Freitag, 4. Dezember 2020

Cannabis verliert den Status als gefährliche Droge

UN-Suchtstoffkommission entfernt Cannabis aus der Liste der Klasse-IV-Substanzen


Schon seit knapp zwei Jahren gibt es seitens der WHO die Empfehlung an die UN, Cannabis unter modernen Aspekten einmal neu zu betrachten. Da damals jedoch terminlich ein gewisses Datum überschritten wurde, wollte der UN-Suchtstoffkontrollrat erst im März 2020 darüber debattieren, was dann jedoch wieder verschoben wurde, um den Mitgliedsstaaten mehr Zeit für eine Vorbereitung einzuräumen. Nun wurde das Prozedere endlich durchgeführt und ein erfreuliches Ergebnis für Befürworter der Cannabispflanze konnte eingeholt werden. Mit 27 zu 25 Stimmen (einer Enthaltung) wurde beschlossen, Cannabis aus der Liste der Klasse-IV-Substanzen zu entfernen, in der sich das auch als Arzneimittel einsetzbare Naturprodukt bislang den Platz mit allen anderen Drogen teilte, die keinen zusätzlichen Nutzen besäßen. Somit ist fortan eine komplette Neubetrachtung seitens der einzelnen UN-Mitgliedsstaaten möglich, denn Cannabis verliert den Status als gefährliche Droge.

Am 02.12. teilte die Behörde offiziell mit, dass Cannabis nicht länger als eine Substanz der Klasse IV geführt werde, da genügend Mitgliedsstaaten der UN für eine Veränderung der Klassifizierung stimmten. Somit folgte man den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, die schon 2019 einen Wink mit dem Zaunpfahl gab, damit der Einsatz als Arzneimittel oder Forschungsobjekt zukünftig unproblematischer verlaufen könne. „Nach diesem internationalen Impuls erwarten wir weltweit Erleichterungen im Umgang mit Medizinalcannabis. Dies begrüßen wir sehr, da Importeure, Anbauer und Distributoren in Zukunft mit weniger bürokratischen Hürden rechnen können“, sagte Jürgen Neumeyer vom Branchenverband Cannabiswirtschaft gegenüber der Deutschen Welle im Kontext zu der möglicherweise viel verändernden Abstimmung. Dennoch bleiben strengste Vorgaben erhalten, da Cannabis weiterhin in der Klasse I der Konventionen enthalten bleibt, was somit wohl erst einmal keine Abschwächung der strengen Vorschriften mit sich brächte, so Alfredo Pascual von Marijuana Business Daily.
Es bleibt daher abzuwarten, ob Länder nun ihren strengen Umgang mit Cannabis verändern versuchen werden, oder ob alles beim Alten bleibt. Gewertet werden kann die Entscheidung der UN-Suchtstoffkommission in jedem Fall aber positiv, da internationale Konventionen von vielen Staaten als durchaus wegweisend verstanden werden. Auch wenn die Entscheidung von Befürwortern einer neuen Drogenpolitik somit als symbolischer Sieg gewertet werden kann, ist es noch nicht abschätzbar, inwieweit die Probleme bezüglich der medizinischen Nutzung nun verringert werden können. Zu einer Aufnahme in die Liste der „unproblematischen“ weltweit gebräuchlichen Substanzen konnte man sich während der Abstimmung schließlich nicht durchringen, was Experten für internationales Recht die Gefahren heraufbeschwören lässt, das Menschen weiterhin der Weg zum gut verträglichen Arzneimittel auf Hanfbasis verwehrt bleiben wird. „Die Fortsetzung dieses Weges verweigert den Bürgern nicht nur wichtige Arzneimittel, die Leiden lindern, sondern stellt auch einen Verrat am Vertrauen der Öffentlichkeit dar“, wird Michael Krawitz auf Pressebox.de zitiert.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hingegen wollte die Auswirkungen der Entscheidung auf Nachfrage der Deutschen Welle nicht kommentieren. Gestimmt hat Deutschland beim Treffen der UN-Suchtstoffkommission aber für eine Neubewertung von Cannabis.

14 Antworten auf „Cannabis verliert den Status als gefährliche Droge

  1. DIE HANFINITIATIVE

    Wie sagt man, „der Spatz in der Hand“, das ist wohl so ein Sprichwort, damit man sich mit etwas abfindet, was sehr wenig ist, ohne sich schämen zu müssen, aber es trotzdem zu wissen. Eben pragmatisch. 😀

    @WIR machen einfach weiter… 😀 😀 😀 … an Argumenten fehlt es sicher nicht. Ich denke dazu haben wir genug Material gesammelt —> also auf zum Menschenrechtsgericht!

