Samstag, 10. August 2019

Wie geht es weiter?

Der Abschied von Marlene Mortler lässt Fragen offen


Marlene Mortler ist Geschichte – zumindest bezüglich der deutschen Drogenpolitik. Nachdem man die 63-jähriger Mutter eines ehemaligen Cannabiskonsumenten nach Brüssel wählte, wird der bislang vereinnahmte Posten der Bundesdrogenbeauftragten endlich wieder frei und ist für neue Gesichter geeignet.

Wer sich jedoch auf den heißen Stuhl traut, ist derzeit noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass erneut die CSU einen Politiker stellen wird, der sich künftig mit den drängenden Fragen der fehlgeleiteten Verfolgungsstrategie auseinanderzusetzen hat. Und zwei Personen sind laut Augsburger Allgemeinen groß im Rennen. Zum einen wäre da der ausgebildete Münchner Arzt Stephan Pilsinger, der der Meinung ist, dass intensiver Cannabiskonsum ganz besonders dumm machen würde, zum anderen steht Emmi Zeulner hoch im Kurs, die zwar als Krankenpflegerin ebenfalls zur gesundheitlichen Hilfeleistung geschult wurde und sich deshalb wohl einst auch für die Freigabe von Medizinalhanf einsetze, dennoch aber keinen Sinn darin erkennt, warum Cannabis für den Freizeitgebrauch ohne Strafverfolgung gehandelt werden sollte. Selbst die Forderung einer bundesweit einheitlichen Geringe Menge stößt bei ihr schon auf heftigen Widerstand. In beiden Fällen scheint somit sicher, dass die Drogenpolitik in Deutschland weiterhin unter keinem guten Stern stehen wird, sollte eine der beiden erwähnten Personen in die Lage versetzt werden, sich künftig um das Wohlergehen von Konsumenten kümmern zu müssen.

Während die Drogenberichte der Bundesregierung in den letzten Jahren zwar wenig Erfolgsmeldungen bezüglich der Effektivität der eingesetzten Strategie verlauten lassen konnten, der kürzlich veröffentlichte Alternative Drogenbericht aufgrund der Situation eine dringende Veränderung der gesamten Handhabung empfiehlt, dürfte es hierzulande in der nächsten Zeit leider weiterhin wenig Licht im Dunkeln geben. Anstatt sich an den empfohlenen positiven Beispielen aus Portugal, Uruguay oder Kanada orientieren zu wollen, oder ähnlich der Schweizer und der französischen Methode echten Expertenmeinungen mehr politisches Gewicht zu verleihen, wird es bei uns wohl daher erneut ein „weiter so“ in der Frage der Cannabislegalisierung geben, bis endlich andere Kräfte den Posten des Drogenbeauftragten der Bundesregierung erbeuten können.

Freunden der Hanfpflanze sei es daher empfohlen, möglichst gelassen die Ruhe zu bewahren, sich nicht weiter über die Unwissenheit der politischen Köpfe schwarzzuärgern, sondern abzuwarten, bis Vernunft und Willen die Situation letztendlich zum allgemeinen Vorteil verändern werden. Dass die Legalisierung aus gutem Grund auch in Deutschland an die Tür klopft, ist schließlich aufgrund der globalen Fortschritte nicht länger überhörbar, auch wenn gewisse Menschen in den falschen Positionen sich mit alten Phrasen lieber weiterhin die Ohren so lange wie möglich verstopfen versuchen.

Wir hören dagegen – anstatt verbohrten Politikern beim Wichsen lieber weiterhin dem Gras beim Wachsen zu!

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14 Kommentare
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Tom
Tom
2 Jahre zuvor

Hmmmm. Alexander Doperind hätte wenigsten den richtigen Namen für den Job. Ich meine ja nur. Qualifikation ist in der Politik ja nicht gefragt (solange es Berater gibt).

Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Wenn es sein muß,gibt es millionenfachen Mortlernachschub.BRD Anklagen ist die Einzige Möglichkeit etwas zu bewegen.Dauert auch sehr lange und der Ausgang ist ungewiss,weil die alle unter einer Decke stecken.Mal sehen wie die Herbstwahlen verlaufen.Deutschland gerät von einigen Seiten unter Druck(Klima,Trumpforderungenusw.)Vielleicht braucht der Staat bald die zusätzliche Einnahmequelle und schwenkt um.Rettet die Wirtschaft.

Harald
Harald
2 Jahre zuvor

Wie es weiter geht? So wie vorher auch. Und jeden Tag wird weiter geschrieben und geduldet. Bei der Cannabispolitik wird sich überhaupt nichts ändern. In der Wirtschafts-und Finanzsituation schon. Danach ist so oder so Texas 1890 und jeder der rauchen will wird es so oder so tun. Scheiß auf die Politik und die grünen Strauchdiebe.

Haesin74
Haesin74
2 Jahre zuvor

WOW ! Ein super Artikel !
War ein echter Genuss den zu lesen

MoonY
MoonY
2 Jahre zuvor

Also ich muss als lang jähriger ex Konsument leider mittlerweile sagen das es viel zustark geworden ist und es heute vermehrt Probleme gibt und wenn es legal wäre müsste man dafür sorgen das der thc Gehalt gedeckelt wird bzw cbd wieder mehr in die Pflanze mit rein gezüchtet wird. Passiv, Paranoia, etc sind Symptome des zu hohen thc Gehaltes und zerstören langsam aber sicher viele Menschen leider.

Georg Elser
Georg Elser
2 Jahre zuvor

Bird is the Word !

