Samstag, 3. Oktober 2020

Warum CBD so teuer ist

Die „wahren Gründe“ für die hohen Preise von CBD-Produkten


Cannabidiol – kurz CBD – ist derzeit eine äußerst beliebte Substanz aus der Hanfpflanze. Seit einigen Jahren findet man in Hanfgeschäften oder Drogerien die verschiedensten Produkte, die mit CBD versetzt sind. Kaugummis, Kosmetika, Kapseln oder Tees und Öle. Viele Verbraucher schwören auf die nicht psychoaktiv spürbare Wirkung des entzündungshemmenden und entkrampfenden Wirkstoffes, der aus speziellen Züchtungen der Hanfpflanze gewonnen wird. In der Regel nutzen Hersteller recht aufwendige Methoden, um an reine Grundsubstanzen zu gelangen, die anschließend in ihre oft hochpreisig gehandelten Produkte fließen. Meist wird stolz darüber informiert, dass man mittels Superkritischer-CO2-Extraktion an den Hanfwirkstoff gelangt, was einen größtmöglichen Reinheitsgrad versprechen soll. Auch die Pflanzen stammen bei den vertrauensvollen Herstellern aus EU zertifiziertem Anbau, bei dem im besten Fall auf Bio-Qualität geachtet wird. Dennoch können viele Konsumenten oft nicht nachvollziehen, warum Produkte mit einem geringen Anteil Cannabidiol derartig hohe Preise aufrufen und die Kosten für Endverbraucher seit Jahren recht stabil sind. Die Einkaufspreise für das Ausgangsmaterial sind in der Vergangenheit schließlich stark gesunken, sodass man es erwarten könnte, dass auch im Handel die Kosten für die Kundschaft gesenkt werden. Warum CBD so teuer ist, versucht dieser Artikel aufzudecken.

Klar ist, Hanfpflanzen brauchen Zeit zum Wachsen. Egal, ob THC oder CBD von den reifenden Gewächsen produziert wird, es dauert mehrere Monate, bis man eine in Blüte stehende Pflanze ernten und verarbeiten kann. Ebenfalls benötigt man die richtigen Varietäten, die in angemessenem Maße alle später zu extrahierenden Wirkstoffe produzieren. Mittlerweile gibt es unzählige Sorten der ausschließlich Cannabidiol herstellenden Hanfgewächse, doch noch vor wenigen Jahren sah es auf dem Markt etwas anders aus, was vielleicht erklären kann, warum die Preise für reines und sauber gewonnenes CBD in der Vergangenheit recht hoch waren. Auch die sinnvollste Extraktionsmethode gestaltet sich aufwendig und verlangt neben High-Tech nach Spezialisten, weshalb auch hier ein nicht zu verachtender Kostenfaktor versteckt ist. Hat ein Unternehmen das Naturprodukt und die Optionen zu Gewinnung professionalisiert, warten weitere Ausgaben auf die Hersteller, bevor der Markt mit dem eigenen Produkt bedient werden kann. Labortests, die Reinheit und Wirkstoffgehalt garantieren, sind nicht günstig – der Aufbau einer Marke kostet ebenfalls eine Stange Geld, da auch hier verschiedene Aspekte und Arbeitskräfte zwingend beachtet und benötigt werden. Alle dies Ausgaben fließen letztendlich in das finale Produkt, sodass der Endkonsument anschließend für alle Bemühungen zur Kasse gebeten wird. Dies schlägt sich sichtbar auf die Preise der verschiedenen Waren nieder, was viele Nutzer jedoch aktuell bemängeln. Kleine Fläschen mit 10 Milliliter Vollspektrumextrakten, die variierende Konzentrationen Cannabidiol enthalten, kosten schließlich oft zwischen 30 und 150 Euro. Dabei entsprechen die Kosten den enthaltenen Mengenanteilen des offensichtlich sehr wertvollen CBDs. Ein Produkt mit 5 Prozent CBD-Anteil kostet in der Regel die Hälfte eines Produktes, das mit 10 Prozent den doppelten Wirkstoffgehalt besitzt. Doch warum halten sich die Preise bei diesen Waren so konstant, obwohl die Produktion in der EU und der gesamten Welt so stark zugenommen hat und die Preise der reinen Substanzen für Produzenten sichtbar gefallen sind.

