Dienstag, 15. März 2022

Mehr Drogentote in Bayern – CSU ist besorgt

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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist besorgt. Im Freistaat ist die Zahl der Drogentoten gestiegen. 

“Menschen, die von illegalen Suchtmitteln abhängig sind, brauchen unsere Hilfe” so der CSU-Politiker.  Er fordert, dass die aktuelle Bundesregierung ihren “umstrittenen Drogenkurs” ändert, auch hinsichtlich der Legalisierung von Cannabis.

Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass die Zahl der Drogentoten in Bayern von 248 (2020) auf 255 in 2021 gestiegen ist. 

Es werden laut Holetschek 8 Millionen Euro jährlich in Suchtprävention – und hilfe investiert.

Des Weiteren behauptet er: “Leider habe die Berliner Ampel Experten-Warnungen in den Wind geschlagen.” Er zählt Nebenwirkungen von Cannabis wie “Auswirkungen aufs Gedächtnis” sowie “Psychosen” auf.

Das viele der Gefahren von Cannabis an synthetischen Cannabinoiden und Streckmitteln liegen ist für Holetschek offensichtlich Neuland.

Der Zynismus dieser Aussagen stellt einen neuen menschlichen Tiefpunkt da. Nicht nur haben die Drogentoten mit Cannabis nichts zu tun, sondern gerade die bayrische Drogenpolitik ist verantwortlich für die vielen Drogentoten. 

Bayern weigert sich seit jeher Drogenkonsumräume einzurichten. In diesen Drogenkonsumräumen können Drogenkonsumenten in hygienischen Bedingungen Drogen nehmen. Bei einer versehentlichen Überdosierung kann sofort ein Notarzt gerufen werden und die Sozialarbeiter können vorerst Erste Hilfe leisten. Bayern möchte dies nicht.

In sämtlichen Städten in denen Drogenkonsumräume eingeführt wurden, ist die Zahl der Drogentoten gefallen. In München nehmen Drogenkonsumenten die Drogen versteckt in den Katakomben ein. So wird ein sauberes Image nach außen gegeben und das Problem wird ignoriert. Eine Heuchelei die zu der CSU passt.

Die Ampel möchte neben der Cannabislegalisierung auch Drug Checking einführen. „Modelle zum Drugchecking und Maßnahmen der Schadensminderung ermöglichen und bauen wir aus.“ heißt es im Koalitionsvertrag.

Diese Maßnahmen helfen erwiesenermaßen. Die Ampel muss diese umgehend umsetzen und die CSU sollte mal Nächstenliebe lernen.

Ein Beitrag von Simon Hanf

8 Antworten auf „Mehr Drogentote in Bayern – CSU ist besorgt

  1. Substi

    Widerlich!
    Den meisten Schaden an der Gesellschaft verursacht immer noch der Alkohol und der Tabak! Aber so einem maassaufenden alten Sack interessiert das nicht! Da wird von Drogentoten gesprochen und ohne cut gleich zum Thema Cannabislegalisierung gesprungen! Das raffen die zugesoffenen und Hirn weggesoffenen doch nicht! Politiker sollten für jedes einzelne öffendliche Wort politischer Natur zur Rechenschaft gezogen werden! Die brabbeln wie Querdenker einfach irgend eine Prohibitionspropaganda nach und keiner bestraft sie für’s Lügen und Übertreiben; kurz Lobbyismus und Dummheit!
    Es ist einfach zum kotzen…

  2. smile Indica

    Die CSU ist in vielerlei Hinsicht, eine für Deutschalnd, sehr schädliche und korrupte Partei mit hochkriminellen Vertretern. Es geht hierbei nicht um die Kirche, es geht um die Nutzung von Vorteilen unter der Ausnutzung von Korruption.

  3. buri_see_käo

    Danke, alle Hirnrissigkeit im Tagesthema angesprochen, ergänzt durch die Kommentare.
    Und wieder einmal, dpa-infocom, die hochleistungsfähige Plattform, um schwarzbraune Hetze, Propaganda und Lügen, durch Menschen ungefiltert!!!, bis in jedes provinzielle Käseblatt zu verbreiten. Effiziente Massenverdummung, so funktiniert dann auch Demokratie.
    mfG  fE

  4. Haschberg

    Dieser höchst merkwürdige Gesundheitsminister sollte sich mal darüber aufregen, dass er in seiner Alpenrepublik schon seit geraumer Zeit ein gleichbleibend massives Alkoholproblem mit Zigtausenden von Todesopfern jährlich hat.
    Dagegen sind die 255 sogenannten „Drogentoten“ geradezu lächerlich.
    Aber selbst diese niedrige Zahl liesse sich noch weiter reduzieren, hätten wir nur endlich legale Absatzmärkte für all die willkürlich verbotenen Substanzen, die ständig nachgefragt werden.
    Eine derart unlogische Fehleinschätzung auch noch mit der Heilpflanze Cannabis zu vergleichen, zeigt eindeutig, dass dieser Mann von Drogenpolitik genauso wenig Ahnung hat, wie die früheren Drogenbeauftragten seiner pseudochristlichen Partei.

  5. Otto Ungeimpft

    CSU als kleine Regionalpartei soll auch ruhig besorgt um ihr Bundesland sein. Sollen sie sich mal um Bayern gut sorgen, denn jetzt haben sie Zeit und Muße dazu, da sie auf Bundesebene (Bundestagswahl sei dank) nichts mehr zu vermelden haben.

    Ampel ist nun für die politischen Untaten dort verantwortlich.

  6. Tom

    Sagenhaft, DER Beweis dafür dass Schulbildung nichts mit Intelligenz zu tun hat. Bei dem hat das hohe Bildungsniveau leider nichts dbzgl. bewirkt. Jedenfalls nichts sinnvolles. Bei dem bleibt 1×1 wohl für immer 2. Und dann hat er auch noch 8 Mio. für die Suchtprävention rausgehauen. Toll. Na da kann es ja keinen Suchtl mehr in Bayern geben. Wenn doch dann haben die die Preisn eingeschleppt.
    Und wieviel Bayern sind im gleichen Zeitraum am Suff verreckt? Ach so. Bier ist ja keine Droge sondern ein Grundnahrungsmittel. Das garantiert die bay. Verfassung. Man merkt den schädlichen Einfluß des Fusels auf das Hirn (Psychosen, Wahnvorstellungen, Verwahrlosung etc.). Wie sonst könnte man sich sonst in einer sich ständig ändernden Welt als konservativ bezeichnen. Das ist doch ein Widerspruch in sich. Vom starken Tobak will ich erst gar nicht anfangen.

  7. Rainer

    Obwohl noch ,zumindest in diesem Jahr,noch keine Legalisierungsanstrengungen begannen,kommen von allen Seiten Proteste und ablehnende Prohibitionsbegründungen.Es baut sich im Vorfeld eine gewaltige Wand auf,dabei haben wir nur viel Rauch um nichts.Die Toten gehen auf das Konto des BtmG.

  8. Ramon Dark

    Was am „Freistaat“ frei sein soll ist freilich fraglich. Jesus Christus würde in Deutschland wegen CDU/CSU seinen Namen standesamtlich ändern lassen falls er hier gemeldet wäre. Korrupte Lügner und Heuchler waren ihm zumindest laut Bibel schon immer zuwider. Aber eine gute, scheinheilige Fassade und markige Bierzeltreden ziehen beim alkverblödeten Wahlvolk halt leider immer noch. Blauweiss bedeutet Freibier fürs Kreuz, aber nur am Wahltag, danach kommt die Kreuzigung. Und die Wenigsten wollens wahrhaben. Widerlich!

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