Mittwoch, 30. März 2022

USA-Studie: Medizinisches Cannabis hilft nicht bei Schmerzlinderung


Keine Linderung von Schmerzen, Angst und Depression bei Konsum von medizinischem Cannabis

Österreich, Blienert: Cannabis bleibt wohl noch lange nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich


Laut einer aktuellen USA-Studie soll medizinisches Cannabis nicht bei Schmerzen, Angst und Depressionen helfen. Ganz im Gegensatz wurden die Probanden anfälliger für eine Cannabis-Abhängigkeit.

In den USA wurden 186 Probanden untersucht, die unter psychiatrischen Symptomen leiden und auch im Besitz der Medical Marjuana Card sind. Die MMC kann in den Staaten über einen sogenannten „Cannabis-Arzt“ beantragt werden. Mit dieser Karte wird der Besitz und Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken gestattet. Die Studie wurde im JAMA Network Open veröffentlicht. Bei den Studienteilnehmern fiel auf, dass „der sofortige Erwerb eines medizinischen Marihuana-Ausweises die Inzidenz und Schwere der Cannabiskonsumstörung (CUD)“ erhöht und „zu keiner signifikanten Verbesserung der Schmerzen, Angstzustände oder depressiven Symptome, aber zu einer verbesserten selbstberichteten Schlafqualität“ geführt habe“, so heißt es laut der Studie. Probanden, die unter Angststörung und Depressionen litten waren demnach auch anfälliger für eine Cannabis-Sucht.

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greenness
greenness
1 Monat zuvor

„… wurden 186 Probanden untersucht, die unter psychiatrischen Symptomen leiden …“

Ist es nicht vielleicht zielführender, Schmerzpatienten zu befragen, wenn man die Wirksamkeit von Cannbis bei Schmerzen eruieren möchte?

Desweiteren sollte bei der Art der Schmerzen differenziert werden.

Ist beispielsweise Ibuprofen ein wirksames Schmerzmittel?

Ich persönlich habe damit schon öfters Kopfschmerzen wegbekommen. Wenn man mir ein Bein absägt, wird es vermutlich nicht so gut wirken.

Edit: Die Abhängigkeit. Selbstverständlich wird man von einem (wenn auch nur schwach wirksamen) Medikament bei chronischer Krankheit abhängig, wenn es Linderung verschafft.

Besonders bedenklich ist hierbei natürlich die Abhängigkeit, die bei palliativer Anwendung entsteht. Da wird den Patienten durch diese schlimme Sucht das ganze Leben verbaut. 😉

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von greenness
Substi
1 Monat zuvor

…und sie winden sich wie Aale!

Haschberg
Haschberg
1 Monat zuvor

Ich möchte gerne mal wissen, was diese US-Probanten mit ihrer Hanfmedikation falsch machen, um zu so einem armseligen Ergebnis zu kommen? Bei mir jedenfalls funktioniert diese schon seit vielen Jahren recht gut, sodass ich auf Pharmaschmerzmittel jeglicher Art völlig verzichten kann. Ob Bei Hüftarthrose, Wirbelsäule, oder nach einem gezogenen Zahn, Cannabis reicht aus. Auch sind Kopfschmerzen für mich zu einem Fremdwort geworden. Selbst ein verstauchter Fuss heilt schnell. Außerdem habe ich weder Verdauungsbeschwerden noch Sodbrennen, was mich in früheren Jahren öfter mal genervt hat. Und last not least: durch die orale Einnahme von Hasch habe ich aufgrund eines eindeutig leichteren und weicheren Stuhlgangs so gut wie keine Hämmorhoidenbeschwerden mehr. Natürlich gibt es noch eine Reihe weiterer Verbesserungen meines Organismus (Augen,… Weiterlesen »

Andreas
Andreas
1 Monat zuvor

Ich habe unlängst die Behauptung einer Fachärztin für Neurologie ertragen müssen, die mir mitteilte, dass eine bakterielle Verseuchung des Gehirns durch Cannabis verursacht werden kann. Ich habe sie dann spontan gefragt wo sie studiert hat, was sie nicht nett fand. Demnächst ist Cannabis für den Krieg in der Ukraine verantwortlich…..