Zum einen darf man wohl nicht außer acht lassen, dass gerade hierzulande viele Händler mit neuen Problemen konfrontiert sind. Die Novel-Food-Verordnung besagt seit Anfang 2019, dass Nahrungsmittel, die nicht vor 1997 im Umlauf waren, als neuartige Lebensmittel einzustufen wären und somit nicht ohne kostenintensive Anträge auf Zulassung gehandelt werden dürften. Obwohl Hanf seit Jahrtausenden von Menschen genutzt und auch verzehrt wird, ist hier aktuell ein riesiges Problem entstanden, unter denen Produzenten und Händler zu leiden haben. Teilweise greift die Staatsmacht auch ein, kauft sich ein Kunde in einem Shop ein CBD-Produkt. Einige Hersteller bemühten sich daher schon vor der einschneidenden Veränderung um Apotheken-Zulassungen, die auch nicht gerade günstig sind. Ein bereits vorhandenes Produkt jetzt den neuen Umständen anzupassen – zum Beispiel ein Vollspektrum CBD-Öl fortan als Massageöl anzubieten – verlangt erneut nach Ausgaben. Werden dennoch wieder einmal Shops von der übereifrigen Staatsmacht besucht und alle Waren konfisziert, so trifft auch derartiges das Portemonnaie der Hersteller oder Händler hart.

Festzuhalten bleibt daher, dass aus Zuchthanf gewonnenes CBD an sich schon nicht der günstigste Rohstoff war, die professionelle Produktion mit kostenintensiver Arbeit und hohem technischen Aufwand verbunden sind und der Handel unter den gesetzlichen Auflagen nicht ganz unproblematisch funktioniert. Sind Hersteller darauf bedacht, die höchste Qualität anzubieten, werden sie nicht auf günstige Alternativen aus importierten Isolaten zurückgreifen, sondern stets nur Hanf-Vollspektrum-Extrakte in ihrer Produktion verwenden, die in gewissenhaften Überprüfungen den gesetzten Standards entsprechen. Hinzukommt noch die Tatsache, dass in der EU gewachsener Nutzhanf nicht die höchsten Mengen Cannabidiol bereitstellt. Während in anderen Ländern mit fortschrittlicherer Cannabispolitik gewisse Sorten bis zu 20 Prozent CBD in den Blüten produzieren können, ist der erlaubte Hanf hierzulande schon bei 5 oder 8 Prozent Wirkstoffgehalt als potent einzustufen. So kann es passieren, dass man alleine für die Produktion von einem 10-Milliliter-Fläschchen 10-prozentigen Vollspektrum CBD-Öls eine Menge von ungefähr 800 Gramm frischem Pflanzenmaterial benötigt. Hierbei auch noch sicherzustellen, dass garantiert kein Wert bezüglich des genehmigten THC-Gehaltes überschritten wird und Rauschzustände ausgeschlossen werden können, stellt einen weiteren Faktor dar, der Qualitätsprodukte im CBD-Segment preislich nach oben drückt. Da dazu CBD in der Regel aus gesundheitlichen Gründen genutzt wird, dürfte eine Wirksamkeit gegen die jeweiligen Symptome auch ein kleines bisschen dem Kostenfaktor entgegenwirken. Sich also auf die Qualitäten und die Reinheitsgebote namhafter Hersteller zu verlassen und diese mit einem etwas höheren Betrag zu bezahlen, scheint derzeit alternativlos, möchte man vom Einsatz der Produkte profitieren.

Dennoch stellt sich weiterhin die Frage, warum die Kosten in den vergangenen Jahren einfach nicht zu sinken begannen, schließlich müssten sich viele Investitionen der Produzenten mittlerweile amortisiert haben. Auch da es mittlerweile über die richtigen Kanäle Zugang zu günstigeren Ausgangsmaterialien gibt, bleibt Verwunderung über die konstanten Preise bestehen. Zahlte man noch vor wenigen Jahren sehr hohe Summen für CBD-Cannabis, so sind die Einkaufspreise bei Großhändlern in der Vergangenheit stark nach unten gepurzelt. Circa ein Drittel des einstigen Wertes besitzen die Rohstoffe in Kilogramm-Mengen aktuell nur noch, sodass es absolut verständlich ist, auf Kundenseite eine dementsprechende Preissenkung im Bereich der CBD-Produkte zu erwarten. Auch wenn zum Einstieg ins Geschäft hohe Ausgaben seitens der Teilnehmer verlangt wurden und die Branche hierzulande unter der verschrobenen Gesetzgebung leidet, so muss die Reduktion der Einkaufspreise des Ausgangsmaterials früher oder später an die Endkunden weitergeleitet werden, möchte man nicht an Glaubwürdigkeit verlieren. Spätestens seitdem potente Cannabis-CBD-Sorten in großen Stil im Ausland angebaut und günstig importiert werden können, müssen Preissenkungen aufseiten der Konsumenten spürbar werden. Ansonsten wären viele der bisherigen Erklärungen bloß Entschuldigungen zum Geldverdienen.

