Donnerstag, 3. Januar 2019

Österreichischer Expertenbericht spricht gegen Medizinalhanfblüten

 


Liberalisierung von Cannabis in der Medizin erhält eine Absage.

 

Bild: Susanne Winter/Archiv

 


Obwohl sich immer wieder noch einige Stimmen gegen den Einsatz der auch hierzulande erlaubten Therapie mit Cannabisblüten in Medien melden und sogar mit altbackenen Argumenten der natürlichen Arznei ihre Heilkraft absprechen wollen, so wurde selbst in Deutschland mittlerweile eine Mehrzahl der aktiven Hausärzte davon überzeugt, dass Marihuana in der Medizin unbedingt eingesetzt gehört.
In Österreich versuchte jetzt ein ehemaliger Abgeordneter, der sich zu den im Land lebenden 1,5 Millionen Schmerzpatienten zählt, die Gesetzeslage mittels einer Forderung an die dortige Bundesregierung etwas aufzuweichen, damit neben den bislang erhältlichen synthetischen Cannabisextrakten endlich natürlicher Medizinalhanf verwendet werden darf. Doch der folgend erstellte österreichische Expertenbericht spricht gegen Medizinalhanfblüten im Apothekenverkauf.

 


Da noch viel zu oft schwere Medikamente mit zu starken Nebenwirkungen im Einsatz in Österreich sind, forderte Peter Kolba in einem Entschließungsantrag die Regierung sowie die Ministerin für Gesundheit und Soziales dazu auf, einen „
Gesetzesvorschlag zur Liberalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke vorzulegen„. Aus diesem Grund ließ man den obersten Sanitätsrat, also die Ärzte- und Apothekerkammer sowie den Hauptverband der Sozialversicherungsträger, etwas Entscheidungsfindung betreiben und überließ ebenso der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie führenden Schmerzmedizinern das Wort, damit diese in einem Expertenbericht geschlossen ihre Meinung zur geforderten Sachlage abliefern konnten. Wenig überraschend bezeichnet die Wiener Zeitung die dort aufgefundene Empfehlung, welche vom Tenor die Einstellungen der österreichischen Bundesregierung teilt und daher dem Einsatz von natürlichen Cannabisknospen in der Medizin eine Absage erteilt. Die Vertreter der klassischen Schmerzmedizin begründen ihre Entscheidung mit der Verfügbarkeit bereits erhältlicher Cannabispräparate, die zwar synthetisch, aber dafür auf Krankenschein verfügbar sind, sowie aufgrund der wissenschaftlich noch nicht erwiesenen Wirksamkeit von medizinischen Cannabisblüten. Die in Österreich lebenden Befürworter der Liberalisierung des medizinischen Einsatzes von Marihuana befürchten somit nicht zu unrecht, dass in ihrem Land eine reformbedürftige Situation im Sinne der konservativen ÖVP-FPÖ-Regierung dauerhaft festgefahren werden könnte.

 


Dass ein Abbau von ewig aufgebauschten Argumenten in der Öffentlichkeit jedoch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann und auch viele Mediziner erst noch ihren Informationsmangel bezüglich Cannabis selbstständig beheben müssen, erläutert Martin Pinsger, ein österreichischer Orthopäde mit einer Spezialisierung auf Schmerz. Man müsse dazu auch eigentlich nur nach Kanada schauen und sich dabei immer wieder ganz objektiv fragen, warum Cannabis dort für medizinische Zwecke legal im Einsatz sei.

12 Antworten auf „Österreichischer Expertenbericht spricht gegen Medizinalhanfblüten

  1. R. Maestro

    Da die Pharmaindustrie und ihre willigen Schergen das Volk erst anfixen mussten, will es seine Süchtigen jetzt nicht so leicht abgeben.

  2. Harald

    Deklination : korrupt, korrupter, mies und verkommen und zu guter Letzt schwarz und braun!!!

