Sonntag, 3. Juli 2022

Lauterbach fordert “Safety First” bei Legalisierung  

Quelle: BMG / Thomas Ecke

Gesundheitsminister Lauterbach fordert “Safety First” bei der Legalisierung von Cannabis. Er möchte Kinder und Jugendliche schützen.

Karl Lauterbach möchte bei der Cannabislegalisierung auf Nummer sicher gehen. Besonders im Fokus hierbei sind Kinder und Jugendliche. Denn Cannabis kann gerade bei jungen Menschen „ein Leben zerstören, bevor es richtig angefangen hat“ so der Gesundheitsminister. Der Minister findet dazu klare Worte: „Was wir nicht wollen, ist, dass wir Cannabis verharmlosen.“ Lauterbach möchte ganz klar vor allem Kinder und Jugendliche bei der Legalisierung schützen. Des weiteren fügt er hinzu, dass junge Menschen „sehr häufig auf der Strecke bleiben, was die schulische und berufliche Ausbildung angeht.”

Dabei verweist der Minister auf seine eigene Vergangenheit  „Gute Freunde von mir sind [von Cannabis] abhängig geworden, sind später umgestiegen auf andere Drogen und gestorben.“

Hierbei ist es wichtig zu differenzieren. Die Menschen welche illegal Cannabis erworben haben, wurden und werden kriminalisiert. Diese Kriminalisierung sorgt dafür, dass Menschen weiter in die Illegalität getrieben werden. Ebenfalls sind mangelnde “Safer Use” Aufklärung auch ein Faktor an der Schuld der Drogentoten.

Lauterbach hegte noch vor wenigen Jahren eine negative Meinung gegenüber Cannabis.  Mittlerweile hat er aber erkannt, dass „Die repressive Umgangsweise mit Cannabis ist gescheitert“ sei. Des weitern fügt er hinzu „Die Risiken der derzeitigen Praxis sind größer, als was man erreichen könnte mit einer kontrollierten Abgabe.“

Karl Lauterbach war in der Lage auf einer wissenschaftlichen Basis seine Meinung zu revidieren. So sollte ein guter Gesundheitsminister auch handeln. 

Ein Beitrag von Simon Hanf

11 Antworten auf „Lauterbach fordert “Safety First” bei Legalisierung  

  1. Andre

    Hallo zusammen!
    Kinder und jugendliche schützen!
    Dann sollte man es kontrollierter abgeben in bestimmten Geschäften oder Apotheken und ab +21 mann sollte schon acht geben aber dann einfach besser kontrollieren!

  2. LoboBobo

    Kinder und Jungensliche sollte man vor allem vor Alkohol schützen,seil davon sterben ja auch mal welche.

  3. Haschberg

    Gratuliere! Endlich haben wir mal einen Gesundheitsminister, der diesen großartigen Titel auch verdient.
    Er hat bislang Wort gehalten und die Sache mit der Legalisierung nun sogar vorgezogen.
    Es bleibt zu hoffen, dass seine weiteren Schritte trotz des heftigen Gegenwinds erfolgreich verlaufen.

  4. Substi

    @Haschberg:
    Es wird Dir nicht gefallen was er umsetzen würde…!

    Kinder und Jugendliche schützen? Wovon quatscht dieser Mann? Keiner will, daß Kinder kiffen und Jugendlichen könnte man mit mehr ordentlichen Informationen über Cannabiskonsum im Wachstum versorgen, eventuell www oder/und Schule…
    Was tut diese Regierung eigentlich gegen das Alkoholproblem in D? Wochenende für Wochenende besaufen/feiern Jugendliche sich das Hirn mit u.A Alkohol matschig und sein größtes Problem ist die harmloseste Substanz von allen Genussmitteln, das stinkt ja nach Lobbyismus! Es ist nur noch lächerlich!

  5. Haschberg

    Hallo Substi.
    Ich spreche hier in erster Linie vom Cannabis und da bin ich recht zuversichtlich.
    Natürlich muss auch beim weit verbreiteten Alkoholmissbrauch viel entschiedener vorgegangen und aufgeklärt werden.
    Was in den letzten Jahrzehnten von der Politik verschlafen wurde, kann nicht in allen Bereichen von heute auf morgen reformiert werden.
    Wir werden die Sache jedenfalls weiter verfolgen und vielleicht noch einige Verbesserungsvorschläge machen.

  6. QiSan

    Ups, komisch …

    immer mehr Politiker im Rampenlicht bekennen sich dazu, dass sie Freunde im Drogenmilieu haben/hatten, die von Cannabis abhängig geworden sind, später auf andere Drogen umgestiegen und dann daran gestorben sind. Tja, Politiker sind eben häufig im kriminellen Milieu unterwegs – haben aber nie etwas illegales gemacht.

    Kinder- und Jugendschutz wurde wohl als neue Leitlinie gegen eine schnelle und umfassende Hanf-Legalisierung in das kleine Propaganda-Handbuch für Politiker aufgenommen.

    Übrigens war es Karl Lauterbach, der zusammen mit Ulla Schmid die deutschen Krankenhäuser mit der Einführung der Fallpauschale und der Forcierung der Privatisierungen ruiniert hat. Somit maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass an deutschen Kliniken katastrophale Zustände herrschen. Die er anprangert – aber selbst verursacht hat.