    […] „https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition“

    „http://hanfjournal.de/2016/04/22/cannabis-fuer-mexiko-und-kanada/#comment-11659“

    [… „Wir wussten, dass wir es nicht illegal machen konnten, gegen den Krieg oder schwarz zu sein, aber indem wir die Öffentlichkeit dazu brachten, die Hippies mit Marihuana und die Schwarzen mit Heroin zu assoziieren, und beides streng kriminalisierten, konnten wir diese Bevölkerungsgruppen schwächen. Wir konnten ihre Anführer festnehmen, Razzien in ihren Häusern durchführen, ihre Treffen auflösen, und sie Abend für Abend in den Nachrichten diffamieren. Wussten wir, dass wir logen, was die Drogen anging? Natürlich wussten wir das.“ …]

    Zitat: John Ehrlichmann, ehemaliger Nixon-Berater.

    Wie war das? Mühsam ernährt sich…

    Was bei mir ziemlich übel angekommen ist und mir wieder einmal das „perfide System“ vor Augen geführt hat, war dass die Erklärung, das Papier, welches „verabschiedet“ wurde, schon vor dem Treffen festgeschrieben war. So war die Veranstaltung eigentlich „nur“ eine sehr teure Propagandashow.

    Trotzdem sehe ich das Glas lieber „halbvoll“ – und vor allem die öffentlichkeitswirksame Arbeit trägt Früchte. Dass gerade die „undemokratischen“ Staaten so blockieren hat mich dann nicht gewundert. Ist (nicht nur) in diesen Staaten doch das OK (Organisiertes Verbrechen – Organisierte Kriminalität) sehr stark. Seien es die „Triaden“ oder die berüchtigte „Russenmafia“, etc. Und wenn man die Hintergründe des „System Prohibition“ und seine Verflechtungen ein wenig kennt (z.B. Finanzsystem der „Finanzmafia“, Geldwäsche im Hyperstil, Offshore-Systeme, Militärischer Komplex, Geheimdienste, Pharmazie und das Zentralbanken-Kriegsführung-Investitionsmodell, usw.), dann ist diese Zähigkeit und der Widerstand der „Mächtigen“ nicht mehr verwunderlich, sondern sogar brutal folgerichtig und logisch (aus der Sicht dieser Systeme).

    Ein guter Artikel von Alexandra Endres in der „ZEIT ONLINE“ dazu:

    [… Drogenpolitik: Milliarden für einen nutzlosen Krieg

    Viele Staaten würden den Drogenkrieg am liebsten sofort beenden. Doch in der Sondervollversammlung der UN gibt es darüber nicht einmal eine ernsthafte Debatte. Warum?

    Von Alexandra Endres

    April 2016, 17:37 Uhr 165 Kommentare …]

    Quelle: „http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-04/drogenpolitik-un-konferenz-new-york-mexiko-konsum/komplettansicht“

    Ich feiere die kleinen Erfolge und Fortschritte! Also weiter aufklären, Wissen vermitteln, auf die Straße gehen, die Justiz bemühen, Menschenrechte einfordern… Damit Bewegung in die Sache kommt. Nur wir Menschen, weltweit, gemeinsam als Völker-gemeinde, können diese „Systeme“ ändern. Hoffen wir, dass wenigstens der Hanf aus diesem System auszuklinken ist. Es wäre nicht nur ein Segen für alle Patientinnen und Patienten, sondern – unserer Auffassung nach – für die gesamte Menschheit. Für uns und unsere Kinder und Enkel.

    Lieben Dank für die Aufmerksamkeit und ganz liebe Grüße an alle die guten Willens sind und uns dabei helfen 🙂 🙂 🙂 Danke. […] Alles ist schon mehrfach gesagt. Also wiederholen wir es und wiederholen es und… bis @WIR gehört werden.

