Freitag, 4. Oktober 2019

Einfluss von Marihuana auf das Arbeitsleben wurde überschätzt

Knapp 10 Prozent aller Kanadier dürfen während der Arbeit Cannabis konsumieren


Als Cannabis am 17 Oktober 2018 in Kanada legalisiert wurde, befürchteten viele Menschen, dass dieser Schritt möglicherweise starke negative Auswirkungen auf Land und Leute haben könnte. Umfragen ließen beispielsweise darauf schließen, dass Arbeitnehmer damit rechneten, dass die Produktivität und Sicherheit am Arbeitsplatz leiden könnte, sobald Cannabis in der Freizeit von Kollegen legal konsumiert werden würde. Doch da es in Kanada ähnliche Regeln für Beschäftigte gibt, wie sie in Luxemburg in Zukunft gelten, stellte sich jetzt ein Jahr später heraus, dass diese Befürchtungen übertrieben waren. Der Einfluss von Marihuana auf das Arbeitsleben wurde überschätzt, wie neue Berichte aufzeigen können.

Ungefähr die Hälfte aller Beschäftigten waren 2018 noch davon überzeugt, dass Cannabis negative Einflüsse auf das Arbeitsleben haben könnte und Produktivität und Sicherheit am Arbeitsplatz leiden könnten. Jetzt hat ein Bericht der Marktforschungsgruppe Ipsos, der im Auftrag von ADP Canada fertiggestellt wurde, herausgefunden, dass diese Ängste ungerechtfertigt waren. „Die Legalisierung hatte eine geringere Auswirkung als ursprünglich angenommen“, sagt Hendrick Steenkamp, HR Advisory Director von ADP Canada. „Wenn man auf unsere Umfrage von 2018 zurückblickt (als Cannabis für Freizeitzwecke in Kanada legalisiert wurde), hatte fast die Hälfte der arbeitenden Kanadier erwartet, dass Produktivität, Gesundheit, Sicherheit und Anwesenheit beeinträchtigt würden. Was wir in dieser Studie in diesem Jahr herausgefunden haben, ist, dass es ein viel geringerer Prozentsatz der kanadischen Arbeitnehmer der Meinung ist, dass die Legalisierung von Cannabis Auswirkungen hatte.“ Laut Steenkamp war der ganze Hype um die Legalisierung von Cannabis vor einem Jahr unbegründet.

Laut ADP sind die meisten Kanadier der Meinung, dass Freizeit-Cannabis eigentlich keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit- und Sicherheit (75 %), die Produktivität (74 %), die Fehlzeiten (71 %) oder die Arbeitsqualität (70%) habe. Dem Bericht zufolge gaben die meisten arbeitenden Kanadier (86 %) an, dass ihr Arbeitgeber den Freizeit-Cannabiskonsum nicht zulässt, aber ein Bruchteil (8 %) bestätigt, dass der Cannabiskonsum selbst während des Arbeitszeiten zulässig wäre. „Es kommt immer darauf an, wie der einzelne Arbeitgeber damit im Einzelnen umgehen möchte“, sagte Steenkamp gegenüber NEWS 1130. „
Dazu gehört, sicherzustellen, dass man die richtige Firmenpolitik, Richtlinie und Sensibilisierungskampagne besitzt, um damit richtig umzugehen, und sicherzustellen, dass Manager über den Umgang mit derartigen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz geschult sind.“ Unter den wenigen arbeitenden Kanadiern, die sagten, dass ihr Arbeitgeber den Konsum von Cannabis erlaube, konsumierten rund 63 Prozent Cannabis vor der Arbeit, 47 Prozent während der Arbeitszeit und 72 Prozent nach der Arbeit. Zieht man jedoch Kanadas Erwerbsbevölkerung im Allgemeinen in Betracht, so stellte die Umfrage des Berichtes fest, dass nur ein Bruchteil der Kanadier Cannabis vor der Arbeit (5 %), während der Arbeitszeit (4 %) und nach der Arbeit mit Kollegen (6 %) konsumierten.

Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter 1.160 arbeitenden Kanadiern im Alter von 18 Jahren und höher, die zwischen dem 30. August und dem 18. September ihre Position zu Cannabis am Arbeitsplatz erläuterten.

8 Antworten auf „Einfluss von Marihuana auf das Arbeitsleben wurde überschätzt

  1. Anonymer Kiffer

    Wenn überhaupt, dann wird es sich positiv auswirken, wenn viele statt dem Suff zu fröhnen jetzt lieber zum Jount greifen?

