Mittwoch, 8. Juni 2022

Thailand legalisiert den Eigenanbau von Cannabis


Unbegrenzter Eigenanbau von Cannabis in Thailand legalisiert

Foto: Su/Archiv

Die thailändische Regierung hat nun den Eigenanbau von Cannabis legalisiert. Jedoch dürfen nur Pflanzen mit geringem THC-Gehalt angebaut werden. Eine Grenze an der Anzahl der Pflanzen gibt es aber nicht. Die Regierung und die Behörden hoffen auf Geldeinnahmen aus der geförderten Hanf-Industrie.

Am Donnerstag wird die Cannabis-Pflanze auch von der Liste von Betäubungsmittel entfernt. Die Bangkok Post berichtet von einem Anbau von unbegrenzten Pflanzen. Doch mit dem Kiffer-Urlaub in Thailand wird es so schnell nichts. Der Eigenanbau ist zwar legalisiert, jedoch ist dies nur für gesundheitliche und medizinische Zwecke erlaubt. Züchter müssen den Anbau Cannabis-Pflanzen bei den jeweiligen Behörden anmelden. Außerdem dürfen keine Pflanzen angebaut werden, die einen THC-Ölgehalt von mehr als 0,2 Prozent haben. Ob die Regelungen überwacht werden können, wird sich in der Zukunft zeigen.

Es heißt für Thailand würde eine „Neue Ära“ in der Hanf-Industrie einbrechen. Die thailändische Regierung möchte, dass die wirtschaftliche Nutzung der Pflanzen zu einem Profit für jeden wird. Die Bevölkerung, sowie auch die Geschäftsleute sollen vom Wachstum der Cannabis-Industrie nur Vorteile genießen. Laut der Regierung besteht auch ein großes Potenzial für die Entwicklung von zahlreichen Produkten, wie von Medizin, Kosmetika und auch Lebensmittel.

10 Antworten auf „Thailand legalisiert den Eigenanbau von Cannabis

  1. Haschberg

    Und diejenigen, die gerne Hanfsorten mit höheren THC-Gehalten konsumieren, müssen weiterhin in den königlichen Kerkern schmoren?
    Diese Regelung ist bestenfalls ein kleiner Anfang. Da besteht noch sehr viel Verbesserungsbedarf.

  2. Rainer

    Nachdem ich die Überschrift gelesen habe,schoß mir der Gedanke an das gute Thaigras durch den Kopf.Dann die Ernüchterung.

  3. Ramon Dark

    Schade, immer noch keine wenigstens im Ursprungsland legalisierten Thaisticks. Absurd, den Anbau einer sogar im Land ehemals traditionellen Heil- und Genusspflanze nur so begrenzt zu erlauben. Das engt auch die Möglichkeiten ihrer Anwendung für gesundheitliche und medizinische Zwecke sehr stark ein. Bei einer entsprechenden legalisierten Nachfrage aus anderen Ländern wie z.B. Deutschland könnten auch in Ländern wie Thailand grössere Legalisierungsfortschritte möglich sein. Umgekehrt wäre es natürlich genauso: Umfassendere Legalisierungen in anderen, auch traditionellen Anbaugebieten hätten ebenso einen Einfluss auf das Legalisierungsgeschehen z.B. bei uns. Ein Trauerspiel für alle erwischten Kiffer*innen hier wie dort, die Polizei- und Knastmethoden in Thailand dürften noch um etliches brutaler als in Deutschland sein.

  4. buri_see_käo

    Wenn es denn endlich mal passt, werde ich mir die reale Umsetzung genauer ansehen/erklären lassen (ich kann Thai in Wort und Schrift).
    Es muss der Eigenanbau angemeldet werden! Es interessiert mich schon, ob die Kontrollemacher (Polizei) sich einfinden, um sich den Eigenanbau anzusehen und mit welcher Akribie bzgl. THC-Gehalt sowas abläuft.
    Aber noch bestehen dort wegen Corona für Ausländer Beschränkungen; in Touristen-Ghettos darf man sich nach Anreise mit ’nem Isolier-Express aufhalten…, überhaupt nichts für mich, ich bewege mich außerhalb DEs mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und genau das geht dort z.Zt. nicht.
    mfG  fE

  5. Me Kong

    Bei solchen Einschränkungen wird das Ganja weiterhin zu Quatern gepresst aus Laos kommen…

  6. Otto Normal

    Ok ist jetzt bissel offtopic weil nicht in Thai- sondern Deutschland aber dafür sehr aktuell

    @HaJo Ihr könntet einen Artikel daraus machen und meinen Kommentar anschließend dorthin verschieben bitte 😉

    Die ersten wachen langsam auf:
    https://www.spiegel.de/gesundheit/drogen-psychotherapeuten-fordern-cannabis-zu-legalisieren-und-alkohol-zu-verteuern-a-dd83f1a3-fafa-475a-864b-5448d8fa6407

    und wer es lieber vom Springerverlag lesen mag:
    https://www.welt.de/vermischtes/article239259315/Drogenpolitik-Psychotherapeuten-fordern-Verteuerung-von-Alkohol-und-freies-Cannabis.html

    oder vom Deutschlandfunk erfahren möchte:
    https://www.deutschlandfunk.de/psychotherapeuten-fordern-mindestpreis-fuer-alkohol-und-legalisierung-von-cannabis-104.html

    Vor knapp 8 Monaten sah das noch ganz anders aus:
    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/interview-cannabis-legalisierung-100.html

    und vor 3 Monaten ebenfalls noch:
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133605/Fachgesellschaft-warnt-vor-Bagatellisierung-von-Cannabisrisiken

    Ich denke man wird sich um die Psychotherapeuten kümmern (müssen). Vor allem auch um deren Fachverband, denn es kann nicht angehen daß die aus dem „war on druges“ ausscheren und etwas fordern ohne vorher Herrn Lauterbach gefragt zu haben. Wo doch Schulmediziner wie Thomasius viel besser wissen wie gefährlich Cannabis wirklich ist. 🙂

    Hier noch der Originaltext der Kammer:
    https://www.bptk.de/cannabis-legalisieren-alkohol-verteuern-hilfsangebote-ausbauen/?cookie-state-change=1654893832728

  7. Ralf

    Ich lach mich weg, 0,2%, und die Kiffer fühlen sich nicht mal verarscht, war aber schon immer so.

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