    Wir, als DIE HANFINITIATIVE, wollen, dass wir und unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte und gesunde Gegenwart und Zukunft erleben und erwarten dürfen.
    Wir sind deshalb vielseitig aktiv und recherchieren auch Fakten und stellen diese zur Debatte.
    Wir vertreten auch unsere eigenen Wertvorstellungen, Meinungen, Emotionen und Erkenntnisse.
    Bitte prüfen Sie unsere Fakten und Schlußfolgerungen und ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse, wenn Sie sich umfangreich informiert haben.
    Wenn Sie auch zu dem Ergebnis gelangen, dass wir handeln müssen, werden Sie bitte aktiv.
    Unterstützen Sie unsere Sache oder gründen Sie eigene Initiativen und Aktivitäten.
    Tun Sie es für sich und für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel.
    Zeigen Sie Empathie.
    Vielen lieben Dank.
    @EUER Team von DIE HANFINITIATIVE 🙂 🙂 🙂

    #hanf #hemp #nutzhanf #hanfliebe #actnow #fridaysforfuture #kinder #enkel #endprohibition #hempforfuture #haltetzusammen #luisa #greta #thunberg #wirliebenEUCHsehr #bebrave #zukunft #future #climatecrisis #weareone #onelove #survive #children #grandchildren #rebellion #extinctionrebellion #überleben #bundesverfassungsgericht #gerechtigkeit #endlich

  2. RON

    Eine derart zögerliche Reaktion in Sachen Cannabis wider der Tatsachen und über Jahre hinweg, wirkt zermürbend auf betroffene Personen, die sich nichts sehnlicher wünschen, in Sachen Cannabis nicht mehr kriminalisiert zu werden. Währenddessen nehmen die Strafanzeigen stetig zu. Verbraucher- und Jugendschutz sind faktisch nicht vorhanden. Aus meiner Sicht wirft das kein gutes Licht auf diverse Institutionen, die eigentlich im Interesse der Bürger agieren sollten. Die zögerliche Gangart zerstört Vertrauen und erhöht den Leidensdruck der Betroffenen. Die Neueinstufung ist erfreulich, aber in diesen Tempo bleibt zu befürchten, daß ich und andere die vollständige Legalisierung von Cannabis nicht mehr erleben werden.

  3. Snowflake

    Es wird höchste Zeit das faschistische Handeln der Cannabisprohibition zu beenden. Wenn man die tatsächlichen Gründe der Prohibition hinterfragt, sowohl historisch, als auch aktuell, kommt man zu dem Ergebnis, dass es sich nicht um den Schutz der Gesllschaft dreht, sondern einzig und allein die wirtschaftlich Interessen der Pharma- und Alkoholindustrie, die rücksichtslos von korrupten und gekauften Politikern und Regierungen durchgesetzt werden und Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
    Das ist kriminell und Faschismus in Reinkultur und wird von der Justiz, der Polizei und der Politik verfassungswidrig gegen die Gesesllschaft durchgesetzt. Es handelt sich hierbei um Staatsverbrechen, begangen von kriminellen Staatsstrukturen, die nicht das Geringste mit einem Rechtsstaat zu tun haben.
    Die Gesellschaft leidet seit langen, auch in vielen anderen Bereichen, unter diesen kriminellen Strukturen in der Politik und Wirtschaft. Es wird höchte Zeit, dass die Gesellschaft aufsteht und sagt bis hier hin und nicht weiter und dieses kriminelle Gesindel aus einen Machtstrukturen entfernt.
    Es werden täglich unschuldige Menschen verurteilt und die wahren Verbrecher sitzen in den Parlamenten und der Justiz. Schande über dieses charkterlose und verbrecherische Gesindel.

  4. M. A. Haschberg

    Diese sehr knappe Abstimmung war ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber dabei darf es auf Dauer nicht bleiben.
    Cannabis muss generell aufgrund seiner geringen Gefährlichkeit, die in keinem Verhältnis zu seiner vielseitigen medizinischen Anwendbarkeit und seiner wohltuenden entspannenden Wirkung steht, in eine noch niedrigere und harmlosere Klasse eingestuft werden.
    Das wiederum könnte dann das entscheidende Signal für eine weitreichende Legalisierung sein.
    Ich wage es zu hoffen, dass dies in den kommenden Jahren im Rahmen einer weiteren Legalisierungswelle des westlich orientierten Auslandes umgesetzt werden kann.
    In welcher Klasse ist eigentlich der sehr gefährliche und nicht selten tödliche Alkohol eingestuft?

  5. Rainer

    Wenn viele meinen,der Kaiser ist bekleidet,dann ist er das auch.Wenn jemand anderer Meinung ist,neue Augen oder neuen Kopf.Die Medien haben schon abgewunken,niemand soll denken,daß die Abstimmung den Weg in eine Legalisierung ebnet in den mittleren UN Staaten.

