Samstag, 23. April 2022

Kascha April 2022

Kascha April 2022

Kascha ist wie immer per E-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 Joy (22, aus Hamburg) fragt:

„Hi Kascha,

ich habe kürzlich Weed bekommen, das irgendwie komisch war. Auf den ersten Blick sah es ganz okay aus, zwar recht dunkelgrün, aber mit dicken Blüten und allem. Wenn ich die Blüten aber anfasse, um etwas für einen Joint abzumachen, fühlen sie sich komisch an und zerbröseln mehr oder weniger zwischen meinen Fingern. Am Ende bleibt viel weniger davon übrig, als es erst an der Blüte ausgesehen hat. Der Geruch und Geschmack sind auch nicht gerade top, irgendwie ein klein wenig muffig mit Noten von Urin. Was ist da los und kann man das noch rauchen?“

Kascha antwortet:

„Hi Joy,

das ist um diese Jahreszeit leider ein häufiges Problem, genau, wie Weed, das zwar keinen sichtbaren Schimmel aufweist, aber irgendwie nach nassem Keller riecht. Die eher konspirativen, heimlichen Bedingungen der eigentlich überall in Europa illegalen Produktion für den Schwarzmarkt verursachen leider, dass manchmal Abstriche bei den Trocken- und Lagerungsbedingungen gemacht werden. Das ist zuletzt, meiner persönlichen Erfahrung nach, auch schlimmer geworden. Meine Theorie zu dem muffigen Kellerweed ist, dass es einfach in unbeheizten Räumlichkeiten getrocknet wurde, die im Winter nicht warm und trocken genug sind – und es deshalb diesen feuchten Kellergeruch vom Raum annimmt. Achtung: Wenn du mit einer Lupe oder einem Taschenmikroskop Spuren von Schimmel entdeckst, dann wirf es weg, bevor du damit deiner Gesundheit schadest. Wenn wiederum das Weed so komisch zerbröselt, dann ist es möglicherweise bei der Lagerung leicht angemodert. Da heißt, dass es, auch nach vollständiger Trocknung, länger bei über 60 % Luftfeuchtigkeit gelagert wurde – auch das ist nicht ungewöhnlich für das Winterklima an bestimmten Anbauorten. Dann fängt es relativ schnell an, etwas gammlig zu werden und sich langsam zu zersetzen. Solange es dabei nicht beginnt, zu schimmeln, ist es in der Regel noch genießbar. Natürlich ist dann der Geschmack nicht mehr so toll und auch bei der Wirkung musst du eventuell Abstriche machen: Die Zersetzungsprozesse können, je nach Bedingungen auch zu einem Abbau von THC bzw. zu einer Umwandlung in andere Cannabinoide führen – dadurch macht es dann vielleicht weniger high oder stärker müde.“

Jonas (19, aus Köln) möchte wissen:

„Hallo Kascha,

ich höre immer wieder, dass Kiffen beim Sport helfen kann, und nicht zuletzt scheint es ja auch als Dopingmittel verboten zu sein, dafür muss es ja auch einen Grund geben. Jetzt wollte ich mal fragen, wie das genau funktioniert? Wird man stärker oder schneller, wenn man vor dem Sport einen Joint raucht?“

Kascha antwortet:

