Montag, 27. Juli 2020

Cannabis-Importeure an der Costa Blanca gebustet

Spanische Polizei- und Zollbehörden fangen Motoryacht mit über vier Tonnen Haschisch vor der Küste von Calpe ab

Cannabis

 

 

Von Sadhu van Hemp

 

 

Seitdem die rechtskonservative „Partido Popular“ gemeinsam mit rechtspopulistischen Splitterparteien in den südspanischen Provinzen den Ton angibt, zeigen sich die polizeimilitärische Guardia Civil, die Policia National und die spanische Steuer- und Zollbehörde besonders eifrig im Kampf gegen den Cannabis-Schmuggel. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind sie allgegenwärtig, die aus Madrid gesteuerten Anti-Drogen-Söldner, und packen das ganz große Besteck gegen die aus, die die Versorgung der westeuropäischen Cannabis-Community mit Haschisch aus Marokko gewährleisten und im War on Drugs an vorderster Front gegen die Tyrannei der Cannabis-Prohibitionisten den Kopf hinhalten. Keine Woche vergeht, in der das Konglomerat der drei Behörden keinen Fahndungserfolg zu verbuchen hat – und erheblichen Schaden anrichtet.

 

Am Mittwochmorgen letzter Woche gegen vier Uhr erwischte es eine Motoryacht in den Gewässern vor Calpe an der Costa Blanca. Nachdem die Schmuggler auf offener See die Übergabe von 134 Ballen Haschisch bewerkstelligt hatten und in Richtung des Hafens Puerto Blanco in Calpe steuerten, gesellte sich ein Patrouillenboot des Zolls dazu, das die unter spanischer Flagge fahrende Motoryacht aufforderte, sich zwecks Kontrolle bis in den Hafen geleiten zu lassen.

Die Yacht versuchte noch, dem mit Feuerwaffen ausgerüsteten Patrouillenboot zu entkommen, aber vergeblich. Bei rauer See enterten die Zollbeamten die Motoryacht, „neutralisierten“ die beiden Bootsführer und entdeckten die Schmuggelware. Bei der Einfahrt in den Hafen gingen dann vier weitere Tatverdächtige ins Netz, die mit einem Lieferwagen auf die Ankunft der Motoryacht warteten und ebenso vergeblich einen Fluchtversuch unternahmen.

 

Dem Bust vorausgegangen waren längere Voruntersuchungen des Zolls in Alicante, die bereits seit März liefen. Die Beamten observierten die Yacht, die vornehmlich von Touristen für Ausflugsfahrten an der Costa Blanca gechartert wurde. Wohin die Yacht in dieser Zeit auch schipperte, die Beamten waren stets dabei – mit Patrouillenbooten und Fluggeräten aller Art. Zudem wurden die tatverdächtigen Cannabis-Schwerverbrecher samt Umfeld akribisch durchleuchtet – auch vom Geheimdienstzentrum für Terrorismusbekämpfung und organisierte Kriminalität (CITCO).

 

Dienstag letzter Woche wurde dann die großangelegte Polizeioperation gegen die observierten Seefahrer gestartet, nachdem sich andeutete, dass die Yacht zu einem Übergabetermin in See sticht. Um den Kontakt nicht zu verlieren, nahm ein Patrouillenboot in sicherem Abstand die Verfolgung auf – gelotst von einem Hubschrauber und einem Überwachungsflugzeug.

 

Am Mittwochnachmittag wurde die kostbare Ladung schließlich vom zuständigen Gericht in Alicante in Augenschein genommen und offiziell beschlagnahmt. Laut Pressemitteilung haben die 134 Ballen 4.380 Kilogramm Haschisch auf die Waage gebracht. Auf die Cannabis-Schmuggler wartet nun eine langjährige Haftstrafe – und auf das schöne Hasch die Müllverbrennungsanlage.

 

 

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Rainer Sikora
Rainer Sikora
1 Jahr zuvor

Was soll man dazu noch sagen,gesagt ist bereits alles Mögliche.Der Übermacht kann man nicht beikommen.Alles was die machen ist ok.Und die dazu gehörenden Lügen.

buri_see_käo
buri_see_käo
1 Jahr zuvor

@Rainer Sikora, “Der Übermacht kann man nicht beikommen”, weil es in der Tat eine Übermacht ist. Den Begriff darf man nie mit dem Begriff Mehrheit verwechseln! Denn die Mehrheit der Bundesbürger? ist lt. einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Focus für ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen. Der Übermacht kümmert das allerdings einen Dreck. Die Übermacht ist außerdem als einziges Objekt im Universum im alleinigen Besitz der absoluten Wahrheit! Der strunzdähmlichen kriminellen Übermacht wird der total verarschte Michel noch eine Danksagung zukommen lassen müssen – für einen 3-stelligen Millionenbetrag, der an die WireCard AG an Steuererstattung zurück zu zahlen ist, weil die ihre Einnahmen/Umsätze gelogen zu hoch angegeben hatten, und dementsprechend Steuern abgedrückt haben. Bei wallstreet-online.de mal WireCard… Weiterlesen »