  3. Otto Normal

    Die Ösis stehen den Deutschen in Punkto Faschismus in nichts nach. Ösiland ist m.M. nach sogar noch um einige Farbtöne brauner als Deutschland. Wie haben die gejubelt als unser „Führer“ sie damals „Heim ins Reich“ holte, am Straßenrand zu tausenden das Hakenkreuzfähnchen geschwenkt, lachend und voller Begeisterung für die deutsche Faschologie. Warum sollte das heutzutage anders sein? Mir ist nicht bekannt das sich die Ösis in den letzten 70 Jahren zivilisatorisch und kulturell besonders weiter entwickelt haben.

  4. Rainer Sikora

    Verhindern,verzögern und aufhalten,heißt die Devise der Gegner einer gesunden Cannabispolitik.Österreich war für mich immer bayrischer als Bayern und Franken zusammen.Was nicht stimmt muß irgendwie berichtigt werden und darf nicht einfach so stehengelassen werden.Wer kümmert sich darum?Wen kümmert diese Schieflage eigentlich?Kommt unserer Regierung auch gelegen.Könnte so übernommen werden und die Blüten aus s unseren Apotheken verbannen.Es geht immer nur rückwärts weiter mit der Liberalisierung.Lange nichts mehr von den Grünen,Linken oder FDP zu der ganzen Angelegenheit gehört.Als wäre denen das ganze Thema egal.Hauptsache mitregieren.Und bloß niemanden verärgern.

  5. Krake

    Ach , die sind nur noch peinlich, die Grünen. Und nicht mehr mehr glaubwürdig!! Schon lange nicht mehr !!
    Dummzeugschwätzer Poklitoleuer elende! Krutzi Türken, wos?! Rückwerts hier im Schland gehts schon seit Jahrzehnten immer nur Rückwerts !!
    GREETS

  6. Greenhawk

    Die meisten die Süchtige behandeln sind selber nicht süchtig. Genau so die meisten die darüber schreiben. Diese Menschen haben den differenzierten Blick eines nicht Abhänigen. Die Abhänigen sind aber die Hauptkraft der Legalisierungsbefürworter. Die gerechtferigte Änderungswünsche der heutigen Weltweiten Drogenpolitik wird immer wieder bewusst falsch interpretiert weil man das Zeug selber nicht braucht um wüdig leben zu können.
    Es wird immer eine effidenz bei der Behandlung mit Cannabis gefordern. Aber das Cannabis als kontrollierte Abgabe für Cannabisabhänige die mehrere Therapien erfolglos oder mit Schaden ohne Aussicht auf Erfolg hinter sich gebracht haben in Frage kommt und Menschen retten kann vor sozialer Isolation und deren krassen Folgen darauf kommt man nicht. Ich finde so berichte absulut entwürdigend. Ich trinke jetzt das 10 Jahr kein Alkohol, ich bin kein Alkoholiker oder so aber ich möchte so eine doppelmoral nicht förden ich hoffe die Absatzmärkte für Alkohol brechen Weltweit ein und Deutschland bekommt dann eine weitere Industrielle Backpfeife für sein Versagen in der Drogenpolitik. Ich wette um meine letzen 2 Euro, die warten so lange bis die regulierten Märkte um Deutschland herrum den illegalen Mark so eingedämmt hat das man dann doch gegen die wenigen hinterbliebenen Dealern mit kriminalisierung und all ihren Folgen durchsetzungsstark da steht, dann wird man sagen , sehen sie ! es hat sich gelohnt nicht aufzugeben… dann ist überall kiffen legal auser in Deutschland… alter der Krieg hat uns zu demoralisierten vollidioten gemacht die sich nichts mehr trauen nichtmal ihre Meinung zu sagen. Was glabt ihr was kiffer sind? kaum ein Kiffer hat bock auf die Demos und trotzdem gehen da so viele von den faulen säcken hin, das müssen Millionen sein die sich noch verstecken! eine durch Angst auseinandergetriebene Armee.Sieht man auch an den Absatz dort wo es legalisiert wird. Wir haben bald genug Stimmen der Vernunft um diese Kriminalisierung von Sucht erkrankten Menschen denen wir zusetzen statt ihnen zu helfen zu beenden. Halten sie durch es lohnt sich, die Zukunft wird schön , ohne Kriminalisierung von unschuldigen Menschen, dieser Fehler ist so krass das man ihn nicht beheben will!