  6. H'79

    27:25 – die beste Nachricht: gewonnen. Ein viel zu kleiner Sieg für die Vernunft, nicht so sehr weil die Abstimmung knapp war, vielmehr weil ihre Folgen allzu wenig bedeuten, zumindest für uns. Dass es überhaupt so lange fraglich war ob Cannabis keine schlimme Droge ist, kann man durch nichts rechtfertigen. Wenigstens stimmt die Richtung – aber der Weg ist noch so weit …

  7. Hermes

    Jetzt mal erhlich Brothers,
    es ist ein kleiner Schritt .
    In Anbetracht der Tatsache,
    das Hanf für viele Menschen weltweit
    auch ein heiliges Sakrament ist ,
    ist es nichts!

    Doch in diesem Schritt liegt vielleicht auch eine Chance,
    wenn es gelingen würde eine alte Religion wieder neu zu beleben.

    ONE loVe
    SunEarth and Magic Moon

  8. DIE HANFINITIATIVE

    Achtung stellenweise Satire! Ironie und Zynismus! 🙁

    WAS sagt die POLIzei zu dieser perversen und ANTI-CDU/CSU-SchadstoffexpertInnen-meinung und rüder Drogenverharmlosung der WHO („Billy Gates-Impf-„STOFF“-Foundation (nur der „BESTE“ Stoff zur RNA-Umprogrammierung heheheh) – ACHTUNG!! NUR – only – you know – für Verschwörungsfreaks only!) 😉 ? Ganz böse Menschen, diese Menschen, die Menschen sein wollen. 😀 Kommt ma klar ihr Menschen! Menschen haben Rechte? Menschen-Rechte? Wer ist Mensch und wer hat Rechte und wer setzt sie durch? … Aber ich will euch nicht langweilen.

    Alles „Einzelfälle“ – diese elenden „Kiffer“ – @Wir kriegen sie ALL(e) (Olaf meint böse Seelen im Universum) – Olaf Scholz zu den „Cum und Ex-TäterInnen“ 😀 „Endocannabinoidsystem – Firlefanz – das ist Suchtgibt! BASTA!“ Zitat Olaf-friend „Goldman-Sachs“ – „https://en.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs“

    Alter! 😀 😀 😀 Denkst Du Dir das alles selber aus? Na dann gute Nacht! 😉

    […] Alarm, Alarm! Trigger-Thema Nummer eins für eine Sendung mit einem geborenen Polizistensohn als Host: POLIZEI!

    29 min
    04.12.2020

    Video verfügbar bis 04.03.2021

    ZDF Magazin Royale
    Mehr von ZDF Magazin Royale

    Unser „Freund und Helfer“ hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Egal ob ausgezeichnete Werbekampagnen, Thema Vielfalt in den oberen Riegen oder Rassismus. Die deutsche Gesellschaft hat sich sehr verändert. Die deutsche Polizei und die deutsche Sicherheitspolitik haben das komischerweise verpasst. Aber keine Sorge liebe Polizist*innen, was auch immer kommen mag, das ZDF Magazin Royale ist immer für @EUCH da. […]

    Meine Damen und Herren, gute Nacht 🙂

    https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale/zdf-magazin-royale-vom-4-dezember-2020-100.html

    […] Armut – Hunger – Lebensqualität – Bildung – Gleichberechtigung – Wasser – Energie – Beschäftigung – Infrastruktur – Einkommensunterschiede – Stadtentwicklung – Konsumverhalten – Klimawandel – Artenvielfalt der Ozeane – Artenvielfalt an Land – Gesellschaftlicher Frieden – Zusammenhalt

    Globale Ziele der UN: Ihre Umsetzung ist freiwillig, und jeder Staat entscheidet selbst, mit welchen Maßnahmen er die Ziele erreichen will – die Bundesregierung will ihre Nachhaltigkeitsstrategie im Herbst 2016 verabschieden.

    Harry J. Anslinger bekämpfte sein Leben lang die Legalität von Cannabis und Opium. Dies war nach seinen Angaben auf ein traumatisches Erlebnis in seiner Kindheit mit einer Morphinistin und einem Apotheker im Jahre 1904 zurückzuführen.