M. A. Haschberg
M. A. Haschberg
1 Jahr zuvor

Wieso wurde gestern gleich zweimal mein ausführlicher Kommentar nicht zugelassen und gelöscht?
Es gab Einwände in englischer Sprache, die ich nicht einordnen kann.
Habe unter anderem darauf hingewiesen, dass der legale Alkohol die größte Coronaviren- Schleuder ist.
Und ausgerechnet Cannabis wird bekämpft!
Darf man etwa die Wahrheit nicht mehr sagen?

buri_see_käo
buri_see_käo
1 Jahr zuvor

@M. A. Haschberg, hatte ich auch, nach dem Captcha kam “you have been blocked form entering information in this block…”, usw. Die Eingabe der Email und eine Stellungnahme wurde abgefragt, habe ich dann auch in DE & GB getan, wieder Captcha zur Anti-Robby-Prevent. Dann hatte dort der Captcha gehakt. Zum Glück hatte ich meinen Text auf’n lokalen Text-File. Copy & Paste, beim 2. Versuch ging es dann. Ich beschränke mich bezüglich der Verbrechen unseres Regimes nicht nur auf das Thema Cannabis, sondern rege gerne auch die Leser zu einem Blick über den Tellerrand an. Ich hatte Anfang letzter Woche das Thema “WC und Michels Government” zur einfachen Einarbeitung mit Links versehen hier eingestellt; das hatte ich leider nicht auf’n lokalen… Weiterlesen »

Busch_Funker
Busch_Funker
1 Jahr zuvor

@buri_see_käo

Wieso sollte in Hamburg, der Konsum von Bier oder allgemein Alkohol erzwungenermaßen herunter gefahren werden? Zumindestens ist dies die einzige Substanz welche in vielen Altersklassen Deutschland’s leider immer noch als “Haupt oder Grundnahrungsmittel” bezeichnet wird. Welchen Zusammenhang hat Ludwig’s Cannabis-Kampagne mit dem Thema Bier?

Es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie mir diese Zusammenhänge erklären könnten oder diese, falls meine gewonnenen Auffassung falsch ist richtig stellen könnte.

Danke im voraus.

M. A. Haschberg
M. A. Haschberg
1 Jahr zuvor

Der Genuss von Alkohol (und also auch von Bier), führt besonders bei jungen Leuten zu Unvorsichtigkeit, Selbstüberschätzung und Euphorie und beschleuigt dadurch – im Gegensatz zu Cannabis – die Virusausbreitung.
Alkohol ist also in vielerlei Hinsicht eine gefährliche Droge.

Rainer
Rainer
1 Jahr zuvor

Alkohohl ist im Gegensatz zu Cannabis eine giftige Substanz oder auch Rauschgift.Cannabis ist eine Droge und gehört zu den Heilkräutern, von denen es auch giftige geben kann,aber auf natürliche biochemische weise.Auf jeden Fall als Medizin sind die Kräuter vorgesehen,und besser als Laborchemie.

Rainer
Rainer
1 Jahr zuvor

Alkohol kann auch durch Gärung entstehen,was ihn auch nicht besser macht.

buri_see_käo
buri_see_käo
1 Jahr zuvor

@Busch_Funker, bei ndr.de “alkohol schanze” eingeben, dann gerät man zu den Nachrichten darüber. Zusammengefasst wird der Kauf alkoholischer Getränke zu bestimmten Zeiträumen (eines 24 Stunden Tages) und evtl. auch wochentagsabhängig durch Kioske nicht mehr erlaubt sein. Wieso?, es ist bekannt dass Leichtsinnigkeit zum Spektrum eines Alkoholrausches gehört, nicht das eingeschränkte Reaktionsvermögen, sondern überhöhte Geschwindigkeit und riskante Überholnanöver sind die überwiegenden Unfallursachen der Besoffenen. Man befürchtet wohl, dass Alkoholisierte sich nicht an die Abstandsregeln!!! halten. Das tu ich nüchtern allerdings oft auch nicht, denn ich berücksichtige die Windrichtung und über- oder unterschreite; ich bin es gewohnt, mit diesem Verhalten schon etlichen Grippe-Wellen entkommen zu sein. DLs Cannabis-Kampagne steht in meinem Geschreibsel nicht im Zusammenhang mit Bier, jedoch sehen manche dem Start… Weiterlesen »