Freitag, 11. September 2020

Global Marijuana March in fünf deutschen Städten

„Gleichbehandlung statt Willkür“ am Samstag

GMM 2014 Bremen
Foto: Archiv


Demonstrationen für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland waren dieses Jahr wie so viele andere Bereiche stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die Hanfparade wurde nur digital abgehalten und auch der regulär im Mai stattfindende GMM fiel den Gegebenheiten zum Opfer. Nun lockert sich die Lage ein wenig und unter den richtigen Bedingungen können sich genügend Menschen wieder zu Protestmärschen versammeln. Damit die Forderung nach legalem Gras nicht unter den derzeitigen Umständen verschollen geht, organisierten aktive Legalisierungsbefürworter nun fünf Demonstrationen in verschiedenen Orten des Landes, die am Samstag für die Rechte der Cannabiskonsumenten mobil machen. Es findet der Global Marijuana March in fünf deutschen Städten statt.

Eine Pressemitteilung der Veranstalter gibt über das Vorhaben Auskunft und lädt alle aufgeschlossenen Menschen zum Mitmarschieren ein:


Global Marijuana March: Demonstrationen in fünf deutschen Städten am 12.09.2020

Nachdem Anfang Mai auf Grund der damaligen Corona-Lage über 30 geplante Demonstrationen im ganzen Bundesgebiet zum alljährlichen Global Marijuana March abgesagt werden mussten, wird es am 12.09. in fünf deutschen Städten Ersatzveranstaltungen geben. Unter dem Motto “Gleichbehandlung statt Willkür” fordern die OrganisatorInnen in München, Regensburg, Tübingen, Duisburg und Hamburg ein Ende des geltenden Cannabisverbots.

Denn die Zahl der Strafanzeigen gegen einfache Konsumenten jagt jedes Jahr neue Rekorde und tausende nüchterne Autofahrer verlieren wegen nicht wirksamer, aber wochenlang nachweisbarer Cannabisreste im Blut ihren Führerschein. Die Strafen wirken dabei häufig willkürlich, vergleicht man ähnlich gelagerte Fälle aus verschiedenen Bundesländern. Für die Betroffenen ist dies meist absolut nicht nachvollziehbar.

Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands, kämpft seit Jahrzehnten für eine Gesetzesänderung: “Es gibt kein sinnvolles Argument, erwachsene Bürger für den Besitz von ein paar Hanfblüten zu bestrafen. Die Legalisierung von Cannabis ist längst überfällig!”

Der Deutsche Hanfverband unterstützt die OrganisatorInnen vor Ort mit finanziellen Mitteln, Beratung und Vernetzungsangeboten. Wegen der bestehenden Infektionsgefahr werden bei allen Demonstrationen OrdnerInnen auf die Einhaltung der AHA Regeln achten: Abstand halten, Alltagsmaske tragen, wo es eng wird, und Hygieneregeln befolgen. In einigen Städten wird es auch Bodenmarkierungen für richtigen Abstand, kostenlose Einwegmasken und Spender mit Desinfektionsmittel geben.

Detaillierte Informationen und Weblinks zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.hanfverband.de/gmm2020 zu finden. Der zuständige Kampagnenmanager Florian Rister vom Deutschen Hanfverband steht für Presseanfragen unter florian.rister@hanfverband.de sowie unter zur Verfügung. Kontakt zu den einzelnen Organisatoren vor Ort kann auf Anfrage vermittelt werden. In sozialen Medien wird der Hashtag #GMM2020 genutzt.


Gleichbehandlung statt Willkür!

4 Antworten auf „Global Marijuana March in fünf deutschen Städten

  1. olaf

    Bei dem schönen Wetter ist Demo genau richtig. Freue mich auf viele interessante und nette Leute.
    Wir sehen uns morgen.

  2. buri_see_käo

    …, nein ich fahre nach Hamburg. Ist das Wohnortnäheste. Von den 5 Städten hat nur auch München eine WebSite, die ist aber noch nicht aktuell. Finde ich etwas dünne, Neuland? (Merkel 2013)
    Gibt es bei Euch auch OpenMic? Ich habe mir einen hanf-related Beitrag von mir ausgedruckt…

    mfG  fE

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