Mittwoch, 17. Juni 2020

Kleine Cannabisplantage vor dem Polizeirevier in Reutlingen entdeckt

„Scherzbold“ pflanzte gut 25 Hanfpflanzen am Seiteneingang

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Bild: Archiv


Guerilla-Outdoor-Growing besteht eigentlich darin, möglichst unauffällig Cannabis an einem nicht sonderlich besuchten Ort anzupflanzen und nach einigen Monaten mit dicker Ernte unbehelligt nach Hause gehen zu können. Manchmal lassen unbekannte Personen aber auch absichtlich in der Nähe gewisser Behörden Hanfsamen fallen, damit die Aufmerksamkeit auf das Verbot und die ungerechtfertigt durchgeführte Strafverfolgung regulärer Konsumenten gelenkt wird. So wuchs beispielsweise im Jahr 2017 vor dem Rathaus in Kamenz unter dem Fenster des Oberbürgermeisters eine ansehnliche Cannabisvarietät, die in den Medien für Schlagzeile sorgte. Nun hat es in Reutlingen die Polizei erwischt, da dort auf einem Grünstreifen nahe des Seiteneingangs gleich 25 Gewächse der Gattung Hanf für mehrere Wochen ungestört wachsen konnten. Es wurde eine kleine Cannabisplantage vor dem Polizeirevier in Reutlingen entdeckt.

Wie die Stuttgarter Zeitung und Echo24 melden, sind die Polizeibeamten des Reutlinger Polizeireviers von dem längere Zeit unbemerkt in nächster Nähe stattfindenden Guerilla-Grow leicht überrascht worden. Ein Sprecher bestätige am gestrigen Dienstag, dass 20 bis 25 Hanfpflanzen auf dem Grünstreifen vor der Wache gedeihen konnten, da wohl ein Großteil der Beamten einen anderen Weg zum Eingang nehmen würde. Zuvor waren Bauarbeiten am Revier vorgenommen worden, sodass es wahrscheinlich sei, dass sich jemand diesen Umstand zunutze machte, um die Cannabisplantage in nächster Nähe der Wache zu pflanzen. Erst ein Anruf weckte das Interesse der Polizisten, bei dem die offensichtlich bereits seit 25 bis 30 Tagen ungestört gedeihenden Gewächse gemeldet wurden. „Da hat sich jemand auf Kosten der Polizei einen Scherz erlaubt“, sagte der Polizeisprecher, der den verantwortlichen und noch unbekannten Gärtner gleich auch als „Scherzbold“ bezeichnete. Man ginge den Umständen jetzt auf die Spur und versuche herauszufinden, ob die Aktion einen strafrechtlich relevanten Hintergrund besäße. Entsprechend würde man der Tat nachgehen, wenn der Täter ausfindig gemacht werden könne. Verschwunden sei die kleine Cannabisplantage vor dem Polizeirevier in Reutlingen mittlerweile schon wieder, sodass die Gefahr einer Überschwemmung des Schwarzmarktes mit öffentlich wachsendem Polizeiwachengras gebannt zu sein scheint.

Aber wer weiß schon so genau, was auf manch anderer Grünfläche in unbeobachteter Beamtennähe alles so unbescholten wachsen kann …

10 Antworten auf „Kleine Cannabisplantage vor dem Polizeirevier in Reutlingen entdeckt

  1. Heisenberg

    Auf Kosten der Polizei einen Scherz erlaubt. Seid froh darüber, dass ihr überhaupt noch von Scherzen reden könnt. Was ihr mit unschuldgigen Menschen jeden Tag macht ist alles andere als ein Scherz.
    Dazu gehört schon eine Menge Gewissenlosigkeit, aber das ist ja offenbar ein Punkt im Anforderungsprofil.
    Die Politik braucht gewissenlose Ja-Sager und ist damit bei euch an der richtigen Adresse.
    Gewissenlosigkeit ersetzt Charakter, Rechtsempfinden und Mitgefühl für andere Menschen. Da hilft selbst eine Resozialisierung nur sehr bedingt.

  2. Hanfbeton

    Wo Gerechtigkeit nicht einmal erstrebt wird, wo die Gleichheit, die den Kern der Gerechtigkeit ausmacht, bei der Setzung positiven Rechts bewusst verleugnet wurde, da ist das Gesetz nicht etwa nur ‚ unrichtiges ‘ Recht, vielmehr entbehrt es überhaupt der Rechtsnatur.

    Die Autoritären Führungsstrukturen der Polizei ,begünstigen Missbrauch sowie unethisches verhalten und schließlich Fehler .
    Die Verteilung und Vernetzung der Kompetenzen und Machtbefugnisse, innerhalb der Exikutiven Polizeiarbeit, schaft Transparenz und Sicherheit ,für alle.

