Sonntag, 1. Oktober 2017

Cannabis ist nach einer Legalisierung für Jugendliche schwerer erhältlich

 

Vier amerikanische Universitäten untersuchten die Realität mit legalem Cannabis.

 

Bild: rob_gonyea / freeimages
Bild: rob_gonyea / freeimages

 

Argumente von Cannabisgegnern gegen die Legalisierung beschränken sich in erster Line auf zwei Grundsäulen, die von gutgläubigen Menschen in der Bevölkerung heute noch immer gerne geschluckt werden. Der allgemeine Jugendschutz und das Verhindern von traurigen Drogenkarrieren – die natürlich allesamt mit ein bisschen Kiffen begannen – finden selbstverständlich jederzeit bei treuen Seelen Anklang, da wohl niemand Heranwachsenden in der Zukunft einen schmerzhaften Tod auf Bahnhofstoiletten wünscht. Jedoch sind solche oft auch noch von Fachleuten gemachten Aussagen, die eben eine Cannabislegalisierung mit derartigen Schauermärchen verknüpfen, nicht nur vollständig falsch, sie sind leider auch äußerst kontraproduktiv. Denn Cannabis ist nach einer Legalisierung für Jugendliche schwerer erhältlich, wie vier verschiedene amerikanische Universitäten nach Überprüfung offizieller Daten bestätigten, noch lässt sich das Stigma der Einstiegsdroge wissenschaftlich halten.

 

Daten, die die Jahre von 2002 bis 2015 überspannen, sind von Mitarbeitern vier wissenschaftlicher Institute durchforstet worden und lassen diese final zu dem Schluss kommen, dass seit der Teillegalisierung von Cannabis in verschiedenen Bundesstaaten der USA ein spürbarer Rückgang in dessen Verfügbarkeit für Jugendliche stattgefunden hat. So wäre die einstige Aussage von Jugendlichen, dass sie unproblematisch an die berauschende Natursubstanz gelangen könnten, nicht mehr in der Stärke zutreffend, wie noch in der Vergangenheit. Für insgesamt 27 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sei es nun nicht mehr ganz so einfach an Cannabis zu gelangen, wobei besonders bei den 12- bis 14-Jährigen ganze 43 Prozent erstmals stärkere Lieferschwierigkeiten erleben sollen. Ende Dezember 2016 kam die Universität Michigan bereits zu ähnlichen Ergebnissen – kürzlich klang das Fazit des Washington State Institutes for Public Policy vergleichbar.

 

Jetzt fehlt es doch eigentlich nur noch, dass auch die Einstiegsdrogentheorie von wissenschaftlicher Seite als Irrtum bestätigt wird, damit gewisse Fachleute in politischen Kreisen endlich einmal der Realität mit legalem Cannabis ins Auge blicken müssen und selbst nicht mehr länger das Weißblaue vom Himmel erzählen können …

6 Antworten auf „Cannabis ist nach einer Legalisierung für Jugendliche schwerer erhältlich

  1. Lars Rogg

    Jetzt hört endlich auf unsere Mortler mit der Realität zu verwirren. Ist doch eh alles gelogen und Hanflobbyisten Geschwafel, dass unsere Jugend vergiften soll. Tzz, so was von unverantwortlich…(Ironie aus).

  2. Marci

    Hoffe das die Hexe jetzt nicht noch einmal 4Jahre Kriminalisiererin der Hanflobby wird. Soll sich schön in ihren Weinkeller verziehen.
    Ich wünsche mir, dass dieser Posten die FDP kriegt. Die Grünen sollten ja eigentlich, aber die Legalisierung schafft, wenn nur die FDP. Aber auch nur, da dort schlaue Leute sitzen, die wissen, wieviel Kohle da dem Staat entgeht

  3. Ralf

    FDP= Alter Wein in neuen Flaschen. Es ist der selbe Lobbyistenscheißhaufen mit denselben Leuten (Kubicky, Niebel, Lindner und Konsorten), die er immer war. Es gibt so viele Parteien die uns noch nicht in den Arsch getretenund an die Konzerne verkauft haben, wieso fallt ihr immer wieder auf die selben rein? Das ist mir einfach total ein Rätsel!

  4. Lars Rogg

    @Ralf
    wir wahr, geblendet von den Lügen der alten Lügner. Nicht aufregen, die werden schon sehen was nicht passiert…fast witzig..:)

  5. Marci

    Nehmt mich nicht falsch beim Wort. Ich sage nicht, dass es für eine Legalisierung die kompetentesten Parteien sind. Meinte ja nur, dass es eine Chance ist to get a change! Die Zeiten haben sich geändert und das kann mit einer Neubesetzung des Bundesdrogenbauftragten aus einer Grünen und FDP mitgeführten Koalition durchaus mehr Prozentpunkte für eine kommende Legalisierung geben als unter jetziger schwarz/rot mit Mortler an der Spitze dieses Amtes.
    Desweiteren gebe ich dir ja recht, wenn du von den Lobbies abfällig sprichst. Klar Lobbys gibt es überall, aber meint ihr nicht auch, dass wenn Cannabis legalisiert wird es nicht auch große Cannabislobbies gibt, und ihr hofft, dass diese Lobby bzw auch alle mit tragenden Konzerne ausreichend von Politik unterstützt werden.
    Ich sage immer Leben und Leben lassen. Es wird uns Cannabskonsumenten auch allen mal zu Gute kommen.
    Zu den anderen Parteien kann ich nur Gäähn sagen. Tolle Ideen alle aber nicht umzusetzen, außer das wir den Karren voll vor die Wand fahren. Die Einstellung mancher Politiker bzw vieler Politiker muss sich einfach sprachlich grundlegend verändern.

  6. Ralf

    @Marci
    Du hast natürlich nicht ganz unrecht, aber für mich stellt sich einfach die Frage, wie weit man diesen Leuten überhaupt trauen kann, und eine Legalisierung im Sinne des großen Geldes ist mir zutiefst suspekt. Legalisierung durch die Konzerne? Aus miesen Motiven (reiche und mächtige Aktionärs-und Bänkster Bonzen noch reicher und mächtiger zu machen) heraus kann nichts gutes entstehen, und für mich persönlich, der fast sein komplettes Leben lang verfolgt und durch viele staatsterroristische Gewaltaktionen das Leben verstümmelt bekommen hat, ist es mittlerweile eine Frage der Ehre und des Selbstwertgefühls nicht von den Tätern (und die FDP hatte schon mal eine Drogenbeauftragte und ist deswegen, man denke eben nur auch an diese Volksverhetzerin und Drogenbeauftragte Dyckmanns oder wie diese dämliche Verwaltungsgerichts-Sch…pe hieß, eindeutig eine Täterpartei), wie von den Göttern gegeben, die Legalisierung zu „empfangen“, aber das sehen einige systemhörige Kommentatoren hier sicher anders.

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