Montag, 20. August 2018

Dresdner Polizei startet Offensive im Anti-Cannabis-Krieg

 

 

Aktueller Kriegsbericht über das Schlachtgeschehen im Elbtalkessel

 

 

Cannabis
free imgages

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Dresden ist ein gefährliches Pflaster für Menschen, die anders leben, denken und aussehen, als die sächsische Volksseele erlaubt. Im „Florenz des Nordens“ herrscht ein deutsch-völkischer Geist, der das öffentliche Leben bestimmt und jedem freiheitsliebenden Menschen das Fürchten lehrt. Wer wie in Berlin nach seiner Fasson leben will, bekommt es in Dresden schnell mit den Strafverfolgungsbehörden zu tun, die alle unerwünschten Personen nach Herzenslust drangsalieren und gesellschaftlich zu vernichten trachten.

 

Die Cannabis-Prohibition kommt der Dresdner Polizei dabei gut zupass. Anständige Bürger und Bürgerinnen kiffen und dealen nämlich nicht. Im Umkehrschluss bedeutet das für die Polizei, dass Cannabis-Konsumenten und Schwarzmarkthändler unanständige Menschen sind, die gejagt und ausgemerzt werden müssen, weil sie kriminelle Schädlinge sind. Obendrein ist das Hanfverbot ein hilfreiches Instrument, um denen auf den Zahn zu fühlen, die nicht sächsisch aussehen und daher per se in jeder Hinsicht verdächtig sind.

 

In Dresden geht es fraglos hoch her im Anti-Cannabis-Krieg, und die Polizei gibt alles, um möglichst viele Opfer zu produzieren – zur Freude der besorgten Bürger, die immer montags auf dem Theaterplatz vor der Semperoper ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wahrnehmen und sich in ihrer grenzenlosen Dummheit ein politisches System wie im Dritten Reich erträumen. Ganz im Sinne dieser Ewiggestrigen kämpften Kampfeinheiten der Polizei letzte Woche an vorderster Front, um all die Menschen ins Visier zu nehmen, die augenscheinlich nicht ins Stadtbild passen. Vier Tage dauerte die Schlacht in der Äußeren Neustadt gegen die eigene Bevölkerung – und das rund um die Uhr.

„Die unterschiedlichen Einsatzzeiten sind Strategie, um für unser Gegenüber unberechenbar zu bleiben“, verriet Polizeisprecher Marko Laske (44) den Schlachtplan zur „Bekämpfung der Straßenkriminalität“.

 

Am Donnerstag gab es gleich zwei Großoffensiven – erst nachmittags, und weil es so schön war, stürzten sich noch einmal am Abend 85 Anti-Drogen-Krieger ins Getümmel. Die Kampfhandlungen dauerten rund sechs Stunden, bei denen 131 verdächtig aussehende Personen in die Mangel genommen werden konnten. Am Ende der Schlacht konnten die als Söldner im Anti-Drogen-Krieg eingesetzten Polizeibeamten 14 mutmaßliche Suchtgiftverbrecher mit der Repressionskeule kampfunfähig machen. Darunter befanden sich sieben Wurzelsorben im Alter von 18 bis 42 Jahren und ein 19-jähriger Fremdling mit guineischen Pass, die wegen des Besitzes von Marihuana oder Haschisch mit einer Strafanzeige abgefertigt wurden. Wie immer mussten die Anti-Cannabis-Krieger den Westafrikaner etwas härter anpacken, da er sich laut Polizei den Vollstreckungsbeamten widersetzte.

 

Zum Unverständnis der Dresdner Polizei regt sich aber auch Widerstand. Die massiven Polizeieinsätze finden nicht bei allen Dresdnern Anklang. So wird der Polizei unterstellt, dass „vor allem (…) nicht-deutsch wahrgenommene Menschen“ das Ziel der Kontrollen seien und sogenanntes „racial profiling“ vorgenommen würde. „Verdachtsunabhängige Kontrollen und Einschüchterungen gegenüber Jugendlichen und People of Color gehören mittlerweile zum Tagesgeschehen in der Dresdner Neustadt“, heißt es auf der Internetseite sachsens-demokratie.net. „Dabei ist die Polizei oft übergriffig und gewalttätig. Wenn Menschen dann zu Hilfe eilen bzw. die Betroffenen über ihre Rechte aufklären, werden diese oft ebenfalls von der Polizei bedrängt.“

Die Polizei weist die Vorwürfe natürlich zurück: Allein das Aussehen oder die Staatsangehörigkeit der Personen sei kein Auswahlkriterium für Kontrollen, teilte ein Polizei-Pressesprecher mit.

 

Dass der Polizei kein Wort zu glauben ist, brachten am Samstag rund 100 Teilnehmer eines Spaziergangs in der Dresdner Neustadt zum Ausdruck, die sich mit den Betroffenen rassistischer Polizeigewalt solidarisieren. Dabei wurde auf die zunehmende Gewalt und Schikane der Polizei im Viertel hingewiesen und vor dem neuen Polizeiaufgabengesetz nach bayerischer Art gewarnt.

