Donnerstag, 7. Februar 2019

Ungefähr 40000 Cannabispatienten in Deutschland

Alleine 2018 gab es 18400 Anträge bei den großen Versicherern.


Es war abzusehen, dass unter Krankheit leidende Bürger Deutschlands Cannabis als eine alternative Behandlungsmethode zur schweren Medikamentennutzung ausprobieren wollten. So verdoppelte sich auch die Anzahl eingereichter Cannabisrezepte im Jahr 2018 und immer mehr Patienten erhalten ihre Genehmigung auf Kostenerstattung über die gesetzlichen Krankenkassen. Da die in der Nachfrage steigende Naturarznei jedoch aufgrund grober Fehler seitens der Verantwortlichen noch mindestens bis Ende 2020 nicht im eigenen Land produziert werden kann, müssen weiterhin immer größere Mengen Medizinalhanf aus dem Ausland importiert werden, um den wachsenden Bedarf zu decken. Dies könnte sich in Zukunft noch aufwendiger gestalten, da immer mehr Menschen ihr Recht auf medizinische Grundversorgung wahrnehmen und den Patientenstamm der Cannabisnutzer noch weiter vergrößern. Mittlerweile gibt es ungefähr 40000 Cannabispatienten in Deutschland, glaubt man den Hochrechnungen des Handelsblattes, wo jüngst der Marihunaverbrauch und die genauen Zahlen der Medizinalhanfpatienten zum Thema gemacht wurden.

Laut einer angestellten Umfrage des Portals gab es aufseiten der drei großen Krankenkassen AOK, Barmer und Techniker Krankenkasse im Jahr 2018 ganze 18400 Anträge auf eine Kostenübernahme der finanziellen Ausgaben für Cannabismedizin, von welchen circa zwei Drittel – also 12500 – angenommen wurden. Im Jahr 2017 waren es ab März und dem Inkrafttreten des Medizinalhanfgesetzes gerade einmal 8800 Anträge, was zeigt, wie sich die Nachfrage nach Cannabis seitens Patienten innerhalb eines Jahres erhöhte und wie sehr sich die Kassen an die neuartigen Forderungen angepasst haben. Insgesamt hätten die drei Krankenkassen, welche über 50 Prozent der Versicherten in Deutschland betreuten, seit März 2017 circa 21300 Anträge auf Kostenerstattung genehmigt, was das Handelsblatt zu der Aussage bewegt, dass ungefähr 400000 Hanfpatienten in unserer Mitte existieren müssten. Diese würden jedoch nicht ausschließlich mit den aufwendig importierten Knospen der Hanfpflanze versorgt werden, sondern häufig auch mit cannabishaltigen Zubereitungen oder Fertigarzneien behandelt werden. Nur 38 Prozent jener offiziell geführten Kassenpatienten würden Cannabis in Reinform erhalten. Aufgrund der wachsenden Nachfrage hätten neun Importeure seit März 2018 auch schon ihrer Höchstmengeneinfuhrerlaubnis ausweiten wollen und das Maximum von 25600 Kilogramm beantragt. Hier sehen nicht nur Politiker der Linken das Problem mit der Cannabisagentur, welche pro Jahr gerade einmal 2600 Kilogramm für den deutschen Markt produzieren lassen möchte, sodass offensichtlich wird, wie sehr sich die politische Riege im Bezug zu medizinischem Marihuana verschätzt hat. Allein bei der Minimalrechnung des BfArM, das pro Patient ein Gramm pro Tag vorsieht, käme schon bei 10000 Behandelten eine Summe von 3650 Kilogramm pro Jahr als Ergebnis heraus, was den Fehler im System klar erkenntlich macht. Anstatt die Produktion von 10,4 Tonnen in vier Jahren anzustreben, würden laut dem Sprecher für Drogen- und Verfassungspolitik der Linkspartei bereits mindestens 100 Tonnen für den deutschen Arzneimittelsektor benötigt. Das BfArM weist die Kritik jedoch von sich, schließlich stellten Importe von Medizinalhanf auch in Zukunft noch eine Option für das Hanfentwicklungsland Germany dar.

Die simple Lösung des Problems durch privaten Eigenanbau kommt hier somit wohl weiterhin einfach nicht für 40000 Patienten infrage – dieser Ansatz wäre ja schließlich sofort hochgradig illegal.

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11 Kommentare
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Der Realist ohne Kraut
Der Realist ohne Kraut
2 Jahre zuvor

Bei dem ganzen Mist, der überwiegend durch die C-Parteien verursacht wurde (und weiterhin verursacht wird), könnte man die Zahl der Patienten auf 40.001 erhöhen. Ich bin dabei…

Dass es ein Deutliches mehr Menschen sind, die auf Medi-Hanf angewiesen sind, ist völlig klar!

Immerhin kann einigen Menschen schon mit der Heilpflanze Nr.1 geholfen werden. Auch wenn’s die dt. Krankenkassen komplett übernehmen müssten. Aber wie’s in der Realität ausschaut, wissen wir alle. Nur ein Bruchteil dessen bekommt Medi-Hanf zum Nulltarif.

Schade, armes Deutschland.

Harald
Harald
2 Jahre zuvor

Wenn es besser werden soll für die Patienten, NICHT CDU/CSU WÄHLEN. DIESES GESOCKSE ist für die missliche Lage der Patienten verantwortlich und hat nicht vor etwas zu ändern. Haltet jeden den ihr erreichen könnt davon ab, dieses KORRUPTE PACK zu wählen!!!!!!!!!!!

