Freitag, 18. Februar 2022

Snoop Dogg investiert in deutsches Hanf-Unternehmen

Der Rapper steigt beim Cannabisgroßhändler Cansativa mit 13 Millionen Euro ein.

Snoop Dogg, Money, Dollar, Geld

Nachdem Snoop Dogg kurz vor der Super Bowl Halftimeshow noch einen Joint rauchte, und damit potentiell die Herzen der Sportwettenfreunde höher schlagen ließ, ist der der Hanfenthusiast nun erneut in den Nachrichten: Casa Verde, eine Investorengruppe angeführt von Snoop Dogg, investierte jüngst 13 Millionen Euro in den deutschen Cannabis-Großhändler Cansativa. Dieser ist der bisher einzige Großhändler des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Snoop Dogg, bürgerlich Calvin Broadus, kennt sich mit Cannabis aus: Casa Verde beschreibt ihn als „a leading icon paving the way in pop culture, technology adoption, and innovation,“ der mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Industrie punkten kann. Mit dem Produkt selbst kennt sich der Rapper wohl bereits seit nun bald 40 Jahren aus – der 1971 geborene Kalifornier hat nach eigenen Angaben seinen ersten Joint bereits als Kind in den 70er Jahren geraucht. Grund genug der Expertise Snoops zu vertrauen.

Casa Verde’s Investition – die bisher größte in Europa – lässt die Vermutung aufkommen, dass zumindest die Wirtschaftsexperten eine Legalisierung in Deutschland für eine sichere und bald Realität werdende Sache halten. Cansativa betont: „Wir möchten Wegbereiter der Legalisierung und das operative Rückgrat zukünftiger Lizenzabgabestellen und der gesamten Cannabisindustrie werden.“ Der Großhändler sieht auch das Problem der Panik um zu hohe Preise – für Firmen wie Casa Verde und Cansativa sind erschwingliche Preise im größten Wachstumsmarkt für Cannabis natürlich gewünscht. Daher will man „einen einfachen und sicheren Zugang für alle zu ermöglichen, denn die Legalisierung darf kein Elitenprojekt werden.“ Die Geschäftsführer schätzen die deutsche Bedarfsmenge auf etwa 400 Tonnen – hier ist also reichlich Geld zu verdienen.

Man will das Geld nutzen, um die eigene Plattform zu vergrößern und um sich auf Cannabis als Genussmittel einzustellen: „In mancher Hinsicht sind wir auch das Amazon für Cannabis-Produkte,“ so Cansativa. Snoop Dogg, der bereits Hymnen auf Hanf schrieb, hat sich bisher allerdings noch nicht in Hessen blicken lassen – dort sitzt Cansativa. „Wir hoffen, ihn eines Tages kennen zu lernen,“ so die Firma. Derweil muss sich der Rapper einer Klage wegen sexuellem Missbrauchs stellen – es bleibt also fraglich, ob die Firma Snoop auch noch zukünftig als Aushängeschild sehen will.

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