Dienstag, 22. März 2022

Cannabispatientin ist jetzt Straftäterin

Frankfurt – Cannabispatientin ist jetzt Straftäterin wegen illegalem Anbau von Cannabis. Es ist ein weiterer fantastischer Erfolg für die Polizei eine kranke Frau festzunehmen und die Plantage mit insgesamt 67 Pflanzen zu zerstören. 

Die Polizeibeamten betraten am Sonntag den 20.03.21 gegen 14:45 Uhr ein Mehrfamilienhaus in der Mörfelder Landstraße in Frankfurt Sachsenhausen. Die Beamten nahmen bereits im Treppenhaus starken Cannabis-Geruch war. 

Die 54-jährige Mieterin öffnete den Beamten die Tür und legte diverse Dokumente vor, die ihren Status als Cannabispatientin belegen sollten. Laut Blaulichtreport konnte sie dies zwar bestätigen, allerdings legitimierten diese nicht den Anbau. Nähere Angaben seitens der Polizei wurden nicht gemacht. 

Die Beamten stellten in der Küche drei Cannabispflanzen fest. Daraufhin wurde die Frau belehrt, dass sie nun Beschuldigte in einem polizeilichen Ermittlungsverfahren ist.

Die Patientin zog sich daraufhin in ihr Schlafzimmer zurück um einen Anwalt zu konsultieren.

Da den Polizisten die Situation verdächtig vorkam erwirkten sie ebenfalls telefonisch über die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss. 

Im Schlafzimmer der Frau konnten 64 Pflanzen festgestellt und sichergestellt werden. 

Die Beschuldigte wurde in das Polizeipräsidium gebracht. Sie wurde nach dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in ihre nun „drogenfreie“ Wohnung entlassen. 

„Im Kreis Frankfurt am Main wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2020 insgesamt 7151 Rauschgiftdelikte erfasst. Die Aufklärungsquote lag bei 82,4%. Unter den insgesamt 4625 Tatverdächtigen befanden sich 4218 Männer und 407 Frauen.“ 

Alter Anzahl Tatverdächtige
Unter 21791
21 bis 25952
25 bis 30858
30 bis 401180
40 bis 50564
50 bis 60233
über 6047

Bereits 50 000 Strafverfahren gegen Cannabisdelikte seit der Ampelregierung. Es wurde nicht in den ersten 100 Tagen entkriminalisiert wie es der DHV gefordert hat und es werden täglich weiterhin Existenzen zerstört, Familien zerbrochen und Menschen inhaftiert. 

Es ist ein weiteres unnötiges Strafverfahren gegen eine kranke Frau. 

Olaf, wann wird endlich entkriminalisiert?

Ein Beitrag von Simon Hanf

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CaPot
2 Monate zuvor

50.000 Strafverfahren – das muß man sich mal vorstellen in den paar Monaten – allerdings würde ich gerne wissen, wie groß die 57 Pflanzen der Dame waren (Blüte etc…). Es ist schon schwer zu beweisen, dass es sich bei der Anzahl um Eigenbedarf handelt…

Smile Indica
Smile Indica
2 Monate zuvor

Dieses uninformierte Pack hat kein Gewissen und führt roboterhaft jede Weisung aus. Aber was soll man auch schon machen ohne eigenes Hirn. Außerdem haben sie einen Steifen in der Hose, wenn sie Macht ausüben können. Aber es wird den Leuten zunehmend egal was man ihnen sagt, sie machen was sie wollen und setzen das auch durch.
Lass die Inflation noch laufen und du siehts dann wie sie auf die Fresse kriegen, wenn sie etwas wollen.
Wie köstlich wird das sein!!!!

Haschberg
Haschberg
2 Monate zuvor

Es ist einfach nicht zu fassen, mit welch einer unsinnigen Willkür hier im 21. Jahrhundert gegen eine Frau vorgegangen wird, die Cannabispatientin ist und ihre Heilpflanzenmedizin anbaut. Dass man sich überhaupt als Cannabispatient außerhalb des Straßenverkehrs in seiner Privatwohnung ausweisen muss, nur weil es im Treppenhaus nach Gras riecht, ist schon ein starkes Stück. Diejenigen, die irgendwelche Pharmamittel schlucken, von denen sie dann mitunter noch kränker werden, bleiben komischerweise unbehelligt. Eine derart unverhältnismäßige, repressive Vorgehensweise trägt einen klaren Keim von faschistischem Denken gegen eine Minderheit in sich, die niemanden schädigt. Was um Himmels Willen ist so schlimm an Cannabisgeruch? In diesem ungerechten Staat scheint es noch immer würdevoller, ein klerikaler Kinderschänder zu sein, als ein Konsument einer Heilpflanze. Wo bleibt… Weiterlesen »

