Montag, 19. November 2018

Cannabis-Legalisierung beschert US-Steuerbehörde Säcke voll Bargeld

 

 

US-Finanzbeamte sammeln Steuergelder aus Cannabis-Geschäften an geheimen Treffpunkten ein

 

 

Foto: Susanne Winter/Archiv

 

 

Heiter werden alle Mienen bei dem schönen Wort ‚verdienen’ – besonders in den USA. In mehr als 33 US-Bundesstaaten lässt sich seit der Cannabis-Legalisierung vorzüglich Geld scheffeln. Alle könnten rundum glücklich und zufrieden sein, wären da nicht die Geldinstitute, die sich seit Jahren partout weigern, mit dem Cannabis-Gewerbe ins Geschäft zu kommen. Rein rechtlich gesehen handelt es sich bei den erwirtschafteten Cannabis-Einnahmen noch immer um „Drogengelder“, und damit wollen sich die Banken, die sonst kein krummes Geschäft auslassen, nicht die Finger schmutzig machen. Zu hoch ist das Risiko, dass die Bundesbehörden eines Tages, falls sich der Wind dreht, mit Anklagen wegen des Verstoßes gegen das Geldwäscheverbot um die Ecke biegen und den einen oder anderen Bankmanager an den Pranger stellen.

 

Die wenigen Geldinstitute, die den Cannabis-Gewerbetreibenden ein Konto gewähren, lassen sich diesen Service mit geradezu wucherischen Gebühren bezahlen. Kein Wunder also, dass fast zwei Drittel aller Unternehmen ohne Konto auskommen und ihre Geschäfte cash abwickeln. Gleiches gilt für die Bezahlung der Mitarbeiter, die wie früher mit einer Lohntüte nach Hause spazieren.

 

Und so erlebt das gute alte Papiergeld in den USA eine überraschende Renaissance, zumindest im Cannabis-Gewerbe. Wie in besten Prohibitionszeiten werden Großdealer und Profi-Grower mit Bargeld zugeschissen, das sich wie Altpapier anhäuft und über Geldkuriere im Kreislauf gehalten wird – zum Leidwesen der US-Bundessteuerbehörde IRS. Denn im Gegensatz zu Heroin- und Kokaindealern haben die Gewerbetreibenden in Sachen Cannabis keinen Grund, die Umsätze nicht zu versteuern. Vielmehr bestehen sie darauf, sich vor den Finanzbehörden ehrlich zu machen und Vater Staat das Steuersäckel säckeweise zu füllen.

 

Doch die Bundessteuerbehörde ist auf soviel Bargeld gar nicht eingestellt. Allein vergangenes Jahr entrichteten legale Cannabisfirmen rund 4,7 Milliarden Dollar an Steuern – und das in kleinen Scheinen. Die Geldübergabe an die Finanzbeamten gleicht einem schlechtem Krimi: Die Prokuristen der Firmen stopfen das Geld in Reisetaschen und Säcke und fahren damit zu einem geheimen Treffpunkt, wo die Beamten inkognito das Papiergeld in Empfang nehmen und brav quittieren.

Anschließend werden die Berge von Geld zur Steuerbehörde gekarrt und dort in einem gesicherten Raum gezählt und gebündelt. Der Aufwand ist immens, da die Mitarbeiter beim Geldzählen nicht allein sein dürfen und überwacht werden müssen.

 

Das Geld, was sich die Banken nicht verdienen wollen, soll nun eine gemeinnützige Organisation einstreichen, die das Geldzählen übernehmen soll. Für diesen externen Service will die Bundessteuerbehörde etwa 1,7 Millionen Dollar locker machen. Aus Sicht der betroffenen Barzahler ist das Steuerverschwendung, denn ein Federstrich aus Washington würde genügen, um den Banken grünes Licht für Geldgeschäfte mit dem Cannabis-Business zu geben.

 

 

3 Antworten auf „Cannabis-Legalisierung beschert US-Steuerbehörde Säcke voll Bargeld

  1. Fetales Alkoholsyndrom

    Guten Morgen Pisa-Opfer !
    Geld wird durch Geldschöpfung , der Zentralbanken erzeugt . Wenn Geld nötig wäre ,dann gäbe es eine Transaktionssteuer . Die globale ,60 Billionen Dollar Realwirtschaft ist nur noch ein Anhängsel der steuerfreien ,700 Billionen schweren Finanzwirtschaft .

  2. Daniel Holler

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    https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Eichhörnchen?fbclid=IwAR0T0K8fkP1LfJF6c5DlKq8IShK2hNaXrL9wn3bOokta3k21OzbcWhZvKaM

    Solange Ozean auf der Karte is sei eingeladen zu Remoos…

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