    Okey.
    Wenn der , eine oder andere ,Christlich vorbelastete Beamte , aufgrund des Frühen Kontaktes mit Alkohol und Gewaltverherlichender Pornographie (Jesus am Kreuz) sowie mit antidemokratischen gedankengut (CDU) , von gekreuzigten ,nackten ,gefoltertern, Zimmermännern und KZ-Huren , träumt,dann sollte sie oder er sich ,lieber,krank schreiben lassen .

  3. Lars Rogg

    Was hab ich gelacht…die Plantage war wohl keine unauffällige Pflanzung. Das diese Elitebulleristen das nicht gleich entdeckt haben, wundert mich gar nicht. Die gleichen Scherzboldjäger haben mir nicht nur meine Medizin geklaut, sondern auch noch alles andere das sie nicht genau zuordnen konnten. Darunter befand sich Hopfen, Desinfektionsmittel und Räucherstäbchen !!! Das sind Top ausgbildete Spitzenkräfte und machen ihren Job derart miserabel das man lachen könnte wenn es nicht an Diebstahl grenzen würde. Nur wegen eines Kinder schlagenden Faschos haben die mich überhaupt abgreifen können…Denunzianten- das übelste Pack das Deutschland je hervorgebracht hat-ekelhaft!!…aber sich rechten Gesindels zu bedienen um ungefährliche Mitbürger zu drangsalieren ist ja in Deutschland gute alte Tradition….Reutlinger Bullen…ausser zum Wohnungen auf links drehen zu kaum was zu gebrauchen…bleibt in Deckung 🙂

  4. M. A. Haschberg

    Diese gut gemeinte Geste war wohl primär zum Schutz der dort Dienst tuenden Beamten gedacht.
    Denn durch den Genuss der in wenigen Monaten erntereifen Heilpflanzen hätten die Polizisten wenigstens ihr Immunsystem gegen das noch immer grassierende Corona – Virus stärken können.
    Aber leider wußten sie nichts Besseres, als diese hilfreiche Pflanzenmedizin heraus zu reissen und zu vernichten.
    Geschadet hätte sie sicherlich niemanden.

  5. Rainer Sikora

    Das sich die Polizei nicht tot gelacht hat,über so einen lustigen Scherz.Weiß man doch,daß man so etwas Ungehöriges nicht machen darf,wo die Polizei um ihren guten Ruf bangen muß.Die Verbrecherpflanzen kann man weder anzeigen noch bestrafen,was eine allgemeine Frustration auslösen könnte.Ob die bösen Hexenpflanzen im Feuer landen?

  6. Lotus

    Coole Aktion,Respekt an die Guerilla ;D
    sowas sollte es öfters geben…
    Peace und Pot …
    happy 420 every day ;D

  7. DIE HANFINITIATIVE

    WIR lassen uns von solchen Lapalien ablenken?!

    Sie beschäftigen uns miteinander, gegeneinanander. So haben wir genug zu tun, um uns nicht auch noch um ihre „Angelegenheiten“ kümmern zu können? DAS ist eine Frage! 😀 WER kann sie uns beantworten und WAS hat DAS mit der Prohibition zu tun? (Strategien asiatischer Kampfkünste?). Wer oder was sind „Prohibitionisten“ und „Prohibitionistinnen“ überhaupt? …

    Zwischengedanke: Ich träume sehr viel. In letzter Zeit habe ich gute Träume, das WIR als Menschheit „die Kurve“ doch noch kriegen. Ich wünsche es mir so sehr, schon aus Liebe zu den eigenen Kindern und Familienmitgliedern. Da kann ich gar nicht anders… 😀 als voller Liebe und Hoffnung zu sein, wenn ich in ihre Augen blicke. …

    Aber zurück zum Thema: Gibt es ein „System Prohibition“? – und wenn ja, wie ist es strukturiert? Welche (mächtigen) Strukturen sind verwickelt, verfilzt, verflochten und eingebunden in diese interagierenden Systeme? Ein Blick über den „Tellerrand“, zu einigen Aspekten, von Sascha Lobo:

    […]
    Philipp Amthor

    Ein düsterer Digitaltraum

    Eine Kolumne von Sascha Lobo

    Die Affäre um Philipp Amthor wirft Licht auf gefährliche Bestrebungen zur Privatisierung von Sicherheit und Überwachung. Denn was privat ist, unterliegt kaum demokratischen Kontrollinstanzen.

    17.06.2020, 18.57 Uhr

    Es wäre eine große Erleichterung, wenn sich die von Amthor protegierte Firma als heiße Luft oder gar großer Schwindel entpuppen würde. Nicht aus Schadenfreude, sondern weil die Alternative gefährlich werden könnte.