  2. Rainer Sikora

    Wieder etwas herausgefunden.Das hätte aber auch ruhig noch zehn Jahre später herausgefunden werden können.Es ist aber trotzdem kein Grund zum Umdenken,weil Umdenken unerwünscht ist.Und wenn man noch so viel herausfindet.Das CDU Team hat immer andere und wichtigere Sorgen, wenn es um Cannabis geht.Es geht nicht um gute Gründe und Argumente,sondern um den Willen und die Ziele der jeweiligen Regierung.Die Medien lenken und manipulieren und helfen dabei,das alles bleibt wie es von denen gewollt ist.Deshalb ist eine deutsche Mehrheit immer noch gegen legalisieren.Die CDU arbeitet scheinbar erfolgreich an ihrem Machtausbau und Rückkehr.

  3. Harald

    Legalisierung – Argumente dafür. Welche Argumente? Deutschland – GROKO – Korruption.
    Korruption – Deutschland – GROKO. So viel zu unserer Zukunft in Deutschland und was Korruption anrichtet sieht man gerade bei der Autoindustrie. Die geht gerade unter. Wer interessiert sich da schon für objektive Cannabisforschung und deren Ergebnisse. Nichts gelernt aus dem Schlamassel also weiter wie bisher. Es werden und sind andere da, die das besser können und auch bereits machen. Auf Deutschland wartet in dieser Welt niemand.

  4. R. Maestro

    Darauf kann man gespannt sein, welcher Unsinn hier wieder daraus gemacht wird.

    Ein falsches Signal, klar. USA werden ja auch untergehen wie Portugal?! Oder war nicht Fussball sondern der Umgang mit Drogen gemeint? (Sarkasmus).

    Los Frau Ludwig, bitte geistlose Argumente, wir sind nicht verwöhnt und sie müssen in keine grossen Fusstapfen treten, (ein teurer Deppenjob) Kompetenz, Vernunft und Unabhängigkeit erwartet hier keiner mehr. Woher auch?
    Es drängt sich (eigentlich nicht mehr) der Verdacht auf, dass man sich gewollt und programmgemäss dumm gibt. Vielleicht um später sagen zu können: Davon haben wir nichts gewusst. Dass das Verbot eigentlich das schädlichste an allem ist.
    Warum solche kurzgedachten, doofen Phrasen bisher? Von Mutti und der M. M. ?
    Tausende Jugendten, Lebensläufe, Aussichten, Lebensabende usw. zerstört, aber man hat es nicht besser gewusst? Ach, neee?
    Lügenmäuler, Judasse. Dies betrifft alle drei Gewalten.
    Naja, eine Ausnahme: Herr Andreas Müller. Ich höre ihm gerne zu.

    Das angepeilte schwarze Null ist vergleichbar dem damaligen Unternehmen Barbarossa. Es klappt halt nicht.

    Letztendlich: Ca. 81 Millionen zufrieden zu stellen ist schwerer, als Nullen Jobs wie einer Drogenbeauftragten zukommen zu lassen, welche sich in angebl. Unwissenheit badet.
    Wissen ist Macht. Ich weiß nichts, macht nichts. Marlenchen kennt es.
    Mist ihr MdB, ihr schiebt genug Kohle ein, ihr habt eigentlich auch Verantwortung.
    Werdet dieser endlich mal gerecht!!!
    Aber vermutlich werden sich zuvor tausende tot geraucht haben. -:) lol

  5. R. Maestro

    In etwa gemäss Greta:
    Ich werde es nie vergessen. Das Unrecht, was man jedem Kosumenten, Parienten o. ä. angetan hat

    Nie!!!

    …zu nah an derWahrheit, zu nah am Leben ….

  6. Martin Paridon

    Dem Bericht zufolge gaben die meisten arbeitenden Kanadier (86 %) an, dass ihr Arbeitgeber den Freizeit-Cannabiskonsum nicht zulässt […]
    [hier fehlt: Am Arbeitsplatz. Siehe unten]

    The survey from Ipsos, which was commissioned by human resources firm ADP Canada, found that 8 per cent of respondents said their employer permits recreational cannabis use in the workplace, versus 86 per cent who said their employer does not.

  7. Lotus

    Kommt glaube ich auf die Arbeit an,
    es gibt Jobs da gehts glaube ich easy klar,
    aber es gibt auch Arbeit da chille ich lieber erst zum Feierabend,
    aber die Kanadier zeigen das schon gut,
    wie sehr sich Hanf auch ins Allgemeine Leben integrieren lässt 🙂

  8. Eddy

    Panikmacherei. Man muss sich nur mal die legalen drogen hier in deutschland anschauen. Nur weils legal ist trinkt nicht jeder. Nur weils legal ist raucht nicht jeder. Nur weil cannabis irgendwann legal sein wird, werden noch lange nicht alle zum kiffer.
    Politiker nutzen diese „Keule“ sehr gerne für ihre anti-cannabis-kreuzzüge, ungleich dem sinn der dahinter steht, nämlich gar keiner.

    Die ganze prohibitionsnummer ist einfach nur aus geldgier entstanden; bürger werden entmündigt und diktriert. Ganz toll.

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