    Bevor er ab 1930 Chef des damals noch relativ unbedeutenden FBN wurde, das von seinem Schwiegeronkel Andrew W. Mellon gegründet worden war, arbeitete er bis 1917 als Eisenbahndetektiv, anschließend war er für ein Jahr beim militärischen Geheimdienst in Belgien. Bis 1920 war er danach an der Botschaft in Den Haag beschäftigt; danach fungierte er bis 1923 als Vizekonsul in Hamburg. Von 1924 bis 1928 war er dann Vizekonsul auf den Bahamas. Er versuchte von Beginn an, Drogen wie Cannabis und Opium in den Zuständigkeitsbereich seiner Behörde zu lenken. Erste Versuche scheiterten jedoch aufgrund fehlender Unterstützung und Widerstandes der AMA (American Medical Association). Anslinger begann nun Hetzkampagnen gegen die von ihm verabscheuten Kräuter zu führen, welche stark rassistischer Natur waren. Schwarze, Mexikaner und andere Minderheiten, denen der Großteil des Konsums zugeschrieben wurde, wurden bezichtigt, im Rausch weiße Frauen zu vergewaltigen u.ä. Es folgte eine regelrechte Gehirnwäsche aus Zeitungsartikeln (insbesondere der Hearst-Presse) und öffentlichen Stellungnahmen während der gesamten 30er Jahre.[1][2] 1936 entstand auch der Propagandafilm Reefer Madness, der 1937 mit entsprechenden Plakaten begleitet in die Kinos kam. Handlung: Junger Musteramerikaner raucht einen Joint und wird dadurch zur mordenden Bestie. Bemerkenswert ist, dass stets die Rede von Marihuana, der „mexikanischen Mörderdroge“, war, niemals aber von der allseitsbekannten Agrarpflanze Hanf. So wurde systematisch öffentlich verschleiert, dass es sich hierbei um ein und dasselbe Gewächs handelt. Dieser Effekt war gewollt, da Hanf zur Weiterverarbeitung in den USA der dreißiger Jahre eine der am häufigsten angebauten Nutzpflanzen war.

    Im Jahr 1937 fasste er seine gesammelte Propaganda gegen Marihuana in einem Artikel für das American Magazine zusammen (Titel: Marihuana – Assassin of Youth). Im August desselben Jahres wurde der Marihuana Tax Act von 1937 von Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnet, um zwei Monate später im Oktober in Kraft zu treten.

    Im November 1942 setzte Anslinger schließlich auch das Verbot pharmazeutischer Cannabis-Produkte durch, synthetisches THC blieb, vermutlich durch Lobbyarbeit der Arzneimittelindustrie, von dem Verbot unberührt. Paradoxerweise war Anslinger im selben Jahr als Mitglied eines Geheimkomitees im Auftrag des OSS auf der Suche nach einer Wahrheitsdroge und an Experimenten mit den verschiedensten Drogen an teils ahnungslosen Probanden beteiligt. Die Öffentlichkeit erfuhr davon erst 40 Jahre später, sieben Jahre nach Anslingers Tod.

    Mit seiner Beorderung in die UN-Drogenkommission 1947 wurde der Grundstein für das weltweite Verbot des Cannabisanbaus gelegt, welches er schließlich in Form des Einheitsabkommens über die Betäubungsmittel 1961 durchsetzte. Dieser völkerrechtliche Vertrag beinhaltet weiterhin auch die Gleichstellung von Hanf mit Opiaten.

    1970 zog sich Anslinger ganz aus dem „Drogengeschäft“ zurück. In seinem Buch The Murderers und in verschiedenen Interviews offenbarte er, dass ihm die Drogenpolitik immer nur als Machtinstrument zur Durchsetzung der Interessen der äußeren Rechten diente. Nach seinem Tod am 14. November 1975 ergab eine Sichtung Harry J. Anslingers Aktennachlasses, den er der Pattee Library an der Pennsylvania State University vermacht hatte, dass 95 % seiner Quellen aus Ausschnitten von Boulevardzeitungen bestanden. Viele dieser Artikel waren Interviews, die Anslinger selbst gegeben hatte.

