechtigkeit wirds Zeit für die versprochene und auch eine sofortige und unbürokratische Änderung der grund- und menschenrechtsverachtenden Justizpraxis – internationale Verteräge hin oder her. Bei Verträgen gibt es schliesslich immer Interpretations- und Umgehungsmöglichkeiten sowie im Extremfall auch die Möglichkeit des wissenschaftlich begründeten Ignorierens. Wird doch bei wirtschaftlichen, machtpolitischen und militärischen Interessen von den meisten Regierungen grundsätzlich so gemacht, wieso also nicht endlich einmal für etwas Positives wie Grund- und Menschenrechte im Inland? Und auch das allgemein übliche Gesetzgebungsverfahren lässt sich im Hauruckverfahren leicht verkürzen und im Extremfall sogar durch Notverordnungen zumindest vorübergehend umgehen, das hat das Negativbeispiel kapitalistische Coronapolitik gezeogt.

  3. Substi

    So wie ich diese Art von Einsätzen kenne, wäre es für die Beamten ein Leichtes gewesen nach dem Rechten zu sehen und eine kleine Ansprache bei Bedarf halten und gut wär’s gewesen! Aber nein, ich kann mir nicht vorstellen, daß die jungen Männer mit dem Joint oder eben dem Canna vor der Polizei kokettiert haben, so daß die Beamten gezwungen waren genauer zu schauen und zu reagieren! Vielmehr scheint es, es wurde explizit nach pösem Haschgift gesucht, weil sie gut drauf aber nicht betrunken waren! Polizisten machen das gerne, auch wenn sie jetzt etwas Anderes behaupten, nach Drogen suchen gehört zu ihrem Job wie die Waffe anzulegen, deshalb vermuten sie in jedem Loch etwas zu finden! Drugdigging nenn ich das, man sieht auch wie das Adrenalin schießt und der Jagdinstinkt voll da ist…wenn eine Streife etwas finden will, sei es auch nur weil sonst die Begründung zum Durchsuchen fehlt, werden sie zu Suchhunden die erst nachgeben wenn sie etwas gefunden haben!
    Kurz um…..was ich eigentlich sagen wollte:
    Die Beamten hätten nach dem Rechten sehen können und wieder gehen! Haben sie aber wieder mal nicht!
    Ach; und „Gefahr im Verzug“ ist verbalblödsinn und gibt es so gar nicht!
    Wenn Gefahr besteht besteht Gefahr und die Polizei muss eingreifen; Mann steht mit Messer an Kehle von seiner Frau vor den Beamten, ein Selbstmörder/in droht von einem Kran zu springen….DAS sind Gefshren, aber kein kiffender Mensch der keiner Fliege etwas antut! #Legalizeit

  4. Heisenberg

    Zuerst müßte das Betäubungsmittelgesetz abgeschafft (oder zumindest geändert)werden,bevor legalisieren etwas weiter voran schreiten kann.Dann braucht die Polizei Ersatz für die Kifferverfolgung,um sich weiterhin selbst zu verwirklichen.Die Diskussion müßte mal langsam beginnen.0.3 nano imBlut (oder im Serum?)sind gerade im Gespräch.Ein Schelm,der Böses dabei denkt.

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