4 Antworten auf „Warum CBD so teuer ist

  1. Victor

    Es geht in unserer Gesellschaft nicht um Produkte. Geld ist der Reiz. Verkauft ist, wenn die Kasse klingelt. Die meisten Gesetze gibt es, um Konkurrenz aus der Welt zu schaffen. Der Verbraucher ist nur Verbrauchsvieh – sonst würde sich die Industrie um die Gesundheit der Verbraucher kümmern und sie nicht immer billiger und mehr vergiften nebst ausbeutende Umweltschädlichkeit. Mit der Gier aufhören – das kann der Kapitalismus eben nun mal nicht.

  2. Voktor

    Fast vergessen: Nach erfolgreicher BTM-Einstufung und dem entsprechendem Verbot wird der Preis schon sinken. Eben auf einen Wert, den das Produkt hergibt. Ein etwaiges Vertrauen in ein Produkt wird wohl wie gehabt zu händeln sein – ob illegal oder legal – kann aus Gier immer überall alles drin sein… Ich habe es satt, beim Essen, Trinken, Konsumieren, beim „Regiert-werden“ und Kaufen, immer mehr ein mieses Gefühl zu haben. Scheiß Welt ohne Gewissen. Scheiß Wilder Westen.

  3. Otto Normal

    Als die Rohölpreise (aufgrund von Kriegen und der Uneinigkeit innerhalb der Opecstaaten) zu sinken begannen stiegen hierzulande die Spritpreise sogar noch leicht an bevor sie sanken. Gaspreise sind ja angeblich an die Ölpreise „gekoppelt“. Allerdings nur wenn der Ölpreis nach oben geht. Billige Rohstoffe garantieren nicht einen niedrigen Marktpreis.

    Es geht im Kapitalismus nicht darum was die Herstellung eines Produktes kostet, sondern was der Kunde bereit ist dafür zu zahlen. Das gleiche Gramm Dope in der gleichen Qualität kann 6 Euro kosten oder 15 Euro je nachdem wo verkauft wird und wie die Situation ist. Abhängigkeiten spielen dabei ebenfalls eine große Rolle. Besonders wenn CBD medizinisch eingesetzt wird. Quasi alternativlos. Deswegen wird ja mit Lizenzen versucht eine Art Oligopol zu schaffen das man besser kontrollieren kann, als unzählige Produzenten auf einem echten freien Markt. Das geht am besten indem man den Markt mit unsinnigen und aufgeblähten „Sicherheitsvorschriften“ erstickt und somit das „Kleinvieh“ erst mal platt macht. Die großen Hersteller die das überstehen setzt man entsprechend unter Druck und die fressen dann brav aus der Hand die sie füttert, werden sie niemals beißen.

  4. Ralf

    @Otto Normal
    Deswegen habe ich jegliche Legalisierungsbemühungen aufgegeben, ich hatte die nie nötig da ich jeden Winter in Andalusien so viel wie ich will preiswert vom Feinsten rauchen kann, und es in diesem perversen System einfach wieder nur zu etwas perversen führen kann. Ich versuche nur noch Sand im Gertriebe dieser Staatsmafia zu sein, gebe seinen Vertretern saures, und mache ihnen das Leben schwer, wo ich nur kann. Mit dieser vollkommen durchgeknallten Gesellschaft bin ich jetzt vollständig fertig.
    Seit neuestem gibt es tatsächlich auch für mich Grund mich evtl. zu bewaffnen, obwohl ich Gewalt eigentlich ablehne, nämlich wenn diese Schweine kommen um mir per Zwangsimpfung ihren Gen manipulierten Dreck (mRNA Impfstoff) in die Venen zu jagen, ab da ist es nämlich egal ob man an ihrer Impfung oder ihrer Kugel krepiert. Kugel geht schmerzloser und schneller. Wenn sie das versuchen wird mein Haus zur Festung und ich nehme ein Paar von diesen Schweinen mit.

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