„Hallo Jonas,

das ist eine interessante Frage, wobei die Antwort darauf leider etwas kompliziert ist. Außerdem darf ich dich an dieser Stelle natürlich nicht zum Konsum von illegalisierten Drogen anleiten – eine Anleitung, wie du zum Sport am besten kiffst, wirst du also von mir nicht bekommen. Wie es zu diesem Thema allgemein aussieht, darf ich dir aber verraten. Erst einmal: Ja, bei Dopingtests wird auch auf THC getestet. Nicht, weil es stärker oder schneller macht, sondern, weil nach Auffassung von Sportärzten die Entspannung von Muskeln und eine eventuell erhöhte Risikobereitschaft durch distanziertere Wahrnehmung von Wettkampfsituationen indirekt zu besseren Wettkampfergebnissen führen können. Tatsächlich verwenden viele Sportlerinnen und Sportler Cannabis vor und nach dem Sport häufig zur Reduzierung von sportbedingten Schmerzen – es ist ein offenes Geheimnis, dass z.B. nur wenige Basketballprofis in den USA auf diese Art von Unterstützung verzichten. Vor allem CBD, inhaliert, als Edibles oder in Form von Cremes und Salben, ist auch beim Kampfsport, etwa im MMA-Bereich, eine beliebte Hilfe für die Erholung nach Training und Wettkampf. Manche Sportler nutzen Cannabis auch vor und während des Trainings, weil sie die belebenden Eigenschaften schätzen. Der Joint vor dem Training ist allerdings aus verschiedenen Gründen in der Regel keine besonders gute Idee. Erstens, weil das Rauchen selbst die CO-Konzentration in deinem Blut erhöht, wodurch es weniger Sauerstoff transportieren kann. Zweitens, weil THC, vor allem in höheren Dosierungen, deinen Herzschlag erhöht. Zusammen mit der durch den Sport erhöhten Pulsfrequenz kann dies sehr anstrengend für deinen Kreislauf werden und latente Erkrankungen am Herzen sowie Herzmuskelentzündungen befördern. Als besonders riskant fürs Herz wird die Kombination von Koffein (z.B. Energydrinks), Cannabis und Leistungssport angesehen – auch wenn diese Mischung z.B. im Skisport durchaus beliebt ist. Als weniger problematisch wird üblicherweise der Joint (bzw. Vape o.ä., oder eben CBD in verschiedenen Formen) nach dem Training oder Wettkampf angesehen. Verfechterinnen und Verfechter dieser Methode versprechen sich davon schnellere Muskelentspannung und Muskelregeneration sowie ein schnelleres Verheilen kleiner Läsionen und Entzündungen, wodurch sie schneller wieder einsatzbereit sind. Erste wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass da durchaus etwas Wahres dran zu sein scheint.“

Felix (27, aus Berlin) hat eine Frage:

„Hi Kascha,

in diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mit meiner Balkonbepflanzung endlich mal pünktlich anzufangen. In den letzten Jahren habe ich immer erst im Mai oder Juni damit begonnen, die Samen in die Erde zu stecken. Das hat zwar immer geklappt, die Pflanzen waren aber auch sehr klein. Jetzt bin ich mir unsicher, wie früh ich anfangen sollte? Ich habe mal gelesen, im März. Das wäre ja bald so weit, aber das Wetter ist schon noch etwas winterlich. Gibt es irgendwelche sicheren Zeichen dafür, dass die richtige Zeit gekommen ist?“

Kascha antwortet:

„Hi Felix,

das richtige Timing für den Anbaustart ist tatsächlich jedes Jahr eine neue Herausforderung: Manchmal schneit es ja sogar noch mitten im April und Frost möchte man ja den kleinen Pflanzen gerne ersparen. Da der Anbau von Cannabis ohne Genehmigung in Deutschland – noch – strafbar ist, darf ich dir natürlich nicht verraten, was du genau tun sollst. Ich kann dir aber allgemein erklären, wie Grower in Deutschland üblicherweise den richtigen Zeitpunkt bestimmen. Tatsächlich ist der März in unseren Breiten eine Zeit, in der die Outdoor-Saison mehr oder weniger beginnt. Wenn die Sonne wieder etwas länger und kraftvoller scheint, fangen viele Grower an, aus den Samen kleine Pflänzchen zu züchten. Das ist etwa Mitte März soweit und passiert hinter der Fensterscheibe in der geschützten, warmen Umgebung der Wohnung, in kleinen Blumentöpfen oder gerne auch mal in Joghurtbechern. Wenn dann Mitte April bis Anfang Mai kein Frost mehr zu erwarten ist, lassen sie die Jungpflanzen ins Freie, auf den Balkon oder in den Garten. Bis dahin sind sie auch groß genug, um z.B. Wind und Regen zu überstehen. Je länger man mit der Aussaat wartet, desto kleiner werden die Pflanzen üblicherweise im Verlauf ihrer ja dadurch etwas kürzeren Wachstumsperiode. Das hast du ja selbst erlebt. Zu früh sollte man aber auch nicht beginnen: Hinter der Fensterscheibe ist die Pflanze keinem Wind ausgesetzt und knickt dann möglicherweise um, wenn sie größer wird, da der Stiel nicht stabil genug wächst.“

Eine Antwort auf „Kascha April 2022

  1. LoboBobo

    Also ich Lager mein weed immer über 60% Luftfeuchtigkeit,62% um genau zu sein,mit Boevedas und es zerfällt zumindest nicht in noch weniger als der Bud aussah

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