    … Denn Augustus Intelligence ist nicht aus dem Nichts entstanden, vielmehr erkennt man an der Kommunikation und mehr noch an den Verbindungen das Vorbild und die Vision des Unternehmens. Gleich zwei ehemalige Geheimdienstchefs als Fürsprecher, flankiert von einem ehemaligen Verteidigungsminister – hier soll offensichtlich ein deutsches Palantir entstehen (auch wenn der Sitz in New York ist). Wie könnten die Parallelen, zum Beispiel als Erzählung für Investoren, aussehen?

    Ein mysteriöses Überwachungsmonster … […]

    Quelle: https://www.spiegel.de/netzwelt/web/privatisierung-von-sicherheitsbehoerden-ein-duesterer-digitaltraum-a-ad4d4aaa-4901-463f-bce4-6218808d8477

    Freunde und Freundinnen der Sonne. 😀 Meine Oma sagte immer: „Holzauge sei wachsam!“ Das habe ich als kleiner Bub nicht verstanden, weil ich mir alles immer bildlich vorgestellt habe. Aber heute weiß ich was Oma meinte, und Recht hattest Du, liebe Oma. 🙂 🙂 🙂

    In diesem Sinne passt gut auf EUCH und EURE Freiheit(en) auf. Zu leicht geh(en)t sie verloren. Wie blasse Nebelschleier der Menschlichkeit – in der Feuersonne der Prohibition. 😉

    […] #‎Konzerne‬, Kartelle und Oligarchien (Korruption, Lieferung von psychoaktiven Substanzen, Monopole, Geldwäsche, Datensammlung für Geschäftsmodelle, Kontrolle der Rohstoffe, Nahrungsmittelmonopole, Genmanipulation, Patente, Güter, billige Arbeiter, Kranke für Medikamentenabsatz, Produktion von Rüstungsgütern, Waffen, Gefängniswirtschaft) …

    #‎Geheimdienste‬ und Organisierte Kriminalität und Kontrollorgane (Überwachung, Aushebelung von Gesetzen und Verfassung, Korruption, Kontrolle, Erpressung, Folter, „Tötungen“, Enge Zusammenarbeit Dienste mit organisierter (Wirtschafts)Kriminalität, „Interessen durchsetzen von Investoren“, Verschleierung, Finanzierung und Beteiligung durch OK-Finanzwirtschaft und OK-Industrie, Apparat der Wirtschafts- und Finanzeliten; Wirtschaftsspionage, „Agenturen“, Schutz von Schattenmärkten und Schattenfinanzen für „illegale“ Aktionen, Schaffung und Aufrechterhaltung von „Geschäftsmodellen“ siehe „war on drugs“ und „war on terror“) … ? […] 1984²? – „https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/19-1984“

  8. DIE HANFINITIATIVE

    Ob das Amt der/des „Drogenbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland“ (oder BfArM, oder …) auch entsprechende Angebote erhielt oder anderweitig wahrnahm? 🙁 Fragen über … (na ihr wisst schon!) 😀

    […] Der US-Handelskammer zum Beispiel wollte Palantir offenbar eine Strategie verkaufen, mit der progressive Aktivisten samt ihrer Familien ausspioniert werden, kritische Gruppen mithilfe von Fake-Identitäten infiltriert und schließlich mit Falschinformationen diskreditiert werden. Wem das diffus bekannt vorkommt: Solche Aktivitäten gehören traurigerweise inzwischen zum Handwerkszeug der Sicherheitsbehörden auch in einigen liberalen Demokratien. … […] Quelle: https://hanfjournal.de/2020/06/17/kleine-cannabisplantage-vor-dem-polizeirevier-in-reutlingen-entdeckt/#comment-25586 😉

    PS eigentlich wollte ich heut mal nix posten – aber es bot sich an… 🙂 Hakt bitte nach! Lieben Dank.

  9. Daniel Csavojetz Sommer Holler

    Da können die guten Polizisten Normal den Hanf ja sammeln (wenn er reif ist) zum Recyclinghof bringen von da an gings mit dem Hanfhäckseln zur Hanfsyntheseanlage und dann mit dem Biosprit zur Tankstelle zurück und die Freunde und (Ernte) Helfer können ihren Dienstwagen mit Hanfsprit dann wieder neu auftanken… 😀

  10. manimal

    Das geht runter wie Öl!
    Genau diese Herren waren bei mir letztes Jahr und haben groß geblökt bei der HD. Wollten sogar Chilli Pflanzen mitnehmen weil die wohl wie frische Hanfsämlinge aussehen… Da war nur einer dabei der dies bemerkt hat dass es keine Hanfpflanzen sind.

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