Dienstag, 4. Dezember 2018

Cannabis-Experiment in Holland droht zu scheitern

 

 

Experiment des staatlichen Cannabis-Produktion entpuppt sich mehr und mehr als Trojanisches Pferd der rechtskonservativen Regierung

 

 

Cannabis

 

 

Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

 

Ein Blick in die Schriften der griechischen Mythologie genügt, um sich zu vergegenwärtigen, dass nicht alle Geschenke von Herzen kommen. Im Trojanischen Krieg vor mehr als dreitausend Jahren war es ein hölzernes Pferd, das als Geschenk vor der Tür stand, den Beschenkten aber alles andere als Freude bereitete. Kaum hatten die Bewohner der belagerten Stadt Troja das hübsch anzusehende Präsent angenommen, schon gebar das Pferdchen ein paar Dutzend Elitekämpfer, die des Nachts aus dem Bauch krochen, die Stadttore öffneten und so über die schlafenden Bürger Tod und Verderb brachten.

 

Ein ähnlich vergiftetes Geschenk ist das „Wiet-Experiment“, mit dem das Kabinett Rutte III die niederländische Cannabis-Community beglücken will. Was anfangs als Entgegenkommen der rechts-liberalen Regierungskoalition im Anti-Hanf-Krieg angesehen wurde, entpuppt sich zusehends als Kriegslist. Das Experiment täuscht vor, den seit 1976 in einer Grauzone geduldeten Coffeeshops künftig so etwas wie Rechtssicherheit zu geben. Statt der Anlieferung illegaler Rauchwaren aus aller Herren Länder über die Hintertür, soll langfristig vom Staat legal produziertes Kunstlichtgras über die Vordertür in die Rauchstuben gelangen. Im Übrigen müssen alle Coffeeshops in den ausgesuchten Gemeinden am Experiment teilnehmen. Während der Versuchsphase werden die Eigner der Coffeeshops gezwungen, alles aus dem Sortiment zu nehmen, was nicht aus niederländischer Produktion stammt. Wie in Kanada und Uruguay müssten sich die Niederländer mit industriell hergestelltem Einheitsgras begnügen und auf das einmalige Bouquet feinster Haschischsorten aus dem vorderen und hinteren Orient verzichten.

 

Die Freiheit der freien Auswahl, was in die Tüte kommt, wollen sich Niederländer jedoch nicht nehmen lassen. Der Widerstand gegen das „Wiet-Experiment“ wächst, zumal wache Geister hinter der „Wohltat“ der Regierung den perfiden Plan wittern, die Daumenschrauben nach Ende des auf vier Jahre angelegten Versuchs anzuziehen. Schließlich unterwerfen sich die Coffeeshopbesitzer während der Experimentierphase per Verpflichtungserklärung den Zwängen der Kontrollbehörden – in dem guten Glauben, danach zur alten Praxis des Wareneinkaufs auf dem Schwarzmarkt zurückkehren zu dürfen. Eher umgekehrt wird ein Schuh draus: Gelingt das Experiment, könnte das das Ende jener Coffeeshops bedeuten, die als Versuchskaninchen nicht herhalten mussten und weiterhin illegales Importdope über die Hintertür beziehen. Eine Spaltung der Coffeeshops in Gut und Böse käme den Prohibitionisten nur allzu gelegen, um die vielen „Hintertüren“ für alle Zeiten dichtzumachen.

 

Doch es regt sich immer mehr Unwillen in den Kommunen, die sich vorschnell für das „Wiet-Experiment“ begeisterten und bewarben. Viele Bürgermeister in den betroffenen Städten bezweifeln, dass der Verkauf von Staatsgras für Ruhe und Ordnung in den Grachten sorgt und den Straßenhandel einschlafen lässt. Auch immer mehr Coffeeshop-Eigner durchschauen den Taschenspielertrick der Regierung, per „Wiet-Experiment“ die über 42 Jahre gewachsene niederländische Cannabiskultur sukzessiv zu zerstören.

 

In Den Haag schwindet ebenso die ohnehin begrenzte Begeisterung für das Experiment. Die linke Opposition, die sich anfänglich aufgeschlossen zeigte, sieht gänzlich schwarz. Die Rahmenbedingungen des „Wiet-Experiments“ seien unausgegoren und ohne jede Garantie, dass die staatlich organisierte Cannabis-Produktion und Zuteilung an die Coffeeshops funktioniert. Die einzige mögliche Schlussfolgerung sei ein grandioses Scheitern des Experiments, da es an der Realität vollkommen vorbeigeht und nicht dazu beiträgt, das Unrecht des Hanfverbots zu beseitigen.

 

 

5 Antworten auf „Cannabis-Experiment in Holland droht zu scheitern

  1. Rainer Sikora

    Ich habe die Attacken und Angriffe gegen unser Kraut und gegen uns sowas von Satt.Irgendwann donnert es gewaltig.

  2. Ralf

    Na, da haben die es ja gerade noch rechtzeitig geschnallt. Es ist schon unglaublich mit welch gemeinen Bandagen die schwarzbraunen Prohibitionsirren hinterhältig und verlogen wie immer, kämpfen. Dabei ist das ganze so primitiv und durchschaubar, daß es schon eine Beleidigung für die Intelligenz der Cannabisbeschützer ist. Ich jedenfalls habe das vom ersten Moment an gesehen, da es ja in allen PSEUDOLEGALISIERUNGSSTAATEN genau so ist. Es wird praktisch ein generelles EMBARGO für alle Cannabisprodukte verhängt, die nicht aus heimischer Produktion stammen. So etwas tun Leute die überall den Menschen so genannte FREIHANDELSVERTRÄGE aufschwatzen wollen, natürlich immer nur nach ihren Regeln! Man darf diesen Verbrechern keinen Zentimeter Raum lassen, keine Geschenke, in auch nur irgendeiner Art die Menschenrechte einzuschränken machen, sonst wird es doch immer wieder die selbe SCHHHHHHHH…!

  3. Rock That Beat

    Also ,wer sich Import Haschisch in einem Holländischen Coffeshop kauft , finanziert höchstwahrscheinlich die Taliban oder andere Terrorgruppen .

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