Mittwoch, 12. Juni 2019

Neue Richtlinien bei Google bezüglich Marihuana

Google verbietet Apps, die den Erwerb von Cannabis erleichtern


Auch wenn das Internet eigentlich ein freies virtuelles Land sein sollte, haben sich in der Geschichte des Netzes einige Konzerne neben Regierungen derartig breit gemacht, dass sie den Ton in der digitalen Welt angeben. So zählen Facebook und Google wohl zu den bekanntesten Webseiten unserer Erde, die zusätzlich zu ihren finanziellen Hintergründen noch weit mehr Machthabe besitzen, um gewisse Inhalte aus den Browsern der Nutzer fernzuhalten. Nachdem sich der Konzern von Mark Zuckerberg nach etwas Überlegung immerhin darauf einließ, legal agierende Cannabisfirmen nach einem Zertifizierungsprozess auf der eigenen Webseite wieder auffindbar zu machen, schlägt nun Google in die umgekehrte Richtung. Neue Richtlinien bei Google bezüglich Marihuana sorgen jetzt dafür, das alle Apps aus dem Google-Play-Store verschwinden müssen, die es dem Nutzer erleichtern könnten, sich mit Marihuana oder THC-haltigen Produkten einzudecken.

Wohl aufgrund der Ungereimtheiten der amerikanischen Gesetzeslage hat Google vergangene Woche neue Richtlinien veröffentlicht, in denen erklärt wird, was für Anwendungen aus dem Google-Play-Store zu verschwinden haben, wenn sie mit dem Cannabis-Business in Verbindung stehen. Da der Verkauf von Marihuana auf Bundesebene seitens des Federal Law verboten bleibt, auch wenn Landesgesetze den Handel mit legalem Cannabis erlauben, schreitet man nun ein und möchte dem übergreifenden Gesetz entsprechen. Die möglichen Bestrafungen für die Untergrabung des Bundesgesetzes scheinen dem mächtigen Google-Konzern zu heikel ausfallen, weshalb nun erneuerte Richtlinien bezüglich Cannabis ausgearbeitet wurden. Fortan zählen alle auf dem Google-App-Store verfügbaren Anwendungen zu den schwarzen Schafen, sollten sie dazu beitragen können, dass Cannabis in einem virtuellen Warenkorb erworben werden kann. Auch hat die Hauptfirma Alphabet fortan alle Apps auf dem Kieker, die Nutzern die Organisation eines Einkaufes bei Lieferung oder selbst der Abholung erleichtern. Alleine die Hilfestellung, Produkte mit THC zu erwerben, widerspricht den neuen Regeln, die nun bei Google gelten.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Portal Marijuana Moment soll laut Motley Fool ein Sprecher von Google die strengen Regeln mittlerweile etwas heruntergespielt haben, in dem er allen Betreibern derartiger Apps empfahl, einfach den stattfindenden Einkaufsprozess außerhalb der auf Google erhältlichen Anwendung durchzuführen, um den Richtlinien wieder entsprechen zu können. Dennoch dürfte sich diese Lösung als etwas umständlich und kundenfeindlich herausstellen, da zum einen die Anwendungen eine professionelle wie zeitaufwendige Umprogrammierung verlangen dürften und sich die Anwender der Apps auf die einschneidende Veränderung ihrer Einkaufsgewohnheiten anschließend erst einmal einlassen müssen.

Dass eine strenge Hand im Netz gegen Cannabis regiert, soll dazu wohl aktuell auch nochmals der Facebook-Konzern gezeigt haben, da sich dieser nach längeren Debatten erneut dazu entschied, Werbung für berauschende Hanfprodukte weiterhin nicht auf seinem Portal zuzulassen. Auch eBay steht hinter den virtuellen Prohibitionisten und verbietet weltweit immer noch den Handel mit CBD-Produkten, da der nicht berauschende Wirkstoff in den Waren einer dem jeweiligen Land entsprechenden Regulierung unterliegen würde.

Schnöde neue Welt!

4 Antworten auf „Neue Richtlinien bei Google bezüglich Marihuana

  1. DOS-Attacke

    So heizt Google den Klimawandel an . Hanf könnte den Klimawandel optimal Organisieren . Also , der neue Turbo-Motor für den Klimawandel und Alkoholismus heißt jetzt ,Google . Tusch !

  2. Privatsphäre Made in Germany

    @Otto Normal
    Die Demokratie braucht Facebook , weil dort kannst du Menschen direkt ,erklären das sie wahrscheinlich unter einer Alkoholhalluzinose leiden und deshalb ,die Realität absolut ,verkennen . Und das ihr Klimatisches ,Soziales und Politisches Verhalten Global schädlich ist und sie jetzt im Übertragenen Sinne Schädlinge sind .

  3. Ralf

    Daran kann man sehen was für ein Klima der Angst diese Prohibitionsverbrecher weltweit erzeugen wenn sogar ein großer Konzern schon im Voraus und in Erwartung weiterer brutal gewalttätiger Menschenrechtsbrüche durch Politik, Justiz und Polizei, dermaßen die Hosen voll hat. Wer es immer noch nicht wahr haben will, die Hölle ist hier und sie wird beherrscht von Teufeln! Deswegen ist es einfach vermessen Menschen zu kritisieren die nicht offen kämpfen wollen, und sich nicht der Gefahr auf einer Hanfdemo oder ähnlichem aussetzen wollen, sondern sich lieber vor diesen Massenmördern verstecken denn man weiß aus der Vergangenheit(und auch schon wieder der Gegenwart z.B Fahrerlaubnisentzug für alle) wozu deutsche Behörden im Zweifelfalle fähig sind !

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