Sonntag, 6. März 2022

Drei Wohnungen – eine Plantage

Cannabisbauern pflanzten hunderte Pflanzen in verbundenen Wohnungen an.

Foto: Su/Archiv

In Düsseldorf scheint der gemeine Cannabisbauer kreativ zu werden: In drei Wohnungen, alle miteinander verbunden, wurde eine enorme Plantage gehalten. Der Wert dieser soll mehr als eine Millionen Euro betragen. Das schätzt zumindest die Kreispolizeibehörde Mettmann. Solch professionelle und groß angelegte Plantagen findet man üblicherweise eher in ländlichen Gegenden – hier lassen sich die hunderten Pflanzen üblicherweise besser unter Verschluss halten. Auch der Geruch lässt die Plantagen oft auffliegen; in einem Mehrparteienhaus ist die Gefahr, erschnüffelt zu werden, selbstverständlich sehr viel größer.

Hierführ wurde in Düsseldorf ausreichend vorgesorgt: Die drei Wohnungen wurden von mehreren Beleuchtungs- und Entlüftungsanlagen ausreichend mit Licht und Luft versorgt. Auch eine Bewässerungsanlage wurde sicher gestellt. Die Polizei wurde auf die Erdgeschosswohnungen aufmerksam, nachdem vergangenen November eine Cannabisplantage in einem ehemaligen Hotel in Mettmann Hinweise lieferte. Tatverdächtig sind bisher zwei Männer, deren weiteres Schicksal noch ungewiss ist.

Die insgesamt 687 Pflanzen waren auf acht Räume verteilt – die Abluft wurde über eine Wohnung im ersten Stock nach aussen geführt. Die Polizei stellte die Pflanzen sicher, untersuchte sie, und vernichtete die gesamte Pflantage im Anschluss. Erneut zeigte sich der massive Stromverbrauch: Um die Plantage am laufen zu erhalten, habe es wohl einen jährlichen Stromverbrauch benötigt, der dem von 300 Zweipersonenhauhalten entspricht. Im Durchschnitt verbraucht ein solcher Haushalt zwischen 2000 und 3500 Kilowattstunden. Der Verbauch der Plantage müsste also zwischen 600.000 und einer Millionen Kilowattstunden gelegen haben. Kein Wunder also, dass vor kurzem zu viele Plantagen in Kleinstadt-Großbritannien das Stromnetz in die Knie zwangen.

Eine Antwort auf „Drei Wohnungen – eine Plantage

  1. Haschberg

    Solange es keine legalen Absatzmärkte gibt, werden immer wieder Leute auf die Idee kommen, im größeren Stil Cannabis anzubauen.
    Wie soll man diesen ganzen Erdenwahnsinn ohne Cannabis oder andere bewußtseinserweiternde Substanzen überhaupt noch verkraften?
    Die Menschheit ist auf dem besten Wege, ihren Planeten endgültig unbewohnbar zu machen.
    Da nützen auch die geplanten 100 Milliarden nichts, die unsere neue Regierung statt für die Umwelt nun für weitere Kriege in die Hand nehmen will. Das schlägt wirklich dem Fass den Boden aus!
    Laßt die Leute wenigstens noch solange kiffen, bevor alles in die Luft fliegt und das große Hauen und Stechen beginnt!

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