Der abendliche Spaziergang der bösen sächsischen Gutmenschen verlief entgegen der Befürchtung, die Dresdner Polizei würde gegen die Demokratiefreunde harte Geschütze auffahren, weitgehend friedlich. Aber das war vermutlich nur dem Umstand geschuldet, dass sich die Dresdner Polizei keine weitere Negativschlagzeile leisten will, nachdem sie am Donnerstag beim Stadtbummel der Kanzlerin auf Zuruf des „Merkel-muss-weg“-Lynchmobs kurzerhand ein Team des ZDF-„Zwangsfernsehens“ wie Haschgiftverbrecher „sonderbehandelte“.

 

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14 Kommentare
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Greenhawk
Greenhawk
3 Jahre zuvor

Wielange werden die Kiffer noch die Rolle der Kriminellen spielen wollen, nur damit sich Alkoholiker besser fühlen? Alkoholiker wie….. MARLENE MORTLER. Wann werden Ex-Junkys die von legalen Drogen süchtig waren so wir Dr.Prof.Thomasius ( Nikotin ) einsehen das es nur Glück ist das sie heute clean sind. Es gibt keine Medikamente die zuverlässig Absetzpsychosen von Cannabis bei Shizos abfängt auser…. CBD?. Für Alkoholiker die überall frei trinken können gibt es jetzt sogar Pillen gegen Entzug…. Es ist einfach so unfair…. die armen Kiffer… und die Armen Alkoholiker…. gibt es ein ungünstigeres psychosoziales Setting für Alkoholiker als Deutschland? Wieviele Menschen sitzen zuhause mit Leberzirrhose und geben sich selber die Schuld ? Eure Drogenpolitiker sind in einer Gesellschaft geboren die Alkohol immer… Weiterlesen »

kushifix
kushifix
3 Jahre zuvor

Ich komme aus der Gegend dort und ich muss sagen in Großteil von Sachsen sind die Cops so gewaltbereit und lassen einen, Ihre wirklich extreme Hochnäßigkeit und Ihr Machtgehabe sehr deutlich spüren. Egal ob es nur eine, aus unerfindlichen Gründen, Ausweißkontrolle ist oder die einen einfach nur stressen wollen, weil man in einer stilvollen Jogginghose zum Wochenende rumläuft. Ich hab schon etliche Beispiele gesehen und am eigenen Leib erlebt, da verschlägt es einen die Sprache. Und man darf nichts dagegen unternehmen, da jede Anzeige entweder abgefangen wird (damit vorher vom COP eine Anzeige gemacht werden kann, natürlich alles Hieb und Stichfest mit Kollegen abgeklärt), oder wenn man die Anzeige direkt dem Staatsanwalt gibt kommt auch nichts dabei herum, weil die… Weiterlesen »

hans furth
hans furth
3 Jahre zuvor

Nur verblendete Idioten und Feiglinge sind nicht im Stande zu sagen was hier wirklich abläuft! Wann beginnen die Menschen endlich mal 1 + 1 zusammen zu Zählen? Wann fängt das Denken an? Kleiner Tipp für die verblendeten und die Minderbemittelten! Ist doch ein einfaches Prinzp! Folge dem GELD! https://www.sachsen-fernsehen.de/in-sachsen-wird-cannabis-angebaut-506629/

Ralf Med
Ralf Med
3 Jahre zuvor

Dazu kommt wohl auch das Verhalten der damaligen Stasi, die wohl auch hier wieder aufblüht, und mit dem Moto “wir schlagen die Hanf Konsumenten” !

lee chang
lee chang
3 Jahre zuvor

Eines Tages werden auch nazis wie die afd einsehen müssen das hanf auch als genuss, rausch und heilmittel in mitteleuropa ein teil der gelebten kultur war, ist und immer bleiben wird.

Ralf
Ralf
3 Jahre zuvor

@kushifix
“Es ist einfach nur noch ein Verbrecherverein.”
Du sprichst mir aus der Seele, trotzdem gibt es immer noch genug Idioten, die das hier für einen “Rechtsstaat” halten, wahrscheinlich weil ihnen der Zusammenhang zwischen Recht und Gerechtigkeit nicht klar ist und sie von vorneherein annehmen, daß das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Frage: Wenn das so ist, wozu brauchen wir dann einen “Rechtsstaat”?
Antwort: Als Gelddruckmaschine für die wie ein Virus sich vermehrenden Staats-Rechtsverdreher und ihre Schergen in Uniform.

Bernd
Bernd
3 Jahre zuvor

Das ist kein Krieg gegen Hanf sondern in erster Linie ein Kampf gegen die äußerst unangenehmen Leute die es dort verticken. Das ist organisierte Kriminalität, welche gezielt Flüchtlinge als Verkäufer einsetzt. Es gab dort mächtig Ärger in den letzten Jahren.
Mal abgesehen davon, dass sich trotzdem nichts ändert, kann der Staat sich dort ruhig mal austoben. das war früher ein angehmer Platz zum chillen. Heute geh ich da nicht mehr hin, und das liegt nicht an den Cops.