buri_see_käo
buri_see_käo
1 Monat zuvor

„Nach einem gezogenen Zahn“, die heutigen dafür genutzten Lokalanästhetika enthalten u.a. Adrenalin, „zieht die Blutgefäße zusammen“, das Lokalanästhetikum wird nicht so schnell „ausgespült“, die Schmerzpillen (3 Pillen, eine davon enthält 30mg Codein) erschleiche ich mir dennoch gern‘, leg‘ mich dann hin und fröne dem Morphin-Rausch, weil Codein wird in einer ersten Stufe flugs zu Morphin metabolisiert und ist dann auch im Körper als solches wirksam. Die hier schon richtig erkannten Würfelspielstudien (Berliner Zeitung: Cannabis-Abhängigkeit hahaha) kommentiere ich mal nicht.
mfG  fE

Ralf
Ralf
1 Monat zuvor

Das Problem in Amerika ist das die Leute da sonst mit Opioiden behandelt werden. Bei Cannabis ist der Schmerz ja noch da, aber man nimmt ihn anders wahr, kann besser mit ihm umgehen.
Hanf verändert das Bewusstsein.
Opioide schalten den Schmerz komplett ab. Das mag dem einen helfen, ich empfinde das als kontraproduktiv, denn mit dem Schmerz kann man arbeiten und Linderung finden. Aber das würde ein aktives Körperbewusstsein voraussetzen.
Manch einer wird dafür einfach zu beschränkt im Denken sein.
Was die Studie rausgefunden hat ist: Cannabis ist nicht für jeden die ideale Lösung. Keinesfalls sollte man die Entscheidung darüber unbewussten Personen überlassen, welche die Wirkung von Hanf nicht verstehen.

Falco
Falco
1 Monat zuvor

Alter. Ich kiffe immer bevor ich operiert werde. Nach der Wirbelsäulen OP fiel es mir schwer aufzustehen und den Joint neben meinem Bett zu rauchen. Als ich nach einer Woche Aufenthalt entlassen wurde , habe ich die Schmerzmittel entsorgt und Bong geraucht. 80% meiner Wirbel wurden verschraubt und kiffen ist das einzige das mich normal leben lässt. 60% Behinderung , meine Wirbelsäule ist versteift , drehen unmöglich , aber das stört mich nicht da ich andauernd breit bin. Ich habe eine eigene Firma ein eigenes Haus und mehrere Autos eine schöne Frau ,eine gesunde Tochter und das alles ist nur dank Cannabis möglich. Ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft.
Mir doch scheißegal ob die legalisieren.

Ramon Dark
Ramon Dark
1 Monat zuvor

Wenn angeblich nur der „sofortige Erwerb eines medizinischen Marihuanaausweises die Inzidenz und Schwere der Cannabiskonsumstörung(CUD)erhöht ist dieser Effekt also auf den Erweerb zurückzuführen und damit wohl ein Placebo? Der blosse Erwerb des Ausweises selbst kann doch noch nichts Konkretes über das vorherige und nacherige Konsumverhalten aussagen. Dazu sind doch unmittelbare Langfristuntersuchungen des tatsächlichen Konsums nötig. Genauso verhält es sich mit der Aussage, dass dieser sofortige Erwerb „zu keiner signifikanten Verbesserung der Schmerzen, Angstzustände ……“ geführt hat. Der blosse Erwerb dürfte kaum für eine medizinische Wirkung ausreichen. Dazu braucht es wohl schon die cannabishaltigen Substanzen selbst welche in unzähligen anderen ärztlichen Untersuchungen bei vergleichbaren Symptomen wissenschaftlich nachgewiesen erfolgreich eingesetzt wurden. Und wie definiert sich in der Studie eigentlich die genannte Cannabiskonsumstörung(CUD)… Weiterlesen »