  7. Börni

    @Greenhawk:Wie recht Sie haben…
    tjo…wenn jetzt Luxemburg auch noch legalisiert (und das sogar kommplett also mit THC on Maaß).In Österreich sind ja auch CBD Blüten (bis 0.3 THC) erlaubt und werden verkauft sogar aus Automaten.In Tschechien sind 5 Pflanzen zum Eigenanbau Straffrei keine THC Grenzwerte.Niederlande wissen wir e…Fakt ist:Wenn immer mehr EU-Länder dies tun und ein paar weiterhin auf die Prohobition setzen, dann landet das früher oder später am EUGH.DAs ist eine Ungleichheit sondersgleichen und fast Diskriminierung.Was soll das mittlerweile?In der eigenen Eu wirst für ein und dieselbe Tat in einem LAnd bestraft (was sogar Existenzen bedrohen kann)und im Eu Land neben an kannst das frei machen wie es dir beliebt.In einem Eu Land sind 0.2 %THC erlaubt im anderen 1 % in einem anderen (bald Luxemburg) kannst soviel haben wie du willst in wiederum einen anderen (Tschechien)kannst dir 5 Pflanzen ziehen wenn du willst egal wiviel THC die haben…das geht so nicht weiter auf Dauer.Das kann und wird die EU auf Dauer nicht dulden.Zumindest wird man eine vereinheitlichung der erlaubten THC Werte machen müssen in den Eu-Ländern.Ich spreche hier auschlieslich von Eu-ländern wohlbemerkt.

  8. Ralf

    Was mich immer wieder wundert, ist die Tatsache, daß die Gründe und Anfänge dieses Menschenrechtsverbrechens nirgends thematisiert werden. Es werden weder die Gründe des Rassisten und Hitler Anhängers Anslinger genannt noch die von Anfang an fehlenden wissenschaftlichen Begründungen dafür.Dieser Faschist gibt das sogar selbst zu und dazu noch seine perverse Auffassung von Demokratie und Menschenrechten
    Er hat ganz frech und mit der Arroganz der (bewaffneten) Macht gesagt:“ Heute wissen wir genau das Cannabis nicht schädlich ist, das Verbot war aber ein schönes Beispiel UM DEM VOLK DIE MACHT DES STAATES(der danach ja nicht das Volk ist) ZU DEMONSTRIEREN.
    Dieses durch und durch undemokratische die Menschen entmündigende, für dämliche Schafe dem durch die (Schergen) Hunde in`s Bein gebissen werden muß, haltende Schwein, hat heute noch Macht über uns, und das ist das was mich am meisten in Wut bringt.

  9. Ralf

    @Harald
    Ich gehe mal davon aus daß du auch weißt wo Braunau liegt, der Geburtsort „des Desasterführers“ nämlich in Österreich, er war also von Anfang an DEREN Führer, und sie haben ihn uns untergeschoben.
    Und der erste Nazi in einem europäischen Parlament war der Alkoholiker und Kifferhasser (mit 2,2 Promille mit seiner Benz-Waffe an den Baum geknallt RIH, Ruhe In der Hölle) Haider der den Faschismus in Europa (mal wieder) salonnfähig gemacht und dafür gesorgt hat, daß diese Brut wieder in ganz Europa ungestraft das dreckige braune Maul aufreißen darf.
    Zitat: „Deutschland ist latent faschistisch“
    , Fritz Bauer, als homosexueller verfolgter Staatsanwalt und Nazijäger, aus Scham für die deutsche Justiz Suizid begangen, RIP.
    Meine Ergänzung: Österreich ist latent superfaschistisch!
    Nun, mittlerweile hat es dieses Pack sogar wieder in mehrere europäische Regierungen geschafft, und hat, mal wieder mit Hilfe der Blackwater -Mörder der Amis (haben von einem nachweislich unter ihrer Kontrolle stehenden Hochhaus ihre eigenen Leute am Maidan abgeknallt) eine demokratisch gewählte Regierung weggeputscht und das Land so korrumpiert wie es niemals schlimmer war.
    Und drei mal dürft ihr raten über welches Land die Waffentransporte für den Putschisten Kriegsverbrecher und Mörder Poroschenko laufen?

