Mittwoch, 6. Februar 2019

Haustiere fressen immer mehr Cannabis

In zehn Jahren ein Anstieg von 765 Prozent.

Grafik: Sadhu van Hemp


Cannabis hat sich nicht nur in einigen Teilen der Erde wieder als legales Rauschmittel und Arznei einen Namen machen können, auch in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie wird Hanf immer häufiger wiederentdeckt. So wundert es auch nicht, dass nach der Abdeckung aller menschlichen Bedürfnisse die besten Freunde des Homo sapiens ins Rampenlicht der Cannabisindustrie fielen, die sich schnell an die speziellen Vorstellungen der vielen Tierhalter anpasste. So gibt es mittlerweile auch in Deutschland Produkte, welche mit CBD angereichert sind, damit der Hundehalter alternativ zur tierärztlichen Schulmedizin einige Optionen erhält, es seinem geliebten Vierbeiner besonders gut gehen zu lassen. In Staaten, in welchem Cannabis legal für den Genuss Erwachsener verfügbar gemacht wurde, scheint sich jedoch ein weniger fürsorglicher Trend entwickelt zu haben, da immer mehr Haustiere aufgrund des Konsums von Cannabisprodukten von Veterinären behandelt werden müssen, wie Datenerhebungen beweisen. Haustiere fressen immer mehr Cannabis, sodass in den letzten zehn Jahren hier eine Steigerung von 765 Prozent festgestellt worden ist.

So wie es dem kleinen Peanut schon im September 2016 erging
, so ergeht es wohl immer häufiger den geliebten Vierbeinern verschiedener Besitzer, die in Gebieten wohnen, wo Cannabis nicht länger unter illegaler Hand gehandelt werden muss. So sollen laut offiziellen Angaben der amerikanischen Tierschutzorganisation ASPCA in der vergangenen Dekade Steigerungen von 765 Prozent gemessen worden sein, wenn es um „Vergiftungserscheinungen“ von Haustieren durch Cannabiseinnahme geht. Alleine 2018 gingen bei der Notrufstelle der Organisation 1800 Anrufe ein, welche die Überdosierung von Haustieren mit Marihuana zum Thema hatten – 2008 waren es gerade einmal 208. Insbesondere Hunde reagierten auf THC wesentlich stärker als Menschen, sodass Gefahren für das Tier bei übermäßigem Konsum des Hanfwirkstoffs möglich wären. Auch wenn Edibles – also Lebensmittel mit THC – verspeist würden, wären die weiteren Inhaltsstoffe – wie Zucker oder Schokolade – recht schädlich für das in Obhut befindliche Lebewesen. Da aber die Gefahren des Cannabisbesitzes für die Halter der betroffenen Tiere oft schon nicht mehr länger existent sind, käme es jetzt einfach häufiger vor, dass diese ihren Rauschmittelvorrat nicht mehr versteckten, sondern nun offen in ihren Wohnungen liegen ließen. Daher vergriffen sich die Vierbeiner einfach wesentlich öfter aufgrund der leichten Zugänglichkeit an den herumliegenden Leckereien, ohne mit der überraschend einsetzenden Rauschwirkung zu rechnen. Da Hunde wesentlich stärker auf die Wirkstoffe reagieren, litten sie anschließend häufig unter Angst und Panikattacken, welche im schlimmsten Fall zu Herzrasen oder aufgrund der THC-Wirkweisen zu einer verlangsamten Herzfrequenz führten, was sogar tödlich Ende könne. Aber Tierärzte warnen auch schon vor den Folgen des Konsums, die nicht direkt auf die innere Gesundheit zielen, sondern den Vierbeiner in Unfälle verwickeln könnten. So würden Hunde die Situation falsch einschätzen und sich dagegen wehren wollen, was zu bedrohlichen Situationen führe. Treppen würden hinuntergestürzt, Gegenstände gerammt und sie verfingen sich in den verschiedensten Sachen, was ebenso der vorangegangenen Situation nicht zuträglich wäre.

Aus diesem Grund sagt Dr. Mark Liberto, der Betreiber einer Notfalltierklinik auch, dass Haustiere nicht stoned würden, dagegen aber vergiftet. Nationwide Insurance – der größter Versicherer für Haustiere – meldete, dass im vergangenen Jahr circa eine Millionen Dollar für durch Pflanzen hervorgerufene Vergiftungserscheinungen von Kunden eingefordert wurden, wobei es sich zum Großteil um Ereignisse mit Marihuanahintergrund gehandelt haben soll.

Warnung vor den Hundehaltern!

5 Antworten auf „Haustiere fressen immer mehr Cannabis

  1. R. Maestro

    Also eine immens steigende Lebenszeitprävalenz, bei ca. 13 bis 17-jährigen jugendlichen (in Menschenjahren) Hunden.
    Wurden die Konsumenten getestet, oder nur befragt?
    Unbekannt. Es waren 46 Befragte im Alter von 14 Jahren.
    Ein Lügendetektortest, wäre sicher nicht verkehrt.
    Da die Haschgiftuser ja alle verlogen sind. Einem Verbrecher glauben? Niemals.
    Sarkasmus aus!

    Wasser auf die Mühlen. Bahn frei für einen weiteren Verbotsgrund.
    Aber betäubungslose Ferkelkastration gibt`s immer noch.
    Ohne gelegentlichen Sarkasmus platzt einem irgendwann der Kopf.

  2. Stabschleuder

    Vegane Ernährung ist auch für Hunde gesünder und Ökologisch sowie Ethisch notwendig .

  3. R. Maestro

    Es ist schon eine eigenartige Welt.
    Es wird über die Kastration entschieden, selbst ist die Person biologisch bedingt weit entfernt vom Thema.
    Über Schwangerschaftsabbrüche wird entschieden, großteils von Personen,
    welche natürlich biologisch ebenso weit vom Thema entfernt sind.
    Eines der schlimmsten RauschGIFTE ist, trotz der bekannten Folgen in aller Munde und für RauschMITTEL, wird man verfolgt.

    Naja, durch jahrelanges Training, bekommt man zumindest keine Verspannungen mehr, beim Kopfschütteln.

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