Ralf
Ralf
3 Jahre zuvor

@Greenhawk ” Ich wäre für DAS Ende der Kriminalisierung von Suchtkranken Menschen erstmal ohne legalisierung aber kontrollierte abgabe,” Was hat Cannabis verdammt noch mal mit Sucht zu tun? Cannabis baut seinen Wirkstoff nicht wie Alkohol oder Heroin in den Stoffwechsel des Körpers ein, macht also nicht süchtig, erzeugt auch keine Entzugssymptome. Es muß doch noch möglich sein diese beiden Dinge nach wie vor zu trennen. Das gelingt aber nicht wenn man die selben Ausdrücke zunehmend, von den Prohibitionsverbrechern gesteuert, für zwei Grund verschiedene Dinge benutzt, und man eine lebensgefährliche Entzugskrankheit bei kaltem Entzug, auf der einen Seite, und ein paar harmlose Schlafstörungen, in einen Topf wirft. Die Auswirkungen, also Nebenwirkungen beim Absetzten dieser beiden Stoffgruppen sind so verschieden, wie etwas… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
3 Jahre zuvor

@Bernd
” unangenehmen Leute die es dort verticken. Das ist organisierte Kriminalität,……….”?
Was ist denn an denen so unangenehm und ist unangenehm heut zu Tage ein Kriterium Menschen zu verfolgen und sich “den Staat ein wenig austoben” zu lassen? Da wundert es mich nicht mehr, wenn dem Staat schon wieder das Recht auzuflippen zugestanden wird, in was für einem Land wir leben! Da scheint mir doch dein Weltbild um einiges nach rechts verschoben zu sein.
Nichts was mit Cannabis zu tun hat ist Kriminlität, wann kapieren das Leute wie du endlich.
Die Prohibitionisten und ihre Schergen die auf Grundlage eines Menschenrechts mißachtenden UNRECHTSGESETZES (vergleichbar mit dem Schießbefehl an der Mauer) handeln sind die Kriminellen und sonst niemand.

Elvira
Elvira
3 Jahre zuvor

So isses, Ralf! Doch was soll man machen? Das Jungkiffervolk von heute ist größtenteils zu stulle, um die Zusammnhänge zu sehen.

wibbbel
wibbbel
3 Jahre zuvor

Die Polizei in Dresden ist tatsächlich nicht mehr ganz bei Verstand:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/michael-kretschmers-umstrittener-tweet-das-rechts-empfinden-der-union-a-1224038.html

Was ist denn da los in Dresden?

PS: Diese Bestätigung: “Ich bin kein Roboter” geht einen auf die Nerven.

kushifix
kushifix
3 Jahre zuvor

Die Dresdner und die Leipziger Cops sind die schlimmsten überhaupt (ich rede nur von Sachsen). Da denkt jeder einzelne er wäre König der Untertanen und so verhalten die sich auch, erst recht wenn sie mal wieder in anderen Städten verheizt (eingesetzt) werden. Die haben darauf kein Bock und lassen es an den Mitmenschen aus. Herablassende Formulierungen, man wird lautstark in aller Öffentlichkeit als Verdächtiger abgestempelt und nierdergemacht (verbal). Mittlerweile nehme ich jede Polizeikontrolle mit Telefon auf und lasse mir immer deren Dienstnummern geben. Ich bin auch in keinster Weise freundlich zu denen und zeige sofort auf wenn etwas unrechtmäßig abläuft oder die mich verarschen wollen. Die spielen mit uns wie Katzen mit Mäusen und dürfen das auch noch ungeschoren. Klar… Weiterlesen »

Ralf
Ralf
3 Jahre zuvor

@kushifix
Und diesmal sprichst du sogar aus der Seele des jugendlichen Ralf, der sich vor vielen Jahren schon gegen seinen Nazivater durchgesetzt hat und bei den Bullen, zu denen dieser ihn gezwungen hatte, zu kündigen. Vier Monate, länger habe ich es bei diesem arroganten,gewalttätigen Nazischeißhaufen, der mich dazu bringen wollte alle meine friedlichen, harmloses Kraut rauchenden Freunde an`s Messer zu liefern, nicht ausgehalten. Mein Leben war mir zu schade für so eine Scheiße und ich habe Abi nachgemacht und das Wissen über die Erde auf der wir leben studiert. Ich bin jetzt(wegen Führerscheinwegnahme durch Amtsmißbrauch und generellem Berufsverbot als Cannabiskonsument) vermutlich materiell viel ärmer, als wenn ich Scherge geblieben wäre, habe es aber nie, auch nur eine Sekunde bereut.

Harald
Harald
3 Jahre zuvor

Die sind doch aus der Zeit gefallen und haben offenbar Profilierungsdefizite. Und es gibt auch Vorgesetzte – NUN JA, SAGEN WIR MAL SIE SIND VON DER NATUR NICHT SO REICH BESCHENKT WORDEN und versuchen dieses Missverhältnis durch “besondere Leistungen” in der Arbeit oder im Leben, zu kompensieren. Es kann natürlich aber auch ganz anders sein, das ist reine Spekulation.