  10. Harald

    @ Ralf
    Ich gebe dir recht, Österreich ist und war braun verseucht. Es ist auch klar, dass die politische und wirtschaftliche Führung der Amis zutiefst kriminell und korrupt ist, also kein Unterschied zur deutschen Regierung, oder der von Österreich. Es liegt jedoch an der Gesellschaft. In allen erwähnten Ländern gibt es freie Wahlen, aber leider viel zu viel Hohlköpfe in der Bevölkerung, die nur alle 4 Jahre politisch werden, jedoch leider auf Stammtischniveau.
    Rückgrat zeigen ist mehr als nur alle vier Jahre sich aufs Neue anlügen zu lassen und dann wieder ein Kreuz bei Korruption und Verbrechen zu setzen. Wie sagte Einstein so schön, „Ein Mensch, welcher immer wieder das Gleiche tut und auf ein anderes Ergebnis hofft ist ein Idiot.“ In unserer Welt laufen zu viele Idioten rum und die Politik tut alles dafür, dass sich das so schnell nicht ändert.

  11. Ralf

    @Greenhawk
    Jeder in dieser Konsumgesellschaft ist von irgendwas süchtig, z.B. jeder der jeden Tag Zucker oder Alk oder andere Genussmittel zu sich nimmt. Wie du aber selbst feststellst verleugnen das die meisten. Der Cannabiskonsument gibt das aber, durch sein erweitertes Bewußtsein, im Gegensatz zu Alkoholikern, die einen oft totalen Realitätsverlust haben, meistens zu.
    Deswegen ist es auch relativ leicht für einen Cannabisuser damit aufzuhören oder längere Pausen zu machen. Alleine der Fahrerlaubnisentzug beweist das dauernd in meiner Umgebung, wo die Leute einfach mal so 1 oder 2 Jahre damit aufhören (müssen) und an dem Tag wo sie ihren Lappen wieder bekommen ihre erste Tüte rauchen. Leider fangen viele dann verstärkt das Alk saufen an, da der Mensch halt das Leben verständlicherweise ohne Droge nicht aushält.
    Cannabis läßt dir jederzeit den Rückweg offen, denn es zerstört weder deinen Körper noch deinen Geist. Weil die Leute das wissen, benutzen sie den Hanf, so wie ich auch , um sich alle wirklich schädlichen Stoffe vom Hals zu halten, es ist deswegen auch keine Sucht im eigentlichen Sinne, sondern in meinem Falle Schutz, auch schon deswegen weil ich glaube daß es Krebs vorbeugt.
    Wenn ich fühle, daß mir etwas gut tut es mir 45 Jahre lang nicht geschadet hat, und ich es deswegen täglich haben will, ist das keine Sucht oder Abhängigkeit sondern Gesundheitschutz und Lebensqualität !

  12. Ralf

    @Rainer Sikora
    „.Lange nichts mehr von den Grünen,Linken oder FDP zu der ganzen Angelegenheit gehört.Als wäre denen das ganze Thema egal.Hauptsache mitregieren.Und bloß niemanden verärgern.“
    Deswegen die neue Hanfpartei unterstützen und wählen, ich werde das tun sobald ich Zeit habe (bin zur Zeit etwas im Stress weil ich meinen Abgang für das nächste halbe Jahr aus diesem Land vorbereite. Nächste Woche bin ich aber zurück in der Freiheit (alles außerhalb Deutschlands ist für mich Freiheit) und dannhabe ich Zeit um diese Partei aktiv zu unterstützen und evtl. einen Landesverband tu gründen. http://www.hanfpartei.org oder mitglieder@hanfpartei.org

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