Donnerstag, 19. November 2020

Argentinien legalisiert Cannabis weiter

Der Anbau und die Abgabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken ist in Argentinien fortan legal


Nachdem 2017 in Argentinien Cannabis zu medizinischen Zwecken zwar legalisiert wurde, jedoch weiterhin schwer für Patienten erhältlich war, hat man vergangenen Donnerstag im Land der Gauchos ein Dekret im Amtsblatt veröffentlicht, das den Zugang künftig erheblich erleichtern wird. Argentinien legalisiert Cannabis weiter, da jetzt der Anbau und die Abgabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken legalisiert wurde.

Da die bisherige Handhabung bezüglich Cannabis als Medizin in Argentinien viel zu viele Menschen übersah, die somit weiterhin auf einen Bezug via Schwarzmarkthandel angewiesen waren, wurde nun am 12.11.2020 die Legalisierung des Cannabis-Anbaus für den medizinischen Gebrauch sowie der legale Verkauf von Cannabis-Ölen in Apotheken beschlossen. Damit fortan eine verbesserte Möglichkeit für Betroffene geboten werden kann, ist es nun möglich, sich für den Anbau von medizinischem oder therapeutischen Cannabis zum Eigengebrauch beim Registro del Programa de Cannabis anzumelden und dort eine Genehmigung anzufordern. Das staatliche Register wird über die angemeldeten Personen wachen. Dazu soll nun auch die wissenschaftliche Forschung zu therapeutischen Einsatzmöglichkeiten ermöglicht und gefördert werden, was bislang offensichtlich zu kurz kam. Aufseiten der Regierung erhofft man sich so einen besseren Kontrollmechanismus bezüglich Cannabiskonsum in der Hand zu haben, der auch die Auswirkungen des Gebrauchs festhalten kann. „Erfahrungen auf internationaler Ebene zeigen, dass in einem Rahmen von Sicherheit und Qualität und mit medizinischer Begleitung der potenzielle Schaden, den der Konsum von Cannabis in einem unkontrollierten Markt hervorrufen kann, reduziert wird“, wurde von Verantwortlichen ausgesprochen. Betroffene freuen sich dagegen über die Veränderung und geben Aussagen wie diese von sich: „Wir kämpfen seit drei Jahren dafür“, sagt Valeria Salech, die Leiterin von Mamá Cultiva, einer argentinischen Organisation, die medizinisches Marihuana fördert. „Wir werden endlich nicht länger kriminalisiert, nur weil wir eine bessere Lebensqualität für uns und unsere Lieben suchen.

Der Anbau von Marihuana brachte bislang Haftstrafen zwischen vier und 15 Jahren mit sich. All diejenigen, die es zukünftig ohne eine entsprechende Lizenz anbauen, werden sich immer noch mit dieser Strafe konfrontiert sehen.

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8 Kommentare
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M. A. Haschberg
M. A. Haschberg
1 Jahr zuvor

Auch im Lande der stolzen Gauchos scheint sich langsam die Erkenntnis durchzusetzen, wie wichtig die wunderbare und vielseitige Heilpflanze Cannabis für die Erhaltung der Gesundheit ist.
Nur völlig weltfremde Ignoranten glauben noch, dass es sich beim Hanf um eine schlechte Substanz handelt.
Weshalb nicht gleich ganz legalisieren, denn was in diesem Fall gegen Krankheiten hilfreich ist, eignet sich schon seit Menschengedenken ebenso gut zur mentalen Entspannung.

Rainer
Rainer
1 Jahr zuvor

Kleine Lockerung.Das Wort entspringt dem Knastjargon.

DIE HANFINITIATIVE
1 Jahr zuvor

Argentinien ist „Monsantoland“. Jetzt „Bayer-Monsanto“. 🙁 Die Zustände, die da herrschen, (verkrüppelte Kinder zu Tausenden – durch Glyphosat?) kommen bei uns im „Mainstream“ nicht oder fast nicht vor. Die wirtschaftliche und politische Macht und der hochvernetzte Einfluß der großen Konzerne (Vorstandsetagen – schaut sie euch global an -, weil es sind immer „Menschen“, die die Entscheidungen treffen und die „G€$€tz€“ machen [lassen]) und der globalisierten O.K. (Organisierte Kriminalität) – also dieser „Einfluß“ macht wohl auch vor den Medien nicht halt. Durch die Parallelsysteme (siehe FinCEN-Files) kann sich die O.K. (und andere „Superreiche“) ja fast überall unerkannt einkaufen und ihre Moral- und sonstigen Vorstellungen von „Gesellschafts-“ und „Geschäftsmodellen“ durchsetzen bzw. lenken. Siehe z. B. „Geldwäsche“, die ein deutscher „Atlantik-Brücken-Exportschlager“ ist. 😀… Weiterlesen »

Krake
Krake
1 Jahr zuvor

Aber genau das trifft doch in diesem Fall den Nagel auf den Kopf!! ?

Hanf Meier
Hanf Meier
1 Jahr zuvor

Medizinische Legalisierung in Argentinien ist ja ganz nett, aber kein Bericht vom Hanfjournal über die „totale Legalisierung“ innerhalb der nächsten 9 Monate in Israel?

Sarah2804
Sarah2804
1 Jahr zuvor

Hallo ich habe die Krankheit riesenzellarteriitis, ich habe 3 Monate lang cannabis geraucht, die entzündung hat sich ausgebreitet habe immer schmerzen kortison hilft nicht mehr habe thc as auch noch im Blut. Kann mir einer sagen wenn das thc aus dem Blut ist das ich die schmerzen wieder unter Kontrolle bekomme? Kann es den überhaupt sein das thc schmerzen auslösen kann bei einer arterielen Entzündung? Hoffe einer kann mir bei dieser Frage helfen!!! Mit freundlichen Grüßen Burkhard

trackback
1 Jahr zuvor

[…] zu Hause zu genießen. Zulässig ist auch der Anbau, zwar nur von zwei Hanfpflanzen, aber immerhin. Erfreuliches gab es auch aus Argentinien zu berichten, wo sich die Regierung im Sommer dazu durchrang, das Gesetz für die Verwendung von medizinischem […]

trackback
12 Tage zuvor

[…] Argentinien geht es also den Umständen entsprechend etwas entspannter zu – für Cannabis-Konsumenten. Der Besitz geringer Mengen Haschisch und Marihuana ist nach einem […]