Montag, 12. August 2019

Segelboot mit 5,5 Tonnen Haschisch im Mittelmeer gekapert

Erneut haben Patrouillenboote der spanischen Zollbehörden in internationalen Gewässern eine Segelyacht geentert und fette Beute gemacht

Cannabis

 

 

Sadhu van Hemp

 

 

Die Welt wir immer enger – und engmaschiger. Big Brother lässt heute niemanden mehr vom Radar verschwinden. Tote Winkel und Funklöcher finden sich kaum noch auf dem globalisierten Globus, wo sich die menschlichen Bewohner freiwillig von Satelliten, Drohnen und Smartphones überwachen lassen – zum Schutze vor sich selbst.

Wie engmaschig das Netz der Überwachung geknüpft ist, zeigt sich besonders im westlichen Mittelmeerraum, wo derzeit kaum eine Luftmatratze unbeobachtet bleibt, die vor der nordafrikanischen Küste treibt. Die Europäische Grenz- und Küstenwache Frontex hat alles auf dem Schirm – selbst die Badenixen auf den Sonnendecks der Kreuzfahrtschiffe, die im Swimmingpool planschen. Der Schutz der EU-Außengrenze ist zwischen der Iberischen Halbinsel und Nordafrika gewährleistet, und an der Costa del Sol muss sich kein deutscher Massentourist darüber ärgern, dass ertrunkene Flüchtlinge illegal am Strand herumliegen.

 

Wie gut der Grenzschutz der Europäischen Union vor den Küsten der Maghreb-Länder funktioniert, verdeutlicht auch die zunehmende Piraterie der spanischen Zollbehörden, der immer mehr Frachtsegler, die Haschisch aus Marokko geladen haben, zum Opfer fallen. Nun hat es zwei Cannabis-Importeure erwischt, die unter niederländischer Flagge segelten.

Laut Darstellung der Steuerbehörde geriet bei der Luftüberwachung ein motorisiertes Schlauchboot ins Visier der Grenzschützer, das offensichtlich „mit Paketen beladen war, die üblicherweise zum Transport von Haschisch verwendet werden“.

Die Kamerabilder zeigten dann, wie sich das Schlauchboot auf hoher See neben eine Segelyacht legte und die Ballen umgeladen wurden. Die spanischen Zöllner packten daraufhin das ganz große Besteck aus, um das Segelboot aufzubringen und zu entern. Luftstreitkräfte kreisten während des Überfalls über dem Ort des Verbrechens gegen das internationale Seerecht, und die beiden Skipper hatten keine Chance, sich des Handelsguts noch auf die Schnelle zu entledigen oder gar Widerstand zu leisten. Nachdem die neuen Eigentümer das Ruder übernommen hatten, wurden Segelyacht und Besatzungsmitglieder nach Spanien in den Hafen von Almeria verschleppt und an die Kette gelegt. Dort erwartet die beiden armen Teufel ein kurzer Prozess und eine langjährige Zuchthausstrafe.

 

Des einen Leid ist des anderen Freud: Die Prise, die die Seeräuber vom Zoll neben der Beschlagnahmung der Yacht gemacht haben, lässt sich sehen: 183 Ballen brachten rund 5.500 Kilogramm Haschisch auf die Waage. Laut Analyse handelt es sich um Haschisch der Güteklasse 1, das nach Abschluss des Strafverfahrens statt in Bongs und Joints in einer andalusischen Müllverbrennungsanlage in Luft aufgelöst wird.

 

 

Schnelles Login:



Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
8 Kommentare
Ältester
Neuster
Inline Feedbacks
Alle Kommentare zeigen
Harald
Harald
2 Jahre zuvor

Was für eine Dummheit und Verschwendung. Idioten unterwegs, auch wenn Zoll drauf steht.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Naja. 5,5 Tonnen.

Einen Teil verheizen die Bul, äh, Cops dort selbst, ein weiterer Teil wird von Mäusen gefressen,
der Rest wird von Ameisen unters Volk gebracht.

Duales System. Der eine illegal, der andere halb-legal, aber weggeworfen wird nix! 🙂

Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Ich fühle mich weder geschützt noch gerettet.Nur Übelkeit, wegen der liebenswerten Aufpasser.Wo hier die Verbrecher sind,wissen nur wenige,interessiert auch leider kaum jemand.

Georg Elser
Georg Elser
2 Jahre zuvor

Der Internationale Terrorismus finanziert sich durch den Verkauf von Haschisch .
5,5 Tonnen Haschisch, für 10 Tonnen Sturmgewehre und Granatwerfer ,inkl. Munition . Das war der Deal . Das Haschisch bekommen die Kiffer und die Waffen bekommen die Terroristen . Das Haschisch kommt aus den Bergen , die Waffen aus alten Bundeswehr Militärbeständen . So kann der Fördergeld-Antrag der Staatlichen Sicherheits-Clowns für die Ausweitung Staatlichen Kontrollzwangs und den Abbau diverser Bürgerrechte , mit der steigenden Gefahr vor dem Inter. Terrorismus begründet werden .

Papa ist Polizist
Papa ist Polizist
2 Jahre zuvor

Richtig so , Drogengeld ist Terroristen Geld!
Hier liest sich jeder Artikel als ob der Autor es lieber gehabt hätte wäre das Zeug nach Europa gekommen. Da frag ich mich ob es dem Autor gefällt das Terrorismus dadurch finanziert wird.
Ziemlich einseitige Meinung die beim hanfjournal vorherrscht.

Georg Elser
Georg Elser
2 Jahre zuvor

Wiedermal eine inszenierte schmuggelaktion der Deutschen Behörden ? Hat keiner der Spanischen Zollbehörde, bescheid ,gesagt ? Sonst sind ja BKA Beamte verlogen ,diesmal waren sie vergesslich , wegen dem Kurzzeitgedächtnis .

„BKA schmuggelt lieber im verborgenen
■ Das BKA transportiert 31 Tonnen Haschisch, die Bundesregierung schweigt dazu“

https://taz.de/!1473620/

Harald
Harald
2 Jahre zuvor

@ Papa ist Polizist
Du armes Würstchen! Wenn man so wenig über die Welt weiß, sollte man die Backen nicht so aufblasen. Geh an deinen Stammtisch oder nimm einen Schluck aus der Pulle.

Greenkeeper
Greenkeeper
2 Jahre zuvor

Schade um die gute Ware. Das ist die gute Chocolate aus dem marokkanischen Rifgebirge. Marokko exportiert jedes Jahr 3000 Tonnen Haschisch an Liebhaber in aller Welt, vor allem in die EU. Ein beachtlicher Wirtschaftszweig, der jedes Jahr etwa 1 Million Menschen in Marokko in Lohn und Brot bringt. Eigentlich ist das illegal, aber die Regierung drückt ein Auge zu. Der Handel mit Haschisch und Marihuana blüht wie eh und je. Aber unsere Bundesregierung will es nicht wahrhaben und das Ganze lieber in der Illegalität belassen, anstatt sich selbst drum zu kümmern und die Steuereinnahmen mitzunehmen. Diese könnte das Land gut gebrauchen, vor allem, wo jetzt die Wirtschaft wieder langsam abschmiert. Aber hey: Kein Cannabis, nirgends! Nichts sehen, nichts hören, nichts… Weiterlesen »