    So ticken die, so sehr an Kinder- und Jugendschutz und dem Allgemeinwohl im Besonderen interessierten Politiker. Zu jeder Zeit und immer alles richtig gemacht! Jupp …

    Und wenn dabei nur Mucks, Leid, und ein Scherbenhaufen rauskommt qualifiziert das für Höheres:
    z.B. für den Posten des Gesundheitsministers. Voilà …

    Namaste

  7. Otto Normal

    Naja Lauterbach… der Spritzenfanatiker, der sollte sich besser um die Heroinlegalisierung kümmern, dann kann er wieder Spritzen verteilen… aber jetzt wird alles gut, denn jetzt nimmt sein Chef die Sache selber in die Hand. Scholz der anscheinend doch sehr viel Erfahrung mit Cannabis hat gibt nun erste Tips zum Umgang mit dieser extrem gefährlichen Droge:

    hatetepees doppelpunkt 2x schräg wewewe Punkt msn.com/de-de/nachrichten/politik/bei-cannabis-legalisierung-das-r%C3%A4t-olaf-scholz-konsumenten/ar-AAZ937H?ocid=msedgdhp&pc=U531&cvid=c307e41ea3a045229eb97f0f43775b02

    Ich wußte gar nicht das Scholz was über Cannabis weiß, aber ok ein Sozi, da gilt stille Wasser sind tief.
    Da sieht man wie wichtig die Kiffer doch für unsere Regierung sind. Der Chef persönlich kümmert sich nun darum, er hat wohl nun auch erkannt das Lauterbach das alleine nicht auf die Kette kriegt.

    Er rechne sich zu denjenigen, „die es nicht gut finden, wenn man davon viel Gebrauch macht“, sagte Scholz am heutigen Sonntag in der ARD mit Blick auf den Cannabis-Konsum.

    Da hat er recht! Jeden Sonntag in die Kneipe, saufen bis die Schwarte kracht und Abends dann nach Hause getorkelt, ins Treppenhaus oder den Aufzug gekotzt, vllt. die keifende Alte noch durchgeprügelt oder je nachdem auch mal die Blagen ist viel deutscher als der linksversiffte Kifferhaufen.

    „Einen Termin für die Umsetzung wollte er nicht nennen – das Projekt solle aber nicht erst zum Ende der Legislaturperiode umgesetzt werden.“

    Die ist aber bald vorbei und wenn es schlecht läuft auch schon früher. Auch die Regierung Schröder ist über ein Mißtrauensantrag gestürzt worden, die Grünen haben da sicher noch lebende Zeitzeugen die damit Erfahrung haben. Denn merke: Nicht jede Legislaturperiode erstreckt sich über die gesamten 4 Jahre.

    Die Cannabis-Legalisierung sei „schon ein juristisch und gesundheitspolitisch ziemlich aufwändiger Vorgang“, sagte der Kanzler. „Es ist nicht mit einem Strich getan.“

    Ja los Leute dann erst recht ran an die Arbeit. Kommt in Wallung! Durch liegen lassen – wie es die schlafenden Murmeltiere beim BVG in Karlsruhe bei unangenehmen Themen praktizieren – wurde noch nie etwas erledigt.

    Man sollte Scholz mal fragen ob er evtl auch Tips zum Saufen oder Tabakkonsum hat denn dadurch sterben jedes Jahr nur in Deutschland hundertausende, von Cannabis ist noch nie jemand gestorben.

    Dennoch vielen Dank Herr Scholz! Auch dafür das wir nun den Hintergrund kennen warum Sie stets so still und ruhig sind und manchmal etwas geistesabwesend wirken.
    Und zu Ihrem Gesundheitsminister rate ich:
    Egal was der nimmt, nehmen Sie es ihm weg, denn es ist offensichtlich sehr schädlich für für seine geistige Gesundheit.

    @Haschberg
    Für begeisterten Lob ist es noch zu früh. Die haben bis jetzt nur gelabert aber nix gemacht. Deshalb sollte die Schampusflasche noch zu bleiben.

  8. Ramon Dark

    Gibts eigentlich auch eine Statistik innerhalb des Gesundheitsministeriums über die Anzahl der Leute, die durch Alkohol auf andere Drogen umgestiegen und an diesen (natürlich mit,durch und ohne Alkohol) gestorben sind? Wenn Lauterbach und Konsorten wirklich auf wissenschaftlicher Basis die Meinung komplett revidiert hätten, so wäre Cannabis schon längst aus dem BtmG verschwunden, nur an Volljährige kontrolliert abgegeben und alle bisherigen Straftaten im Zusammenhang mit Cannabis bei finanzieller Entschädigung rehabilitiert worden. Die Menschen, die bei uns trotz der schönen Ampel-Worte immer noch die Repression mit voller Wucht spüren müssen können ein Lied davon singen. Und Kinder und Jugendliche habens dadurch immer noch leicht, sich auf dem Schwarzmarkt mit allem möglichen Zeug gesundheitlich zu ruinieren. Cannabis kann hauptsächlich dann zum Umstieg auf andere, meist gefährlichere Drogen führen, wenn Dealer alles, was sie in die Finger kriegen ihrer womöglich schlecht informierten und labilen Kundschaft aufschwatzen. Es wird Zeit, dass bei der Legalisierung endlich Taten sprechen!

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