Egal
Egal
2 Jahre zuvor

@MoonY Da Binn ich andere Meinung! Mal ne Preis frage mit folgender voraussetzung! Du benötigst am Tag verteilt als 250 mg thc Du hast die Wahl 10 % thc haltiges Gras zu rauchen 5 gr. Oder 20% thc haltiges Gras 2,5 gr.! Zu rauchen! Das Rauchen ist ungesund. das weiß jeder! Da Würde ich lieber nur 2,5 gr. Rauchen! Oder? Über Jahre kann ich beide Varianten für absolut Lungen Schädlich betiteln. So meine Meinung! Wenn du Cannabis oral ein nimmst Ist es auch egal ob du 1%gras oder 20% Gras einnimmst! Entsprechend passt du die Dosierung an! Schmerz Patienten Dosieren of hoch über Jahre! Und die perfekte Zusammensetzung ist defenetiv individuell anzupassen, kombiniert je nach chronisches Problemen, das musst du… Weiterlesen »

Noel
Noel
2 Jahre zuvor

Ah die Vetternwirtschaft wird weiter betrieben. Es war nichts anderes zu erwarten. Inkompetenz steht schon wieder in den Startlöchern. Hoffentlich wird unser unter der CDU leidendes Land bald erlöst. Ist ja schon langsam peinlich sich deutscher Staatsbürger zu schimpfen.

Egal
Egal
2 Jahre zuvor

… Das ist wohl wahr. Die Welt weiß das wir recht haben! Und Millionen Menschen beömmeln sich. Und andere haben es nicht anders gelernt, liegen falsch und können nicht mitreden. Die CDU sowie die SPD werden künftig Geschichte schreiben der Niederlage. Da der Staat sich weitaus verschätzt so ist die Zahl der Kiffer weit aus höher als zugegeben! Das wird sich auf die Wahlen künftig niederschlagen! Auch die Umwelt Politik ist absolut lächerlich! Auch das hat das Volk erkannt und entsprechend reagiert. Weitere werden sicherlich folgen. Ich binn da sehr zuversichtlich das es in 1_2 Wahlperioden sich gravierend etwas ändert an der Spitze. Die Single sind vorhanden! Je nach Fortschrittliche Aufklärung die auch immer besser ankommt. Das bekomme ich mit,… Weiterlesen »

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Man hält die Konsumenten für blöd und als Antwort wäre der Griff zur Zeulnerin für dieses Amt folglich die beste Wahl. Sie wäre nach der Mortlerin die Krönung des Schwachsinns.
Dass man nach den Jahren Marlene noch was „besseres“ findet, erstaunlich.
Schlimmer geht`s nimmer? Doch! Das Videogespräch zwischen der Emmi und Georg Wurth zeigt es.
Strohdumm, unfähig und komplett inkompetent aber folgsam, hörig und käuflich.
Und Johnny Walker, äh, Herr PILS-inger könnte die Assel von 30 Medizinern sein, wie zu Anslingers Zeiten.
Ein Griff ins Klo sind beide, da schenkt sich keiner etwas.
Dass auch ein Nicht-Konsument besonders dumm sein kann, man sieht es ja.
Dann suhlt sich diese Rotte noch in den ständig schwachsinnigen Argumenten, wie seit langem.

Ingo Brink
Ingo Brink
2 Jahre zuvor

Moin, solange der Bund noch keinen Plan hat wie aus der Legalisierung von Cannabis Kapital zu schlagen ist, wird es in Deutschland niemals zu einer Legalisierung kommen. Vielleicht mit der nächsten Generation Politikern oder wenn bei den nächsten Wahlen die „Altparteien“ nicht mehr an die Macht kämen. Leider werden wir sowohl das eine als auch das andere nicht mehr erleben. Vielleicht kommen aber wenigstens unsere Enkel in den Genuss einer liberalen Drogenpolitk.

Ralf
Ralf
2 Jahre zuvor

“ sich nicht weiter über die Unwissenheit der politischen Köpfe schwarzzuärgern……“
Wie heißt es so schön bei den uns unterdrückenden Richtern und Staatsanwälten?
UNWISSENHEIT SCHÜTZT VOR STRAFE NICHT !!!!!
Nun, ihr NAZI-Juristen und Politiker könnt euch darauf verlassen daß wir diesen Satz irgendwann auf euch anwenden werden!

Ralf
Ralf
2 Jahre zuvor

@MoonY
„Passiv, Paranoia, etc sind Symptome des zu hohen thc Gehaltes und zerstören langsam aber sicher viele Menschen leider…….“
Passiv: Per se abnahme der Fahrerlaubnis und damit Verurteilung zum passiven daheim bleiben!
Paranoia: Wer, wie ich, auch nur einmal die Knarre an den Kopf gehalten bekommen hat ,mit der Drohung: wenn du dich noch eimal bewegst, knall ich dich ab, weiß vor was er Paranoia hat, eben nicht vom Cannabis sondern wegen den durchgeknallten Alkohol kranken, verwirrten Staatsschergen!

Lotus
Lotus
2 Jahre zuvor

@Ralf/Moony es ist keine Paranoja wenn du in Wahrheit verfolgt wirst… sondern eine begründete Angst, ich kenne keinen der wenns ihm ans Leder geht , nicht ausrastet oder sich schlecht fühlt, und dieses Gefühl begleitet illegale Patienten häufig jeden Tag, das kann auf dauer mehr belasten als man meint, aber ich kann auch verstehen wenn jemand sagt, kiffen ist nicht so sein Ding, der Nenner sollte sein uns geht es gut mit dem was wir tun oder konsumieren… zudem hab ich aber auch davon gehört , das ein Haus in Spanien für die gesamte Samenproduktion in Europa verantwortlich ist, wer unsere Gegner kennt weiß,das man vermuten kannn,dass diese auch nicht vor Genzüchtungen halt machen würden, die im Cannaboidprofil vielleicht wirklich… Weiterlesen »