Stabschleuder
Stabschleuder
2 Jahre zuvor

Die Deutschen trinken doppelt so viel wie der weltweite Durschnitt . Richter , Politiker , Polizei sowie Bundeswehr ,gestern noch stockBesoffen und Heute schon ne Knarre in der Hand und Gesetze Unterschreiben .

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Offiziell 40.000, eher 4 Millionen.
Würde man den Patienten endlich adäquate Mittel/Medizin zukommen lassen.

Aber die Pharmaindustrie halt. Weiter geht es mit dem BfArM, den Kassen, der Politik
und Lakaien, die alles machen, aber nicht fragen, warum.
Und wegen kleinster Verfahrensfehler, wird sich der (nicht wirklich) angeblich geplante Anbau 2020,
um weitere Jahre verzögern.
Was an diesem Punkt schon war, kennt man. Was noch kommt, fast logisch.

Chris
Chris
2 Jahre zuvor

Ich gehe von Arzt zu Arzt, aber keiner hat überhaupt ahnung von dem Gesetz. Mein jetziger Arzt würde es mir verschreiben, wenn es klare regelungen gäbe. Er hat angst seine Aprobation zu verlieren.
Ich habe seit mehr als 18 Jahre schmerzen und aufgrund meiner Erkrankungen werde ich auch den rest meines Lebens schmerzen haben. Welcher Arzt verschreibt es mir denn?

Otto Normal
Otto Normal
2 Jahre zuvor

“… sodass offensichtlich wird, wie sehr sich die politische Riege im Bezug zu medizinischem Marihuana verschätzt hat….” Sadhu ich finde es sehr lieb direkt eine Entschuldigung für die Volksverräter zu suchen wo es aber eigentlich gar keine Entschuldigung geben darf. Die Sache ist nämlich so: Das Dreckspack des SPD/CDU/CSU/FDP/GRÜNE/LINKE/AFD-Kartells WILL gar nicht legalisieren. Hat das schon jemand bemerkt? OK, sehr Gut! Was also machen die wenn die eigentlich per Urteil und Gesetz verpflichtet sind wenigstens den Patienten das Kraut zu gewähren? Das was die immer machen in so einer Situation: verschleppen, lügen, täuschen ect. Die verhalten sich wie ein kleines bockiges Kind dem man das Spielzeug wegnimmt. Wir sind in Täuschland, einem Land in dem es keine einzige Schraube gibt… Weiterlesen »

Karli
Karli
2 Jahre zuvor

Hanfpartei wählen und das bedingungslose Grundeinkommen ist auch gleich mit dabei.

Irgendwer
Irgendwer(@irgendwer)
2 Jahre zuvor

@ Karli ist dir schonmal aufgefallen, daß alle Parteien in sowas wie einem “goldenen Käfig aus diplomatischer Immunität” stecken ? Das Gundgesetz…. Gleich vorne als Präambel eine “widerliche ungenießbare Kröte” Wer schluckt denn sowas ? … also zieht sich auch kaum jemand den Rest rein. Der Kanzlereid stellt sowas wie einen winzigen Supermagnet für Parteispenden dar. “… seinen (des Volkes) Nutzen mehren … ” ? für Konzerne u. dergleichen ! Und dann noch Artikel 146 Erinnert sich noch jemand an die CDU-Parteispendenaffaire vor rund 20 Jahren ? Kanzler Kohl hat als “Ehrenmann” die Namen der größten Geldgeber für sich behalten. Keine Beweise dafür, daß auch die Pharmamafia dabei war/ist. Man braucht’s garnicht versuchen zu Thematisieren. Da wird bloß gegrinst. Also… Weiterlesen »

Irgendwer
Irgendwer(@irgendwer)
2 Jahre zuvor

Nochmal @ Chris

Fragen nach… welcher Arzt usw…. bringen praktisch nichts.
Zum Nachdenken.. Trick 17: Bescheinigung vom Arzt, daß er es NICHT verschreibt wegen quasi krimineller Apothekenpreise….
Es soll einen Fall gegeben haben wo die Kripo daraufhin jemanden in Ruhe ließ.
Passierschein A39 verlangen.. nicht A38, sondern A39 😉

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

In vielen Fällen wird agiert, wie bei Versicherungen. Verschleppt und in die Länge gezogen, bis Sankt Nimmerlein. Dann besteht die Möglichkeit, dass die Patienten entweder die Fr…e, äh, Nase voll haben, oder verstorben sind. Und weil “Krankenkasse” negativ behaftet war, heisst es ja nun “Gesundheitskasse”. Was daran stimmt, ist “Kasse”. das mit der Gesundheit, hört sich gut an, das reicht. Mehr Schein, als sein. Vorne hui, hinten pfui?! Wie schon so lange: Verschleppen, aussitzen und hoffen, dass sich alles von selbst irgendwie erledigt. Wann hört dieses eindeutige Verarschen endlich auf? Wenn die Welt nimmer steht, und koana mehr lebt, es koan Vogel, koan Käfer, koan Grashalm mehr gibt. Den Gewinn aus dem Verbot, teilen sich einige. Um dies “System” zu… Weiterlesen »

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Es wäre doch unheimlich lukrativ, für die “Gesundheitskassen”, zugleich Sterbeversicherungen anzubieten!
Ein Komplettpaket. Ertragreich und sinnvoll.
Es hat jeder etwas davon, der Staat, die Rentenkasse, sogar die Betroffenen.
Denn, wer früher stirbt, ist länger tot.
(Sarkasmus).