    Quelle: Wikipedia […] „https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/11-das-kartenhaus-bricht-zusammen“ „https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger“

  9. DIE HANFINITIATIVE

    WTF??? 😀 😀 😀
    +++ +++ +++
    Cannabis-Legalisierung: US-Repräsentantenhaus will Marihuana legalisieren
    +++ +++ +++
    […] Das Repräsentantenhaus hat dafür gestimmt, dass Marihuana auch auf Bundesebene legalisiert wird. Die Republikaner können das Vorhaben noch im Senat blockieren.
    4. Dezember 2020, 21:11 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, jsp 154 Kommentare

    Das Repräsentantenhaus der USA hat für die Legalisierung von Marihuana gestimmt. Die Parlamentskammer, in der die Demokraten eine Mehrheit haben, verabschiedete die Gesetzesvorlage, die auch vorsieht, eine fünfprozentige Bundessteuer auf Cannabis zu erheben. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass auch der Senat zustimmt, in dem die Republikaner in der Mehrheit sind. [ 🙁 ]

    „Viel zu lange haben wir Marihuana als strafrechtliches Problem statt als Angelegenheit der persönlichen Entscheidung und der öffentlichen Gesundheit behandelt“, sagte der demokratische Abgeordnete Jerry Nadler. … […] https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-12/us-repraesentantenhaus-marihuana-bundesebene-legalisierung …NUR EIN TRAUM? 🙂 🙂 🙂

  10. DIE HANFINITIATIVE

    Es bleibt spannend: […] Der frühere amerikanische Präsident Barack Obama hat eindringlich für die Wahl der beiden demokratischen Bewerber im Gliedstaat Georgia für den Senat geworben.

    «Sie müssen verstehen, dass es hier nicht nur um Georgia geht», sagte Obama am Freitag (4. 12.) in einer Online-Veranstaltung der Demokraten in dem Gliedstaat. «Hier geht es um Amerika, und hier geht es um die Welt.»

    Am 5. Januar treten die beiden republikanischen Amtsinhaber David Perdue und Kelly Loeffler gegen die Demokraten Jon Ossoff und Raphael Warnock an.

    Das Ergebnis entscheidet, ob nicht nur das Weisse Haus und das Repräsentantenhaus, sondern +++ auch der Senat +++ von Demokraten dominiert werden. […]

    https://www.nzz.ch/international/wie-geht-es-nach-dem-wahlsieg-von-biden-weiter-ld.1585459?reduced=true Quo vadis America? 🙂 🙂 🙂

  11. Lars Rogg

    Wiiitziiiich….. Realität vs deutsche Verfolgungsrealität….in TÜ haben sie schon wieder einen CBD Shop gefickt…in Süddeutschland werden weiterhin im Sinne des Rechtes ( hahahaha) tausende kleine Kiffer und Kleingrower in den Knast geworfen… natürlich zu Recht…alles „pöse“ Menschen und Schwer kriminelle Verbrecher….BRD….ZUM KOTZEN der Verein….!!!

  12. buri_see_käo

    Nun, weil die Gefährlichkeit? des Cannabis von der UN herabgestuft wurde, dürfte sich in DE die Verfolgungs-Industrie genötigt sehen, das in DE praktizierte Gefährdungs-Potential durch verschärfte Maßnahmen gegen Kiffer mindestens aufrecht zu erhalten. Es könnte zukünftig allein eine Haarprobe zur Verhängung der Ersatzbestrafung (FE-Assoziation) ausreichend sein, schon die Anwesenheit! in Kifferkreisen ließe die politisch motivierte Verfolgung/Sanktionierung zu. Einfach schön, wie sich die Allgemeingültigkeit von Gesetzen durch beauftragte Richter umschiffen läßt. Selektive Sanktionierung für gleiche „Vergehen“, denn die Inhaber einer ausländischen FE können sich sicher sein, dass zuständige (FE-)Stellen in ihrem Land dem Lügengewurschtel DEs nicht folgen.

    mfG  fE

  13. Ralf

    @Snowflake
    Das Volk steht nicht auf, und hat diees „Verbrecherische Gesindel“, durch und durch korruptes Faschistenpack von der ersten Sekunde der BRD an, wie immer selbst gewählt, und so lange die noch beim Discouter ihre schlechten Nahrungsmittel kriegen, halten die ihre Schnautze so wie es gewünscht ist. Nie werde ich die Worte des wegen Homosexualität verfolgten Staasanwaltes und Nazijägers Fritz Bauer vergessen, der sagte:“Deutschland ist latent faschistisch“!
    Nichts aber auch garnichts deutet nach fast 50 Jahren darauf hin, das er sich geirrt, oder das sich daran etwas geändert hätte.

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