LoboBobo
LoboBobo
2 Monate zuvor

Heute um 16:20 alle twittern #50.000 und #Legalize.Danke

Rainer
Rainer
2 Monate zuvor

Auch eine Entkriminalisierung erlaubt keine einzige selbst angebaute Cannabispflanze.Außerdem handelt es sich allenfalls um eine kleine eingeschränkte Teilentkriminalisierung,wenn die käme.Ist in BRD verboten,kennen wir schon lange.Wer dem Staat gegenüber ungehorsam ist,kennen wir auch.Das mit dem Rezept wird zähneknirschend akzeptiert,wenn sich nicht noch was krimminelles findet.

Ramon Dark
Ramon Dark
2 Monate zuvor

Somit wurde die Patientin genötigt, sich ihren Krisenvorrat an Medizin entweder gegen teueres Geld auf dem Schwarzmarkt selbst zu besorgen oder ohne krisenfeste Vorratshaltung auf ärztlich verschriebene Kleinportionen an umweltschädlich hergestellten Medizinalhanf zurückzugreifen. Ist also neben Diebstahl, Freiheitsberaubung und Nötigung noch Aufforderung zu einer Straftat durch Justiz und der untätigen Ampelregierung. Letztere erfüllt durch ihr bis jetzt gebrochenes Wahlversprechen auch noch den Straftatbestand des Betruges und der Steuerhinterziehung. Deutschland ist ein reaktionärer Unrechtsstaat, schliesslich werden diese Straftaten noch immer nicht verfolgt sondern nach wie vor gefördert. Da hilft auch Salatöl bunkern nichts.

Oldi
Oldi
2 Monate zuvor

: Bei mir waren(2004) die Ordnungsbehörden Aufgrund „Klopfender Geräusche die auf das kleinmachen von Haschischplatten schliessen lies…“Welche natürlich nicht vorhanden waren…
War ein Beamter der im Haus zu Besuch war…Unfassbar, unbeschreiblich, unmenschlich
Umdenken erfordert Zeit die Kranke nicht haben.(Sollten Ärzte eigentlich wissen)

Linda
Linda
2 Monate zuvor

67 Pflanzen für private Zwecke, na klar…
Auf Sozialleistungen (arbeiten wird die ganz bestimmt nicht)
und noch „fleißig“ mit Gras … sowas muss ich als Steuerzahler
noch durchfinanzieren…

Ramon Dark
Ramon Dark
2 Monate zuvor

@ Linda In erster Linie unterstützt Du als Steuerzahlerin den korrupten, immer mehr rechtsextrem durchdrungenen Staat mit seinen Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete, grenzenloser Aufrüstung, Umweltzerstörungsmassnahmen, Lohndumping, Subventionierung von Grossbanken und Grosskonzernen, Ausbau von Polizei- und Überwachungsstaat, Preistreiberei, Sozialabbau, Abbau von Arbeitnehmerrechten, Zerstörung des flächendeckenden Gesundheitswesen und vieles Andere mehr was zu Lasten des Gemeinwohles und der Menschheit als Ganzes geht. Woher willst Du eigentlich wissen, dass die Patientin nicht arbeitet bzw. überhaupt arbeitsfähig ist? Im Artikel steht nichts davon drin. Es kann also nur ein Vorurteil sein. Ist zwar durchaus möglich, aber wenn dann wäre ihre Grundsicherung Bibbifax im Vergleich zur regelmässigen Diätenerhöhung der Abgeordneten, ihren Nebenverdiensten und ihrer destruktiven Steuergeldverschwendung. Und sogar wenn sie die Pflanzen verkaufen sollte… Weiterlesen »

Chris86
Chris86
1 Monat zuvor

Dude, 67 weibchen sind locker 2 kilo. Auch ein armer patient sollte nicht so viel rauchen. Hier jetzt den patient als gesundheits opfer darstellen ist bissl arg übertrieben. Bei 10 pflänzchen hätt ich den aufschrei ja verstanden. Arm ist der patient vermutlich auch nicht, so ein fetter grow kostet mehr als ewiger eigenbedarf aus der apotheke. Sportlich sehen, ich bin ja sonst auch dafür alles zu begrünen